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Jahresrückblick: Die Top-Themen 2022 in der BSL
3 Minuten
Viele Menschen nehmen das Jahresende zum Anlass, um noch einmal innezuhalten und zu reflektieren: Was ist in den vergangenen zwölf Monaten eigentlich so passiert? Worauf bin ich stolz? Auf was weniger? Auch wir wagen einen Jahresrückblick: Was war 2022 in der Blood Sugar Lounge los?
Diabetes-Technik im Fokus
Wie Technik den Alltag mit Diabetes unterstützen kann, war auch in diesem Jahr das dominierende Thema in der Community. Fünf der zehn meistgelesenen Beiträge beschäftigen sich mit Fragen nach der Handhabung technischer Tools. Besonders spannend fandet ihr die Erfahrungs- und Testberichte zu AID-Systemen. Kein Wunder, denn wie der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes 2022 (D.U.T-Report) zeigt, werden diese von Ärztinnen und Ärzten zwar häufig als sinnvoll erachtet, aber in der Realität bisher immer noch selten eingesetzt. AID-Systeme sind komplex und nicht selbsterklärend. Umso wertvoller sind eure eigenen Erlebnisse und Erfahrungsberichte.
Persönlich auf die Probe gestellt: AID-Systeme
Sara beschrieb uns beispielsweise, wie sich während der ersten Monate mit der MiniMed 780G ein bis dato ungekanntes Gefühl der Freiheit in Bezug auf ihren Diabetes einstellte.
Auch Mirjam hat uns mitgenommen auf das Abenteuer Loop. Seit September hat sie das mylife-CamAPS-FX-System von Ypsomed im Einsatz. Den Algorithmus ans Steuer zu lassen und selbst auf dem Beifahrer-Sitz Platz zu nehmen, ist nicht immer einfach, resümierte sie in einem ersten Zwischenbericht.
Auch das Recap zum MeetUp mit Medtronic, bei dem Fragen rund um das MiniMed-780G-System beantwortet wurden, war dieses Jahr beliebt bei euch.
Nicht nur kommerzielle Systeme, sondern auch DIY-Loops wurden dieses Jahr ausführlich besprochen. Nachdem Caro bereits im ersten Teil ihres Beitrags „DIY-Loop – Fluch oder Segen“ über die Vor- und Nachteile von DIY- im Vergleich zu kommerziellen Systemen sprach, beschäftigte sie sich in Teil 2 genauer mit der Gefahr, „den Loop wie ein Hamsterrad zu nutzen“. Sie wies darauf hin, dass übertriebener Optimierungsdruck die Belastungen, die der Diabetes mit sich bringt, zusätzlich verstärke. Gewonnene Freiheiten würden durch den erhöhten Zeit-Aufwand schnell zunichte gemacht, sagte Caro.
Diabetes als Behinderung, Insulinresistenz oder Ketoazidose
Neben den technischen Aspekten des Diabetes-Managements ging es in den vergangenen zwölf Monaten aber auch um ganz Grundsätzliches. Der gefürchtete Fall einer Ketoazidose ist bei Heike eingetreten. In ihrem Bericht schilderte sie, wie sie mit dem Schock umgegangen ist.
„Ich bin behindert“, sagte Nathalie in einem Beitrag offen und warf damit die Frage auf, weshalb der Begriff Behinderung so schambehaftet ist. Bei einer Erkrankung, die man nicht sehen könne, sei der Behinderten-Ausweis für sie eine zusätzliche Stütze, sagte Nathalie.
Olli dagegen vermutete bei sich eine Insulinresistenz. Sie schilderte uns die Odyssee, die sie durchmachte, um zu dieser Vermutung zu gelangen. Ihre Blutzucker-Werte schossen über mehrere Wochen hinweg immer wieder und kaum kontrollierbar in die Höhe. Mit dem schlichten Rat einer Diabetologin, dass es „solche Phasen gäbe“, konnte sie sich in ihrer Situation nicht zufriedengeben.
In einem anderen Beitrag ging Olli genauer auf dieses Thema ein. Sie vermisst von vielen Menschen, die im Gesundheitsbereich tätig sind, Fachkenntnis und Einfühlungsvermögen beim Thema Diabetes.
Mit dieser Problematik beschäftigt sich auch Michelle in ihrem Beitrag. Michelle verbrachte ihr gesamtes Leben im Glauben, einen Typ-1-Diabetes zu haben, bis man ihr schließlich mitteilte, dass sie eigentlich einen Typ-3-Diabetes hat. Wie konnte es sein, dass sie 20 Jahre lang niemand darüber aufgeklärt hatte?
Eure Top 10
Hier findet ihr die meistgelesenen Artikel des Jahres 2022 auf einen Blick und in voller Länge zum Nachlesen. Welche Themen haben euch 2022 besonders bewegt und was waren eure Lieblingsartikel aus der Community? Gehört der Rückblick aufs vergangene Jahr für euch auch zum Ritual?
Platz 10
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bloodychaos postete ein Update vor 6 Tagen, 2 Stunden
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55 -
sayuri postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hi, ich bin zum ersten Mal hier, um mich für meinen Freund mit Diabetes Typ 1 mit anderen auszutauschen zu können. Er versteht nicht alles auf Deutsch, daher schreibe ich hier. Etwa vor einem Jahr wurde ihm der Diabetes diagnostiziert und macht noch viele neue Erfahrungen, hat aber auch Schwierigkeiten, z.B. die Menge von Insulin besser abzuschätzen. Er überlegt sich, mal die Patch-Pad am Arm auszuprobieren. Kann jemand uns etwas über eingene Erfahrungen damit erzählen? Ich wäre sehr dankbar!🤗🙏
Liebe Grüße
Sayuri

Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGM
Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.