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Schlemmen in der Weihnachtszeit kann für die Leber ungemütlich werden – diese Tipps helfen
3 Minuten
Zur bevorstehenden Adventszeit und an den Festtagen gehört für die meisten Menschen ausgiebiges Schlemmen dazu. Und wenn dann noch zu wenig Bewegung dazu kommt, kann es für die Leber ungemütlich werden. Wie die Weihnachtszeit auch ohne Gewichtszunahme und negative Auswirkungen auf die Leber-Gesundheit genossen werden können, erklärt die Deutsche Leberstiftung.
Die meisten Menschen blicken in der anstehenden Advents- und Weihnachtszeit voller Vorfreude vor allem auf das leckere Essen und das süße Naschen: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey freuen sich 21 Prozent der Befragten am meisten auf das weihnachtliche Festtagsessen, in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen sind es sogar 36 Prozent. Die weihnachtliche Deko landet mit 16 Prozent auf dem zweiten Platz der Vorfreude, gefolgt vom Plätzchenbacken mit acht Prozent.
Diese Vorliebe für süße Leckereien zeigt sich auch in den Produktionsschätzungen der deutschen Süßwarenindustrie. Laut dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie wurden im Jahr 2022 rund 169 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und -Weihnachtsmänner für die Weihnachtszeit hergestellt. Das bedeutet einen Anstieg von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon wurden etwa 109 Millionen Stück im deutschen Lebensmittelhandel, in Kaufhäusern und im Fachhandel verkauft, während der Rest exportiert wurde. Neben den Schokoladenfiguren gehören auch Dominosteine, Spekulatius und Glühwein zu den beliebten Naschereien in der Advents- und Weihnachtszeit.
Bewusstes Essen und Naschen rund um die Festtage ist gut für die Leber-Gesundheit
Allerdings sind die Daten im Bereich Lebergesundheit alarmierend. In Deutschland leidet schätzungsweise jeder Vierte an einer steatotischen Lebererkrankung, kurz SLD (früher als Fettlebererkrankung bezeichnet), und vier Prozent haben sogar eine entzündete Leber aufgrund einer Stoffwechselstörung, erklärt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Bei den meisten chronischen Lebererkrankungen besteht im Stadium einer Leberzirrhose zudem ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Leberkrebs. Bei der Metabolischen dysfunktions-assoziierten Steatohepatitis, kurz MASH (vormals als nicht-alkoholische Steatohepatitis bzw. NASH bezeichnet), kann Leberzellkrebs sogar auftreten, bevor eine Leberzirrhose vorliegt.
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Um in der Advents- und Weihnachtszeit einer Gewichtszunahme vorzubeugen, sollten wir alle daher unser Ess- und Trinkverhalten überdenken. Traditionelle, fettreiche und süße Gerichte sowie das häufige Naschen können das Risiko für Übergewicht erhöhen. Insbesondere die Metabolischen dysfunktions-assoziierten steatotischen Lebererkrankung, kurz MASLD (Metabolic Dysfunction-associated Steatotic Liver Disease, früher als nicht-alkoholische Fettlebererkrankung bzw. NAFLD bezeichnet) ist stark mit Übergewicht verbunden und die am stärksten zunehmende Lebererkrankung in Deutschland bei Erwachsenen und Kindern. Die einzige wirksame Therapie bei einer MASLD ist bislang eine Änderung des Lebensstils durch gesunde Ernährung, Bewegung und Gewichtsreduktion sowie gegebenenfalls die Behandlung einer ebenfalls vorliegenden Diabetes-Erkrankung.
Tipps fürs leberfreundliche Schlemmen in der Advents- und Weihnachtszeit
Folglich sollte es im Sinne der Leber-Gesundheit auch in der Vorweihnachtszeit heißen: Gemütlichkeit und maßvolles Schlemmen genießen, ohne dass es für die Leber ungemütlich wird! Dazu hat die Deutsche Leberstiftung einige Tipps für eine leberfreundliche Advents- und Weihnachtszeit zusammengestellt:
- Ausgewogene Mahlzeiten
Ersetze reichhaltige Festmahlzeiten durch leichte und ballaststoffreiche Gerichte – diese unterstützen die Verdauung. Zum Beispiel können Fisch und Meeresfrüchte Fleisch ersetzen und ein gesundes und leckeres Weihnachtsessen sein. Lachs kann im Ofen gebacken und mit knackigem Gemüse serviert werden. Als Vorspeisen sind leichte Suppen und frische Salate empfehlenswert. Anstatt süße Desserts zu servieren, können auch Obststücke auf Spieße gesteckt und in flüssige Schokolade gedippt werden.
- Maßvolles Genießen
Gönnen Sie sich die Festtagsleckereien, aber in Maßen. Das hilft, die Belastung der Leber zu reduzieren. Und gehen Sie nicht hungrig auf eine Weihnachtsfeier, wer vorher beispielsweise einen kleinen Salat mit Nüssen oder ein Vollkornbrötchen mit einer Tofuscheibe zu sich nimmt, wird von den ungesunden, schweren Gerichten nicht zu viel essen. Auch langsam und bewusst zu essen ist entscheidend, denn das Sättigungsgefühl setzt erst nach circa 15 Minuten ein.
- Hydration ist entscheidend
Trinken Sie ausreichend Wasser oder Kräutertees. Das fördert den Stoffwechsel und unterstützt die Leber bei ihren zahlreichen Funktionen.
- Reduzierung von Alkohol
Beschränken Sie den Alkoholkonsum, Alkohol belastet die Leber zusätzlich.
- Bewegung einplanen
Planen Sie nach den Mahlzeiten Spaziergänge oder leichte körperliche Aktivitäten ein, um den Stoffwechsel zu unterstützen und gleichzeitig das Immunsystem zu stärken.
von Redaktion Diabetes-Anker
mit Materialien der Deutschen Leberstiftung
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55-
crismo antwortete vor 29 Minuten
Hi Thomas 🙂
Ja genau für Bestandskunden bekommt man den Simplera leider nicht. Ich habe / hatte jetzt 8 Jahre lang die Pumpen von Medtronic. Aktuell hab ich die 780g noch bis Ende März, dann Wechsel ich zur Ypsopumpe.
Ich war eigentlich immer zufrieden mit der Pumpe und den Sensoren. Doch seit gefühlt einem Jahr sind die Guardian 4 Sensoren so schlecht geworden. Ich war dauerhaft damit beschäftigt, einen Sensor nach dem anderen zu reklamieren. Die Sensoren hielten bei mir nur max. 4-5 Tage. Danach war Schluss. Verschiedene Setzstellen wurden getestet, auch der Transmitter wurde getauscht. Aber es half alles nichts.Jetzt werde ich wechseln. Den Simplera wollte ich dann einfach nicht noch länger abwarten. Denn Bestandskunden hatten da leider das nachsehen. Schade Medtronic!!!
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