Dritte Aktion 2026 #SagEsLaut #SagEsSolidarisch: Diabetes in Schule und Beruf

2 Minuten

Dritte Aktion 2026 #SagEsLaut #SagEsSolidarisch:Diabetes in Schule und Beruf
Foto: diabetesDE
Dritte Aktion 2026 #SagEsLaut #SagEsSolidarisch: Diabetes in Schule und Beruf

Diabetes spielt im Alltag von Betroffenen immer eine Rolle – auch in Schule und Beruf. Was das für die Lebensrealität von Menschen mit Diabetes bedeutet und wie Teilhabe gelingen kann, zeigt die dritte Aktion 2026 der Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe.

Für Menschen mit Diabetes gehört es selbstverständlich zum Leben, ihre Erkrankung in Schule, Ausbildung, Studium, Beruf zu managen. Doch auch in diesen Alltagssituationen kann der Diabetes immer wieder zur Herausforderung werden, ob es nun das Mittagessen, ein piepsender Glukosesensor oder eine Unterzuckerung ist. Fehlendes Wissen, Unsicherheit, Vorurteile im Umfeld oder die Frage, wann und mit wem man Informationen über die eigene Erkrankung teilen möchte, können solche Situationen zusätzlich erschweren.

Wunsch nach mehr Verständnis und Teilhabe

Die dritten Aktion 2026 der Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe geht vom 27. August bis 13. September. In einem Video berichten Miriam (13 Jahre), die mit Typ-1-Diabetes, und Brigitte (62 Jahre), die mit Typ-2-Diabetes lebt, von ihren persönlichen Erfahrungen zum Aktionsthema. Sie zeigen, wie unterschiedlich der Diabetes Schule und Beruf begleiten kann.

Miriam erzählt, dass ihr Diabetes zwar manchmal die volle Aufmerksamkeit fordere, das aber nicht bedeute, dass sie weniger am Schulalltag teilnehmen kann. „Dafür wünsche ich mir mehr Verständnis und weniger Aufsehen. Und die Möglichkeit, einfach dabei zu sein“, sagt sie und verdeutlicht damit, was sich viele Kinder mit Diabetes wünschen. Laut diabetesDE sind dazu unter anderem informierte und verständnisvolle Lehrkräfte nötig. Für die Kleinsten sei eine Schulgesundheitsfachkraft sinnvoll, um Lehrkräfte und Eltern zu entlasten und den Kindern Sicherheit zu geben.

Brigitte betont, wie wichtig es ist, nicht auf den Diabetes reduziert zu werden: „Mein Diabetes gehört zu meinem Leben, aber er definiert nicht meine berufliche Leistung. (…) Ich bin Kollegin, Mitarbeiterin und Mensch, Diabetes ist nur ein Teil von mir.“

Erfahrungen sichtbar machen, Wissen vermitteln, Teilhabe ermöglichen

Die Diabetes-Community ist dazu eingeladen, ihre Erfahrungen und Wünsche im Rahmen der Kampagne auf Social Media zu teilen. Die Aktion richtet sich aber ausdrücklich auch an Angehörige, Freundinnen und Freunde, das schulische und berufliche Umfeld sowie Fachkräfte, Politik und Öffentlichkeit. Denn gute Unterstützung beginne nicht damit, alles über Diabetes zu wissen, sondern damit, zuzuhören, nachzufragen und die Bedürfnisse des Gegenübers ernst zu nehmen. „Unser gemeinsames Ziel: Erfahrungen sichtbar machen, Wissen vermitteln, Verständnis schaffen und zeigen, wie Teilhabe mit Diabetes gelingen kann“, so Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE.

Mehr zur Kampagne #SagEsLaut #SagEsSolidarisch unter www.diabetes-stimme.de und auf dem Instagram-Kanal von diabetesDE @deutschediabeteshilfe.

Wie kann man die Aktion unterstützen?

  • liken, teilen, kommentieren, reposten und speichern der Beiträge
  • eigene Beiträge unter den Hashtags #SagEsLaut und #SagEsSolidarisch veröffentlichen
  • die Kampagneninhalte in die eigenen Netzwerke tragen
  • eigene Erfahrungen, Perspektiven oder Beobachtungen zum Thema Schule und Beruf teilen
  • Menschen aus dem eigenen Umfeld zum Austausch einladen

Die #SagEsLaut-Kampagne 2026 wird umgesetzt mit Unterstützung der Unternehmen Abbott, Boehringer Ingelheim, Lilly, Roche und Sanofi.


von Janina Seiffert

Janina Seiffert ist Apothekerin und Journalistin bei der MedTriX Group. Sie ist tätig als Redakteurin beim Diabetes-Anker und betreut zudem das Fachmagazin „Diabetes, Stoffwechsel und Herz“, in dem wissenschaftliche Beiträge, Übersichtsarbeiten zu den Zusammenhängen zwischen Diabetes, endokrinologischen Erkrankungen und kardiovaskulären Risiken erscheinen.

mit Materialien von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Kinder mit AID: Technik, Vertrauen und das ganz normale Familienleben
AID-Systeme haben das Familienleben grundlegend verändert. Sie stabilisieren Glukosewerte und schaffen Sicherheit, erfordern aber auch Wissen, Vertrauen und klare Abläufe in Schule, Freizeit und Beruf für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes.
Kinder mit AID: Technik, Vertrauen und das ganz normale Familienleben | Foto: DimaBerlin – stock.adobe.com

3 Minuten

Arbeiten im Mandel-Stand: Meine Oktoberfest-Erfahrung mit Typ-1-Diabetes
Zwischen Zuckerduft und Menschenmassen: Conny erfüllte sich 2024 ihren Traum, auf der Wiesn zu arbeiten und war 16 Tage lang in einem Mandel-Stand als Verkäuferin tätig. Hier berichtet sie von ihrer Erfahrung mit der Schichtarbeit, dem Diabetes-Management und dem bunte Treiben auf dem Oktoberfest.
Arbeiten im Mandel-Stand: Meine Oktoberfesterfahrung mit Typ-1-Diabetes | Foto: norbel – stock.adobe.com

3 Minuten

Community-Beitrag
Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • lena-schmidt postete ein Update vor 3 Wochen

    Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße