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Dubiose Online-Angebote: Diabetes-Verbände warnen vor gefährlichen Fake-Produkten und falschen Empfehlungen
3 Minuten
Immer mehr Angebote mit Fake-Produkten und irreführenden Empfehlungen für Menschen mit Diabetes tauchen in sozialen Netzwerken auf – mit gefälschten Logos, falschen Versprechen und hohem Risiko. Fachverbände warnen: Hinter den Angeboten stecken Betrug und Gesundheitsgefahr.
Mikronadelpflaster, „natürliche GLP-1-Lösungen“ oder angeblich nicht-invasive Blutzuckermessgeräte – in sozialen Netzwerken tauchen immer häufiger vermeintliche Wundermittel für Menschen mit Diabetes auf. Dahinter stecken jedoch oft Anbieter ohne Zulassung oder medizinischen Nachweis. Häufig fehlen ein rechtskonformes Impressum oder eine Rücksendeadresse, Logos werden gefälscht, Testimonials erfunden.
Deshalb warnen die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG), diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe, der Bundesverband Niedergelassener Diabetologen (BVND) und der Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland (VDBD) nun gemeinsam in einer Pressemitteilung vor diesen gefährlichen Angeboten.
Täuschung mit gefälschten Logos und falschen Empfehlungen – vor allem auf sozialen Medien
Vor allem auf Social-Media-Angeboten wie Facebook, Instagram und TikTok werden Menschen mit Diabetes mit irreführenden Gesundheitsversprechen konfrontiert. Dabei missbrauchen die Anbieter Namen und Logos seriöser Institutionen. In einigen Fällen wirken Webseiten sogar so, als würden sie von der DDG oder dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) betrieben – ein gezielter Täuschungsversuch.
„Wir stellen mit großer Sorge fest, dass die sozialen Medien immer stärker zu einem rechtsfreien Raum für gesundheitsgefährdende Desinformation werden“, warnt Professorin Dr. med. Julia Szendrödi, Präsidentin der DDG. „Als medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft verkaufen oder empfehlen wir keine Produkte. Unser Auftrag ist die unabhängige, evidenzbasierte Fortbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie die Entwicklung medizinischer Leitlinien.“
Auf der DDG-Website steht ein kompaktes Infoblatt über gefälschte Gesundheitsprodukte im Internet zum Herunterladen bereit.
Die DDG geht gegen solche Fälschungen vor, indem sie Anzeigen mit missbräuchlicher Verwendung des Logos oder falschen Aussagen regelmäßig bei Meta (Facebook, Instagram) meldet. Viele Inhalte konnten so bereits entfernt werden. „Auch wenn wir der Flut nicht vollständig Herr werden, handeln wir konsequent und beziehen eindeutig Stellung – für den Schutz von Patientinnen und Patienten“, betont Prof. Dr. Szendrödi.
Besonders perfide: Zahlreiche Betroffene berichten, dass sie nach einer Bestellung gar keine Lieferung erhalten oder minderwertige Geräte zugeschickt bekommen haben – etwa einfache Pulsoximeter (Messgerät zur nicht-invasiven Bestimmung der Sauerstoffsättigung im arteriellen Blut sowie der Herzfrequenz) ohne jeglichen Nutzen für die Diabetes-Therapie, obgleich anderes behauptet wird. Da die Anbieter meist anonym und aus dem Ausland agieren, sind Rückerstattung oder Reklamation in der Regel nicht möglich.
Fragwürdige Angebote zielen auf Verunsicherung chronisch kranker Menschen ab
„Wir erleben derzeit eine Welle von Fake-Angeboten, die auf die Verunsicherung chronisch kranker Menschen zielt – und das in einer Art und Weise, die hochgradig verantwortungslos ist“, sagt Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE. „Die öffentliche Hand scheint dieser Entwicklung kaum etwas entgegenzusetzen. Deshalb braucht es umso mehr Aufklärung.“
Auch in diabetologischen Praxen macht sich die Problematik bemerkbar. „Patientinnen und Patienten wenden sich immer häufiger mit Fragen zu Produkten, die sie online gesehen oder sogar bestellt haben, an ihre Ärztinnen und Ärzte“, berichtet Toralf Schwarz, Vorsitzender des BVND und Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie. „Wir investieren dadurch viel Zeit darin, Fehlinformationen zu korrigieren, statt uns um die gesundheitlichen Belange der Patientinnen und Patienten kümmern zu können.“
Die Auswirkungen zeigen sich auch in der Beratung. „Diabetesberaterinnen und -berater erleben täglich, wie schnell sich solche Inhalte verbreiten. Umso wichtiger ist es, Patientinnen und Patienten zu stärken, solche Angebote zu hinterfragen – bevor sie Geld ausgeben oder ihre Gesundheit riskieren“, erklärt Kathrin Boehm, Vorsitzende des VDBD.
Hinweise der Fachverbände: So erkennen Sie unseriöse Gesundheitswerbung
- Wundermittel sind Warnzeichen
Seien Sie misstrauisch bei Produkten, die eine schnelle, einfache Heilung oder Wirkung ohne Nebenwirkungen versprechen – insbesondere bei angeblich „natürlichen“ Alternativen oder neuen Methoden wie Mikronadelpflastern. - Vertrauen Sie nur offiziellen Quellen
Medizinische Fachgesellschaften wie die DDG oder diabetesDE empfehlen oder verkaufen keine Produkte. Prüfen Sie Logos, Expertenzitate und Webauftritte kritisch. - Achten Sie auf Impressum und Rücksendeadresse
Seriöse Anbieter haben ein vollständiges Impressum, klare Kontaktmöglichkeiten und erlauben Rücksendungen. Fehlt das, sollten Sie vom Kauf absehen. - Fragen Sie vor dem Kauf Ihr Behandlungsteam
Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin, Ihrem Arzt oder Ihrer Diabetesberatung, bevor Sie Produkte aus dem Internet bestellen – vor allem bei unbekannten oder auffällig beworbenen Angeboten
mit Materialien der DDG, des BVND, des VDBD und von diabetesDE
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moira postete ein Update vor 2 Tagen, 16 Stunden
Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
(Wen es interessiert Band 2.3) -
moira postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 6 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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