Schlemmen in der Weihnachtszeit kann für die Leber ungemütlich werden – diese Tipps helfen

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Schlemmen in der Weihnachtszeit kann für die Leber ungemütlich werden
© Olga Romankova - AdobeStock
Schlemmen in der Weihnachtszeit kann für die Leber ungemütlich werden – diese Tipps helfen

Zur bevorstehenden Adventszeit und an den Festtagen gehört für die meisten Menschen ausgiebiges Schlemmen dazu. Und wenn dann noch zu wenig Bewegung dazu kommt, kann es für die Leber ungemütlich werden. Wie die Weihnachtszeit auch ohne Gewichtszunahme und negative Auswirkungen auf die Leber-Gesundheit genossen werden können, erklärt die Deutsche Leberstiftung.

Die meisten Menschen blicken in der anstehenden Advents- und Weihnachtszeit voller Vorfreude vor allem auf das leckere Essen und das süße Naschen: Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey freuen sich 21 Prozent der Befragten am meisten auf das weihnachtliche Festtagsessen, in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen sind es sogar 36 Prozent. Die weihnachtliche Deko landet mit 16 Prozent auf dem zweiten Platz der Vorfreude, gefolgt vom Plätzchenbacken mit acht Prozent.

Diese Vorliebe für süße Leckereien zeigt sich auch in den Produktionsschätzungen der deutschen Süßwarenindustrie. Laut dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie wurden im Jahr 2022 rund 169 Millionen Schokoladen-Nikoläuse und -Weihnachtsmänner für die Weihnachtszeit hergestellt. Das bedeutet einen Anstieg von 5,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon wurden etwa 109 Millionen Stück im deutschen Lebensmittelhandel, in Kaufhäusern und im Fachhandel verkauft, während der Rest exportiert wurde. Neben den Schokoladenfiguren gehören auch Dominosteine, Spekulatius und Glühwein zu den beliebten Naschereien in der Advents- und Weihnachtszeit.

Bewusstes Essen und Naschen rund um die Festtage ist gut für die Leber-Gesundheit

Allerdings sind die Daten im Bereich Lebergesundheit alarmierend. In Deutschland leidet schätzungsweise jeder Vierte an einer steatotischen Lebererkrankung, kurz SLD (früher als Fettlebererkrankung bezeichnet), und vier Prozent haben sogar eine entzündete Leber aufgrund einer Stoffwechselstörung, erklärt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Bei den meisten chronischen Lebererkrankungen besteht im Stadium einer Leberzirrhose zudem ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Leberkrebs. Bei der Metabolischen dysfunktions-assoziierten Steatohepatitis, kurz MASH (vormals als nicht-alkoholische Steatohepatitis bzw. NASH bezeichnet), kann Leberzellkrebs sogar auftreten, bevor eine Leberzirrhose vorliegt.

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Um in der Advents- und Weihnachtszeit einer Gewichtszunahme vorzubeugen, sollten wir alle daher unser Ess- und Trinkverhalten überdenken. Traditionelle, fettreiche und süße Gerichte sowie das häufige Naschen können das Risiko für Übergewicht erhöhen. Insbesondere die Metabolischen dysfunktions-assoziierten steatotischen Lebererkrankung, kurz MASLD (Metabolic Dysfunction-associated Steatotic Liver Disease, früher als nicht-alkoholische Fettlebererkrankung bzw. NAFLD bezeichnet) ist stark mit Übergewicht verbunden und die am stärksten zunehmende Lebererkrankung in Deutschland bei Erwachsenen und Kindern. Die einzige wirksame Therapie bei einer MASLD ist bislang eine Änderung des Lebensstils durch gesunde Ernährung, Bewegung und Gewichtsreduktion sowie gegebenenfalls die Behandlung einer ebenfalls vorliegenden Diabetes-Erkrankung.

Tipps fürs leberfreundliche Schlemmen in der Advents- und Weihnachtszeit

Folglich sollte es im Sinne der Leber-Gesundheit auch in der Vorweihnachtszeit heißen: Gemütlichkeit und maßvolles Schlemmen genießen, ohne dass es für die Leber ungemütlich wird! Dazu hat die Deutsche Leberstiftung einige Tipps für eine leberfreundliche Advents- und Weihnachtszeit zusammengestellt:

  • Ausgewogene Mahlzeiten
    Ersetze reichhaltige Festmahlzeiten durch leichte und ballaststoffreiche Gerichte – diese unterstützen die Verdauung. Zum Beispiel können Fisch und Meeresfrüchte Fleisch ersetzen und ein gesundes und leckeres Weihnachtsessen sein. Lachs kann im Ofen gebacken und mit knackigem Gemüse serviert werden. Als Vorspeisen sind leichte Suppen und frische Salate empfehlenswert. Anstatt süße Desserts zu servieren, können auch Obststücke auf Spieße gesteckt und in flüssige Schokolade gedippt werden.
  • Maßvolles Genießen
    Gönnen Sie sich die Festtagsleckereien, aber in Maßen. Das hilft, die Belastung der Leber zu reduzieren. Und gehen Sie nicht hungrig auf eine Weihnachtsfeier, wer vorher beispielsweise einen kleinen Salat mit Nüssen oder ein Vollkornbrötchen mit einer Tofuscheibe zu sich nimmt, wird von den ungesunden, schweren Gerichten nicht zu viel essen. Auch langsam und bewusst zu essen ist entscheidend, denn das Sättigungsgefühl setzt erst nach circa 15 Minuten ein.
  • Hydration ist entscheidend
    Trinken Sie ausreichend Wasser oder Kräutertees. Das fördert den Stoffwechsel und unterstützt die Leber bei ihren zahlreichen Funktionen.
  • Reduzierung von Alkohol
    Beschränken Sie den Alkoholkonsum, Alkohol belastet die Leber zusätzlich.
  • Bewegung einplanen
    Planen Sie nach den Mahlzeiten Spaziergänge oder leichte körperliche Aktivitäten ein, um den Stoffwechsel zu unterstützen und gleichzeitig das Immunsystem zu stärken.


von Redaktion Diabetes-Anker

mit Materialien der Deutschen Leberstiftung

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  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 6 Stunden

    Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

  • vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 17 Stunden

    Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀

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