Schwangerschaftsdiabetes

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Schwangerschaftsdiabetes

Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes nennt man eine Störung des Zuckerstoffwechsels, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt bzw. erkannt wird. Ein Gestationsdiabetes ist oft ein Vorbote eines Typ-2-Diabetes, der nach Ende der Schwangerschaft in einem hohen Prozentsatz nach ein paar Jahren wieder auftritt.

Hormonumstellung in der Schwangerschaft

Durch die Umstellung des Organismus während der Schwangerschaft kommt es zum Anstieg verschiedener Hormone im Blut, wie dem Östrogen, dem Progesteron sowie plazentaren Hormonen. Alle diese Hormone sind „Gegenspieler“ des blutzuckersenkenden Hormons Insulin und erhöhen so den Blutzucker. Ist die Insulinsekretion oder -wirkung beeinträchtigt, kann der Körper die erhöhten Blutzuckerwerte nicht mehr kompensieren.

Die Zuckerstoffwechselstörung tritt meist gegen Ende des zweiten Schwangerschaftsdrittels (ab der 24. Schwangerschaftswoche) auf und endet meist direkt nach der Entbindung des Kindes, um dann aber, wie oben dargestellt, im weiteren Verlauf wieder aufzutreten.

Behandlungsmaßnahmen

Zur Therapie reicht oft eine Ernährungsumstellung zur Normalisierung der Blutzuckerwerte aus, manchmal ist auch eine Insulintherapie nötig. Außerdem ist eine gute Betreuung durch den Gynäkologen wichtig. Denn wenn die Störung des Zuckerstoffwechsels nicht gut therapiert ist, kann das Ungeborene zu schnell wachsen trotz körperlicher Unreife. Für das Kind können die hohen Blutzuckerwerte der Mutter langfristige Folgen haben: Es läuft Gefahr, selbst übergewichtig zu werden und an Typ-2-Diabetes zu erkranken.

Der Schwangerschaftsdiabetes ist eine weltweit zunehmende Erkrankung und eine der häufigsten Schwangerschaftskomplikationen. In Deutschland entwickeln schätzungsweise 5 bis 10 Prozent aller schwangeren Frauen einen Schwangerschaftsdiabetes.

Screening ist mittlerweile Kassenleistung

Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) und andere Fachgesellschaften fordern seit langem Reihenuntersuchungen auf Gestationsdiabetes (GDM) mittels Zuckerbelastungstest. Am 3. März 2012 ist das Screening nun auf Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) verbindlich in die Mutterschaftsrichtlinien als Kassenleistung aufgenommen worden.


von Redaktion Diabetes-Journal

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  • lena-schmidt postete ein Update vor 2 Wochen

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße