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#DiabetesDialog: Warum Ernährung bei Diabetes eine Schlüsselrolle spielt
2 Minuten

Was wir essen, kann den Diabetes positiv oder negativ beeinflussen. Doch trotz guter Vorsätze fällt eine nachhaltige Umstellung der Ernährung schwer. Diabetologen berichteten auf der diesjährigen Aufklärungsaktion #DiabetesDialog „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“, wie man es dennoch schaffen kann und warum es sich lohnt.
Menschen mit Diabetes sind oft ihre eigenen Expertinnen bzw. Experten. Sie wissen, wie man Blutzucker misst, Insulin spritzt und dass Unterzuckerungen gefährlich sind. Theoretisch wissen sie auch, welche Lebensmittel gesund sind und welche nicht. Nur die praktische Umsetzung im Alltag gelingt oft nicht. Zumindest nicht langfristig. Die über Jahrzehnte eingeübten Verhaltensmuster sitzen einfach zu tief.
#DiabetesDialog zum Thema Ernährung bei Diabetes: Leber entlasten, Bauchfett abbauen
Doch Tabletten und Insulin, die den Blutzucker senken, sind nur eine Säule der Therapie. Viel entscheidender ist, was wir tagtäglich essen und wann. „Die Ernährung bestimmt, wie Insulin wirkt. Auch die Insulinresistenz hängt stark von Übergewicht und Leberfett ab und das wiederum davon, ob es eine gesunde Ernährung ist oder nicht“, berichtet Prof. Andreas Pfeiffer, Seniorprofessor der Abteilung Endokrinologie, Diabetes und Ernährungsmedizin der Charité in Berlin. „Ballaststoffe, die Art der Fette und Proteine, die wir essen, das Gemüse, das wir essen. Das alles steuert ganz stark die Insulinempfindlichkeit, auch unterschwellige Entzündungen. Hier sind die Mikronährstoffe in den Nahrungsmitteln außerordentlich wichtig.“ Studien zufolge soll die mediterrane Kost erfolgreicher beim Abnehmen helfen als eine gesunde, fettarme Ernährung.
Noch motivierender sind handfeste Ergebnisse. So kann eine proteinangereicherte, kohlenhydratarme Diät in 4-6 Wochen das Leberfett halbieren können oder man kann in zwei Wochen ein Kilo Leberfett verlieren. Prof. Matthias Blüher, Oberarzt der Klinik und Polyklinik für Endokrinologie und Nephrologie am Universitätsklinikum Leipzig, ist überzeugt, dass eine Ernährungsveränderung ein gutes Werkzeug ist, die Leber immer mal wieder zu entlasten und das viszerale Bauchfett zu reduzieren. „Es ist beeindruckend, was man mit kleineren Umstellungen bewirken kann, die allerdings leider langfristig oft nicht durchgehalten werden.“
Bauchfett ist deshalb so gefährlich, weil es Entzündungsreaktionen im Körper hervorruft und Fettsäuren schneller freisetzt, die sich dann wieder negativ auf die Leber, die Insulinresistenz und die Insulinproduktion auswirken. Die gute Nachricht: „Die hypokalorische Mischkost kann relativ schnell das viszerale Fett deutlich reduzieren“, so Blüher.
Weitere Themen beim #DiabetesDialog: Sensoren und Apps für mehr Selbstmanagement
Aber auch die Frage, welche Nahrungsmittel wann und wie schnell den Blutzucker erhöhen, ist beim Diabetes nicht unerheblich. „Man kann durch die Ernährungsweise die Blutzuckerspitzen, also auch die Unterzuckerungen, als auch die dauerhafte Stabilisierung des Blutzuckers gut beeinflussen“, so der Experte weiter. „Durch meine Ernährung kann ich sowohl den Langzeitblutzuckerwert HbA1c als auch die täglichen Schwankungen des Blutzuckerspiegels sehr gut selbst beeinflussen.“ So bringen einfache Kohlenhydrate (z.B. Süßigkeiten) oder üppige Mahlzeiten den Blutzucker schnell und lange nach oben. Umgekehrt kann eine Hungerkur bei Menschen mit einer Insulintherapie zu einer gefährlichen Unterzuckerung führen.
Um hochkalorische, energiereiche Lebensmittel und Getränke von denen zu unterscheiden, die den Glukosespielgel lange in einer gesunden Balance halten, kann man auf Sensoren zurückgreifen. Die Systeme der kontinuierlichen Glukosegewebemessung (CGM), die man unauffällig am Oberarm trägt, geben einen guten Überblick über die aktuelle Blutzuckerlage. Die Kurven kann man über eine App live auf dem Handy mitverfolgen und z.B. dem Hausarzt übermitteln. Fest steht: Menschen, die CGM-Systeme benutzen, essen nachweislich bewusster und gesünder als andere.
Auch der regelmäßige Gang auf die Waage (einmal pro Woche) und Apps helfen und motivieren für eine langfristige Ernährungsumstellung. Den persönlichen Kontakt zu einer mit Diabetes vertrauten Fachkraft können sie aber nicht ersetzen. Wer regelmäßig zum Arzt und zur Ernährungsberatung geht hat nachweislich bessere Blutzuckerwerte sowie mehr Erfolg beim Abnehmen und bei der Diabetes-Therapie insgesamt.
von Bianca Lorenz
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Die Aufklärungskampagne „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ ist eine Initiative von Sanofi.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen, 18 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Tagen, 11 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 2 Tagen, 13 Stunden
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
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