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Typ-2-Diabetes und Gewicht in Schach halten mit Lebensstil-Anpassung und neuen Medikamenten
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Einer der Themenschwerpunkte im Programm des Diabetes Kongresses vergangene Woche in Berlin war, wie man Gewicht und Blutzucker insoweit dauerhaft senken kann, dass eine Remission des Typ-2-Diabetes erreicht wird – die Stoffwechselstörung also längerfristig zum Stillstand kommt. Studien zeigen, dass dies bereits mit einer systematischen Lebensstil-Anpassung gelingen kann. Zudem kommen nun neue Medikamente zur Unterstützung hinzu. Diese können vor allem Menschen mit Typ-2-Diabetes und starkem Übergewicht bei diesem Ziel zusätzlich unterstützen.
Auf dem von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) ausgerichteten „Diabetes Kongress“ vom 17. bis 20. Mai in Berlin kamen auch dieses Jahr wieder Tausende Teilnehmende aus ganz Deutschland und darüber hinaus zusammen, um sich über die neuesten Entwicklungen, Forschungsergebnisse und Behandlungskonzepte rund um das Thema Diabetes auszutauschen. Viele weitere haben sich zudem online dazugeschaltet, da einige der Vorträge und Symposien auch live übertragen wurden.
Die Tagung richtet sich vornehmlich an Personen, die Menschen mit Diabetes behandeln und versorgen oder zum Diabetes forschen. Aber auch Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Selbsthilfegruppen, aus der Industrie und den Medien waren vor Ort. So auch das Diabetes-Anker-Team, um für Euch zu berichten.
Gewicht und Blutzucker bei Typ-2-Diabetes runter: Lebensstilanpassung und neue Medikamente
Und interessante Schwerpunktthemen gab es einige auf dem Diabetes Kongress. Beispielsweise haben die Expertinnen und Experten sich über neue medikamentöse Wirkstoffe ausgetauscht, die nicht nur den Glukosespiegel senken, sondern gleichzeitig auch dafür sorgen, dass das Körpergewicht stark reduziert wird. Diese Kombination aus dauerhaft niedrigeren Blutzuckerwerten und Gewicht gepaart mit einer langfristigen Anpassung des Lebensstils kann sogar zu einer Remission des Typ-2-Diabetes führen. Damit ist eine Drosselung der Diabetes-Symptome hin zu einer Stoffwechsel-Normalisierung über eine längeren Zeitraum gemeint. Der Typ-2-Diabetes und das Fortschreiten seiner Symptome werden also – zumindest zeitweilig – zum Stillstand gebracht.
Dazu der Kongress-Präsident Professor Dr. Matthias Blüher: „Gewichtsverringernde Maßnahmen zählen zur grundlegenden Therapie der Stoffwechselerkrankung. Für gute Behandlungserfolge und eine nachhaltige Gewichtsreduktion ist eine konsequente Ernährungsumstellung und viel Bewegung entscheidend. Aus der Studienlage wissen wir, dass Betroffene mit Adipositas (starkes Übergewicht; Anm. d. Red.) ihr Ausgangsgewicht um mehr als 15 Prozent verringern müssen, um einen längerfristigen Stillstand ihres Typ-2-Diabetes, also eine Remission zu erreichen.“
Schon eine Lebensstil-Anpassung kann einen Typ-2-Diabetes und das Gewicht gut unter Kontrolle bringen
Studienergebnisse zu den Effekten einer Lebensstilanpassung zeigen, dass eine dauerhafte Ernährungsumstellung und regelmäßige moderate Bewegung zu einem entscheidenden Gewichtsverlust führen und somit den Langzeitblutzuckerwert HbA1c verbessern können. Je früher man einen Typ-2-Diabetes entdeckt und behandelt sowie es gelingt das Ausgangsgewicht zu senken, desto vielversprechender sind die Erfolgsaussichten einer Lebensstilanpassung beim Ernährungs- und Bewegungsverhalten bis hin zu einer Stoffwechsel-Normalisierung. Doch welche zusätzlichen Optionen gibt es, falls man mit einer solchen Lebensstilanapassung das Körpergewicht nicht entscheiden senken und den Glukosespiegel – auch mit den bislang zur Verfügung stehenden Medikamenten – normalisieren kann?
Bisher war bei starkem Übergewicht, das durch andere Behandlungsmethoden nicht reduziert werden konnte, nach einem ein mehrstufigen Übergang ein chirurgischer Eingriffe in Form einer Magenverkleinerung die erfolgversprechendste Behandlungsmethode – allerdings auch die ultimative. Denn ein solcher Eingriff ist schwerwiegend, erfordert eine engmaschige Nachbetreuung und nur ein Teil der Patientinnen und Patienten kommt dafür überhaupt in Frage.
Werden neue gewichtssenkende Medikamente zum Game-Changer?
Nun stehen seit Kurzem auch neue Wirkstoffe bereit, die diesbezüglich zum Game-Changer werden könnten. „Mit der nächsten Generation von Medikamenten der Typ-2-Diabetes-Therapie wie beispielsweise Semaglutid und Tirzepatid könnte diese Lücke geschlossen werden,“ zeigte sich Prof. Blüher optimistisch, der als Direktor des Helmholtz-Instituts für Metabolismus-, Adipositas- und Gefäßforschung (HI-MAG) des Helmholtz Zentrum München an der Universität Leipzig tätig ist.
Bei den von Blüher angesprochenen neuartigen Medikamenten handelt es sich um inkretinbasierte Wirkstoffe (GLP-1-Rezeptor-Agonisten bzw. GIP-/GLP-1-Rezeptor-Agonisten), die die Funktion von körpereigenen Darmhormonen nachahmen. Sie regulieren so den Blutzucker und sorgen zusätzlich für eine Drosselung des Appetits. Ähnliche Präparate sind bereits seit ca. 15 Jahren auf dem Markt. Die beiden neuen Wirkstoffe zeichnen sich aber dadurch aus, dass sie zusätzlich zur blutzuckersenkenden Wirkung das Gewicht noch deutlicher reduzieren können, als die bislang verfügbaren.
Weitere Themenschwerpunkte auf dem Diabetes Kongress
Auch zum Thema Diabetes-Technologie und Digitalisierung gab es Neuigkeiten auf dem diesjährigen Diabetes Kongress. Einen ausführlichen Bericht dazu findest Du hier.
Der GLP-1-Rezeptor-Agonist Semaglutid kann schon etwas länger zur Behandlung des Typ-2-Diabetes verschrieben werden. Durch seine erheblichen Effekte auf das Körpergewicht wurde er mittlerweile auch für die Behandlung von starkem Übergewicht zugelassen, auch wenn kein Diabetes vorliegt. Diese sehr begrüßenswerte Eigenschaft hat jedoch dazu geführt, dass es aufgrund der hohen Nachfrage mittlerweile weltweit zu Lieferengpässen kommt, da manche es zudem – angestachelt durch Prominente und Social-Media-Beiträgen – sogar als Lifestyle-Medikament zur vermeintlich bequemen Gewichtabnahme einsetzen. Über die missbräuchliche Nutzung von Semaglutid, das unter dem Handelsnamen Ozempic erhältlich ist, haben wir bereits im vergangenen Herbst berichtet.
von Redaktion Diabetes-Anker
mit Materialien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….