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Studie: Neuerkrankungsrate des Typ-2-Diabetes geht zurück
3 Minuten

In Deutschland ist die Zahl der Neuerkrankungen mit Typ-2-Diabetes zwischen den Jahren 2014 und 2019 insgesamt zurückgegangen. Dies zeigen die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Diabetes-Zentrums. Allerdings förderte die Analyse auch weniger erfreuliche Fakten zutage: Bei jüngeren Menschen zwischen 20 und 40 Jahren stieg die Neuerkrankungsrate.
Eine Analyse von Forschenden des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) gibt Anlass zur Hoffnung: Die Neuerkrankungsrate (Inzidenz) des Typ-2-Diabetes ist in Deutschland in fast allen 401 Kreisen sowie auf Bundesebene insgesamt zurückgegangen. Die Untersuchung basiert auf anonymisierten Daten von allen rund 63 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland (ca. 85 Prozent der Gesamtbevölkerung), die im Zeitraum von 2014 bis 2019 erhoben wurden.
Steigende Neuerkrankungsrate des Typ-2-Diabetes bei Jüngeren „besorgniserregend“
Dabei zeigte sich, dass jedes Jahr ca. 450.000 Neuerkrankungen mit Typ-2-Diabetes erfasst wurden. Die jährliche Neuerkrankungsrate sank damit bei Frauen um 2,4 Prozent und bei Männern um 1,7 Prozent über alle Altersgruppen hinweg; vor allem bei den höheren Altersgruppen. Bei der Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen ist jedoch ein Anstieg der Neuerkrankungen zu verzeichnen: bei Männern um 2,9 Prozent und bei Frauen um 2,4 Prozent jährlich.
➤ zur Originalpublikation der Studie des DDZ
Die steigende Inzidenz bei jungen Menschen ist ein besorgniserregender Trend, so die Autorinnen und Autoren der Studie. Typ-2-Diabetes war früher hauptsächlich eine Krankheit des Alters, doch mittlerweile erkranken immer mehr junge Menschen daran. Dies liegt vor allem an einem ungesunden Lebensstil, der durch Bewegungsmangel und eine ungesunde Ernährung begünstigt wird. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung können das Risiko für die Erkrankung senken.
Zahl der Neuerkrankungen: das Saarland und die neuen Bundesländer scheren aus
Neben der steigenden Zahl an Neuerkrankungen bei den 20- bis 39-Jährigen weisen auch das Saarland und Teile der neuen Bundesländer tendenziell höhere Inzidenzraten für den Typ-2-Diabetes auf als der Rest Deutschlands. Im Nordwesten und Süden Deutschlands lag sie hingegen nahezu durchweg unter den Werten von 2014 (siehe folgende Abbildung). Insgesamt war in 14 Kreisen eine steigende Tendenz zu erkennen, an der Spitze lagen hier der Main-Kinzig-Kreis, der Kreis Dessau-Roßlau und der Kreis Gotha mit einem Faktor um mehr als 1 Prozent pro Jahr.

Die Prävalenz, also die Häufigkeit der bereits diagnostizierten Fällen von Typ-2-Diabetes in der Gesamtbevölkerung, steigt dennoch weiter an. Das liegt laut den Forschenden des DDZ daran, dass Menschen mit Typ-2-Diabetes immer besser medizinisch versorgt sind und dadurch eine höhere Lebenserwartung haben. Im Grunde also eine gute Nachricht.
Neuerkrankungsrate des Typ-2-Diabetes: aussagekräftige Studien sind bislang selten
Bislang sind Studien selten, die zeitliche Veränderungen von Typ-2-Diabetes-Neuerkrankungen in Deutschland untersuchen. Sie können entweder nur auf kürzere Zeiträume zurückblicken oder den zeitlichen Verlauf ausschließlich in vergleichsweise großen Regionen abbilden. „Daher war uns wichtig, einen möglichst langen Zeitraum zu untersuchen, damit verwertbare Trends entstehen und nicht nur eine Momentaufnahme erfolgt“, sagt der Erstautor der Studie, Dr. Thaddäus Tönnies vom Institut für Biometrie und Epidemiologie am DDZ. Die Analyse von insgesamt sechs Jahren erlaubte den Forschern, alters- und geschlechtsspezifische sowie regionale Trends zu ermitteln.
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„Auch, wenn die vorliegende Arbeit erstmals auf leicht sinkende Neuerkrankungsraten hinweist, muss weiterhin intensiv beobachtet werden, ob sich dieser Trend auch fortsetzt“, fordert Professor Dr. Michael Roden, Direktor der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf sowie Direktor des DDZ. Die Dynamik könne sich rasch wieder umkehren, wie Daten aus Dänemark zeigten. Auch eine gewisse Dunkelziffer der Menschen, die zwar bereits einen Typ-2-Diabetes haben, dieser aber noch nicht entdeckt wurde, schränken die Ergebnisse der Studie leicht ein.
Präventive Maßnahmen, gezielte Bewegungsangebote, gesunde Ernährungsgewohnheiten und die gesundheitliche Aufklärung der Bevölkerung gilt es weiterhin verstärkt zu fördern, um aus einem ersten Trend eine langfristige Kehrtwende für Deutschland einzuleiten, fordern die DDZ-Forschenden abschließend.
mit Materialien des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ)
von Gregor Hess
mit Materialien des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ)
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 3 Wochen, 3 Tagen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
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