- Aus der Community
Kolumne „Fernweh“: Eiskalter Badespaß, ausgefallene CGM-Sensoren
2 Minuten

Eine Hamburger Winteraktion bringt Hunderte zum Eisbaden in die Elbe. In der Kolumne „Fernweh“ berichtet Susanne, wie eiskalter Badespaß nicht nur einen guten Zweck unterstütze, sondern auch kurzzeitige Auswirkungen auf die CGM-Sensoren der beteiligten Menschen mit Diabetes hatte.
Huch, was ist das denn? In einer WhatsApp-Gruppe mit einigen Menschen mit Diabetes posteten Gruppenmitglieder Fotos, wie sie – offenbar gemeinsam mit vielen anderen – in der Elbe in Hamburg baden gingen. Ende November, wohlgemerkt! Die Jahreszeit, die Temperaturen und die Mützen auf den Bildern der Badenden irritierten mich gewaltig.
Schnell erfuhr ich: Das ist eine regelmäßige Aktion für den guten Zweck im Hamburger Winter unter dem Motto „Eisbaden für Herzenswärme“: Regelmäßig wird dazu aufgerufen, in der Elbe baden zu gehen, wobei jeweils unterschiedliche Unterstützer wie lokale Unternehmen für soziale Projekte spenden. Entweder einen bestimmten Gesamtbetrag, oft aber auch einen (gedeckelten) Betrag X pro Teilnehmer, der oder die an diesem Tag dann ins Wasser geht.
Durch meine neugierigen Nachfragen wurde ich schnell von den anderen für den nächsten Termin „verhaftet“. Duschen oder gar Baden im kalten Wasser sind zwar gar nicht meins und Menschen, deren Hobby Eisbaden heißt, bestaune ich gern mit größtem Respekt – aber normalerweise vom Ufer aus. Aber nun gut, es steckt ja Fernweh und damit auch eine Portion Abenteuerlust in mir. Und bei einem guten Zweck kann man ohnehin schlecht Nein sagen.
Rund 200 Mutigen rannten ins Wasser
Also stand ich nur kurz darauf an einem Freitagnachmittag ebenfalls im Badeanzug und mit Mütze auf dem Kopf am Ufer der Elbe. Sonnenuntergang, ein rötlicher Streifen am Himmel, ein vorbeiziehendes Containerschiff – die Kulisse war idyllisch, fast schon kitschig und unwirklich. Unwirklich fühlte sich auch das an, was wir taten: Auf das Startkommando rannten wir mit rund 200 anderen Mutigen ins Wasser, jeder so weit, wie er wollte. Und auch die Dauer war flexibel: Die ersten rannten nach wenigen Sekunden über den Sand zurück zu den Klamotten (ja, auch ich), andere verharrten „eisern“ etwas länger.
Autorin Susanne Löw und ihre Kolumne Fernweh
Susanne Löw ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Die gebürtige Bayerin hat seit dem Jahr 2002 Typ-1-Diabetes und ist seitdem erst recht gern unterwegs. Über ihre weltweiten Erfahrungen mit „Zucker im Gepäck“ berichtet sie im Diabetes-Anker-Podcast.
In der Kolumne Fernweh schreibt sie in jeder Diabetes-Anker-Ausgabe über ihre Reise-Leidenschaft uns alles, was dazugehört.

In unserer kleinen Gruppe, die gemeinsam angereist war, befanden sind drei mit Diabetes. Natürlich verglichen wir hinterher unsere Glukosewerte. Und siehe da: Bei allen dreien sorgte der kurze Dip ins 7,5 Grad kalte Wasser (wärmer als die Außentemperatur an diesem Tag!) für einen Sturz in der Glukosekurve. Vielleicht lag es daran, dass unsere CGM-Geräte den temporären Temperatursturz nicht gut verkrafteten? Immerhin fielen sogar zwei der drei CGM-Sensoren kurz nach der Rückkehr an Land für eine knappe halbe Stunde aus, bis sie dann „auftauten“ und wieder Werte lieferten.
Ob ich noch mal mitmache? Das muss ich mir gut überlegen, manche Erlebnisse sind und bleiben einfach „einmalig“ …
von Susanne Löw
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (3) Seite 82
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 5 Tagen, 23 Stunden
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





