- Aus der Community
Kolumne „Fernweh“: Eiskalter Badespaß, ausgefallene CGM-Sensoren
2 Minuten
Eine Hamburger Winteraktion bringt Hunderte zum Eisbaden in die Elbe. In der Kolumne „Fernweh“ berichtet Susanne, wie eiskalter Badespaß nicht nur einen guten Zweck unterstütze, sondern auch kurzzeitige Auswirkungen auf die CGM-Sensoren der beteiligten Menschen mit Diabetes hatte.
Huch, was ist das denn? In einer WhatsApp-Gruppe mit einigen Menschen mit Diabetes posteten Gruppenmitglieder Fotos, wie sie – offenbar gemeinsam mit vielen anderen – in der Elbe in Hamburg baden gingen. Ende November, wohlgemerkt! Die Jahreszeit, die Temperaturen und die Mützen auf den Bildern der Badenden irritierten mich gewaltig.
Schnell erfuhr ich: Das ist eine regelmäßige Aktion für den guten Zweck im Hamburger Winter unter dem Motto „Eisbaden für Herzenswärme“: Regelmäßig wird dazu aufgerufen, in der Elbe baden zu gehen, wobei jeweils unterschiedliche Unterstützer wie lokale Unternehmen für soziale Projekte spenden. Entweder einen bestimmten Gesamtbetrag, oft aber auch einen (gedeckelten) Betrag X pro Teilnehmer, der oder die an diesem Tag dann ins Wasser geht.
Durch meine neugierigen Nachfragen wurde ich schnell von den anderen für den nächsten Termin „verhaftet“. Duschen oder gar Baden im kalten Wasser sind zwar gar nicht meins und Menschen, deren Hobby Eisbaden heißt, bestaune ich gern mit größtem Respekt – aber normalerweise vom Ufer aus. Aber nun gut, es steckt ja Fernweh und damit auch eine Portion Abenteuerlust in mir. Und bei einem guten Zweck kann man ohnehin schlecht Nein sagen.
Autorin Susanne Löw und ihre Kolumne Fernweh
Susanne Löw ist freie Journalistin und lebt in Hamburg. Die gebürtige Bayerin hat seit dem Jahr 2002 Typ-1-Diabetes und ist seitdem erst recht gern unterwegs. Über ihre weltweiten Erfahrungen mit „Zucker im Gepäck“ berichtet sie im Diabetes-Anker-Podcast.
In der Kolumne Fernweh schreibt sie in jeder Diabetes-Anker-Ausgabe über ihre Reise-Leidenschaft uns alles, was dazugehört.

Also stand ich nur kurz darauf an einem Freitagnachmittag ebenfalls im Badeanzug und mit Mütze auf dem Kopf am Ufer der Elbe. Sonnenuntergang, ein rötlicher Streifen am Himmel, ein vorbeiziehendes Containerschiff – die Kulisse war idyllisch, fast schon kitschig und unwirklich. Unwirklich fühlte sich auch das an, was wir taten: Auf das Startkommando rannten wir mit rund 200 anderen Mutigen ins Wasser, jeder so weit, wie er wollte. Und auch die Dauer war flexibel: Die ersten rannten nach wenigen Sekunden über den Sand zurück zu den Klamotten (ja, auch ich), andere verharrten „eisern“ etwas länger.
In unserer kleinen Gruppe, die gemeinsam angereist war, befanden sind drei mit Diabetes. Natürlich verglichen wir hinterher unsere Glukosewerte. Und siehe da: Bei allen dreien sorgte der kurze Dip ins 7,5 Grad kalte Wasser (wärmer als die Außentemperatur an diesem Tag!) für einen Sturz in der Glukosekurve. Vielleicht lag es daran, dass unsere CGM-Geräte den temporären Temperatursturz nicht gut verkrafteten? Immerhin fielen sogar zwei der drei CGM-Sensoren kurz nach der Rückkehr an Land für eine knappe halbe Stunde aus, bis sie dann „auftauten“ und wieder Werte lieferten.
Ob ich noch mal mitmache? Das muss ich mir gut überlegen, manche Erlebnisse sind und bleiben einfach „einmalig“ …
von Susanne Löw
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (3) Seite 82
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Psyche
3 Minuten
- Ernährung
4 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
diahexe postete ein Update vor 2 Tagen, 15 Stunden
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
-
ckmmueller postete ein Update vor 6 Tagen, 2 Stunden
Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos
-
diahexe antwortete vor 2 Tagen, 15 Stunden
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.
-
-
anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747


