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Die Leber wird bereits aktiv, wenn wir Essen nur sehen und riechen
2 Minuten
Schon der Anblick und Geruch von Essen aktiviert Stoffwechselprozesse der Leber und bereitet sie auf die Nahrungsaufnahme vor. Das zeigen neue Studienergebnisse. Forschende des Max-Planck-Instituts haben zudem entdeckt, wie dies auch die Insulin-Empfindlichkeit beeinflusst.
Bereits der Anblick und Geruch von Essen kurbelt umfassende biochemische Prozesse in unserem Körper an. Dies hat ein Forschungsteam des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung in einer neuen Studie mit Mäusen herausgefunden. Laut den Ergebnissen, die die Forschenden in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht haben, bereitet sich die Leber innerhalb weniger Minuten auf die Nahrungsaufnahme vor, selbst wenn wir das Essen nur sehen und riechen, ohne es zu verzehren.
Die Forscher entdeckten, dass die Mitochondrien – wichtige Zellbestandteile für Stoffwechsel und Energieproduktion – in den Leberzellen der Mäuse bereits auf den bloßen Anblick und Geruch von Nahrung reagieren. Sie identifizierten eine spezifische Phosphorylierung eines Proteins der Mitochondrien, die einen wesentlichen Einfluss auf die Insulinsensitivität der Leber hat.
Nicht nur Speichelfluss und Magen werden durch Anblick und Geruch von Essen aktiviert, auch die Leber
Diese Reaktion wird durch bestimmte Nervenzellen im Gehirn, die sogenannten POMC-Neuronen, vermittelt. Diese Neuronen werden durch den Geruch und das Sehen von Nahrung schnell aktiviert und leiten die Anpassung der Mitochondrien in der Leber ein. Interessanterweise führte auch die alleinige Aktivierung dieser Neuronen zu den gleichen Anpassungen in den Mitochondrien, selbst wenn tatsächlich keine Nahrung vorhanden war. „Wenn unsere Sinne Essen wahrnehmen, bereitet sich unser Körper nicht nur mit einer Produktion an Speichel und Magensäure auf die Essenaufnahme vor, sondern auch die Leber wird aktiviert, wie wir nun zeigen konnten. Besonders interessant ist, wie schnell diese Adaption der Mitochondrien in den Leberzellen stattfindet“, erklärt Sinika Henschke, Erstautorin der Studie.
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Jens Brüning, Leiter der Studie und Direktor am Max-Planck-Institut für Stoffwechselforschung, betont die Bedeutung dieser Entdeckung. „Unsere Studie zeigt, wie eng die sensorische Wahrnehmung von Essen, adaptive Prozesse in Mitochondrien und die Insulinsensitivität verknüpft sind. Dies ist besonders relevant, da bei Typ-2-Diabetes die Insulinempfindlichkeit oft gestört ist.“ Die Forschung bietet laut den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern potenzielle neue Ansätze für die Behandlung von Diabetes, indem sie aufzeigt, wie tiefgreifend unsere Wahrnehmung von Nahrung unseren Körper beeinflusst.
von Gregor Hess
mit Materialien des Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 6 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Monat
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
