Führerschein und Fahreignung

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Führerschein und Fahreignung

Menschen mit Diabetes sollten beachten, dass ihre Erkrankung gegebenenfalls die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen kann. Denn Unterzuckerungen hinter dem Lenkrad stellen potentielle Gefahren für sie und ihre Umwelt dar.

Bei guter Einstellung und Unterzuckerungswahrnehmung kein Problem

Doch wer Unterzuckerungen rechtzeitig zu erkennen weiß, darf trotz und mit Diabetes Auto fahren. Dies gilt sogar für schwere Lkws und Busse. Die Fahrerlaubnisverordnung sieht zwar vor, dass bei (aufgrund von Insulin oder Tabletten) möglichen Unterzuckerungen grundsätzlich keine Eignung besteht zum Führen schwerer Kraftfahrzeuge bzw. zur Personenbeförderung. Soweit und solange aber aus medizinischer Sicht keine Bedenken bestehen, können auch Menschen mit Diabetes solche Fahrzeuge führen.

Es kann aber sein, dass die Behörde auch beim Autoführerschein in regelmäßigen Abständen ein Attest oder eine verkehrsmedizinische Untersuchung verlangt, um sicherzustellen, dass man weiterhin gesundheitlich geeignet ist. Hiergegen lässt sich wenig machen. Denkbar sind auch Auflagen wie die Verpflichtung zum Führen eines Diabetikertagebuchs oder zum Mitführen von Traubenzucker im Auto.

Den Diabetes nicht verschweigen!

Auch wenn solche Untersuchungen oder Auflagen lästig sind und teilweise zu finanziellen Belastungen führen, darf man den Diabetes dennoch nicht wahrheitswidrig verschweigen: Der Bürger ist beim Führerscheinantrag, also einem behördlichen Verfahren, zu wahrheitsgemäßen und vollständigen Angaben verpflichtet.

Selbst wenn man der Auffassung ist, dass die Behörde nicht nach dem Diabetes fragen darf, dann dürfte man allenfalls die Auskunftt verweigern. Wird die Fahrerlaubnis jedoch auf Basis unwahrer Angaben erteilt, kann das erhebliche Probleme geben – spätestens wenn der Diabetes dann doch einmal der Behörde bekannt wird. Abgesehen davon gibt es auch keinen legitimen Grund, den Diabetes zu verschweigen. Denn wie gesagt: Wenn aus ärztlicher Sicht keine Bedenken bestehen, bekommt man ja den Führerschein.


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  • lena-schmidt postete ein Update vor 2 Wochen

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße