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Vorstoß bei der Zuckersteuer: Frische Brise aus dem Norden
3 Minuten
Einige Zeit war es ruhig um die Zuckersteuer. Nun hat sich die CDU-geführte Landesregierung Schleswig-Holsteins der Sache verschrieben und einen Vorstoß gemacht. Die Argumente sind bekannt: Zu starker Zuckerkonsum verursacht erhebliche gesundheitliche Probleme und auch enorme gesellschaftliche Kosten.
Im Oktober letzten Jahres war im Landesparlament von Schleswig-Holstein ein Loblied auf die Zuckerabgabe in Großbritannien zu hören. „Durch diese Maßnahme ist der Zuckerkonsum bei Kindern um rund 5 Gramm pro Tag, bei Erwachsenen sogar um 11 Gramm pro Tag gesunken. Forschende schätzen, dass dadurch jährlich über 5000 Fälle von Fettleibigkeit bei Schulkindern verhindert werden konnten. Darüber hinaus wurde die Zahngesundheit bei Kindern und Jugendlichen ebenfalls verbessert“, berichtete Cornelia Schmachtenberg.
Auffällig an diesem Redebeitrag war aber vor allem die Parteizugehörigkeit der Abgeordneten: Schmachtenberg sitzt für die CDU im Landtag. Sie betonte in der Debatte auch den Ansatz hinter der viel diskutierten Abgabe. „Und das alles, ohne den Menschen irgendetwas wegzunehmen. Eine Zuckersteuer bedeutet also kein Verbot, sondern einen ökonomischen Anreiz. Das Ziel ist dabei doch, dass die Unternehmen gar keine Steuer zahlen müssten, weil so wenig Zucker in den Getränken enthalten ist“, veranschaulichte Schmachtenberg.
Denn das Konzept der „Zuckersteuern“ ist in allen Ländern, die sie bisher umgesetzt haben, ähnlich. Erst ab einem bestimmten Zuckergehalt werden die Abgaben fällig. In Großbritannien liegt die Grenze zum Beispiel derzeit bei 5 Gramm Zucker pro 100 Milliliter.
Bundesweite Aufmerksamkeit
Besonders überraschend war Schmachtenbergs Debatten-Beitrag nicht mehr. Denn Ende September hatten die Schleswig-Holsteiner CDU-Landespartei und -Landtagsfraktion auf einer Klausurtagung bereits in der „Rendsburger Erklärung“ einen Beschluss zur Forderung nach einer nationalen Zuckersteuer gefasst.
Verschiedene Punkte haben dem Vorstoß pro Zuckersteuer bundesweite Aufmerksamkeit gebracht: natürlich die Tatsache, dass die CDU bisher mit der Ausnahme des langjährigen Bundestagsabgeordneten Dietrich Monstadt nicht zu den Fans der Zuckersteuer gehörte. Und der Landesverband im hohen Norden ist keine unbedeutende Randgruppe der Partei. Mit Daniel Günther stellt sie den Ministerpräsidenten und mit ihrer stellvertretenden Landesvorsitzenden Karin Prien auch die Bundesfamilienministerin.
„Eine Zuckersteuer ist politisch und ökonomisch längst geboten, weil zu starker Zuckerkonsum erhebliche gesundheitliche Probleme und damit auch enorme gesellschaftliche Kosten verursacht“, positionierte Günther sich in einem Interview mit der „Welt“ klar. Eigentlich war das Thema Zuckersteuer etwas aus dem Fokus der Politik geraten, im Koalitionsvertrag der aktuellen CDU/SPD-Bundesregierung ist das Thema nicht zu finden.
Steuerlicher Vorteil
- Über 20 Jahre erwartet eine Studie durch eine Zuckersteuer 4 Milliarden Euro Einsparungen im Gesundheitswesen für Deutschland.
- Die gesamten volkswirtschaftlichen Vorteile würden bei deutlich mehr als 16 Milliarden Euro liegen.
- 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind übergewichtig.
Reaktionen aus der Politk
Die Reaktionen auf den unerwarteten Vorstoß ließen nicht lange auf sich warten. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil von der SPD verwies über eine Sprecherin schlicht auf den Koalitionsvertrag und äußerte so Skepsis. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer von der Schwesterpartei CSU lehnte die Zuckersteuer klar ab. „Bei Zucker, Fett und Salz in Fertigprodukten haben wir eine freiwillige Reduktionsstrategie mit der Lebensmittelwirtschaft vereinbart“ und die wirke, erklärte er in der „Rheinischen Post“.
Der frühere Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach stellte sich auf die Seite der Freunde einer solchen Abgabe. „Die Einführung einer Zuckersteuer würde zahlreiche Fälle von Diabetes, Nierenerkrankungen und Herzinfarkten vermeiden. Auch die Krankenkassenbeiträge würden entlastet“, sagte der SPD-Politiker dem „Tagesspiegel“.
Auch sein früherer Kabinettskollege Cem Özdemir (Grüne) begrüßte den Beschluss. „Ich würde die CDU-Initiative für eine Zuckersteuer nach britischem Vorbild für die Gesundheit unserer Kinder unterstützen“, erklärte der Kandidat für die Position des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg.
Der Zuckersteuer näher kommen
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Günther hat angekündigt, auf zwei Wegen einer bundesweiten Zuckersteuer näher zu kommen. Über die Landesregierung soll noch im ersten Quartal 2026 eine Initiative im Bundesrat dafür eingebracht werden.
Und für den CDU-Bundesparteitag im Februar stellte der Landesverband einen Antrag, der auch die Bundespartei auf die Einführung „einer nationalen Zuckersteuer auf Getränke mit hohem Zuckeranteil, insbesondere Soft Drinks und Energy-Drinks, als marktwirtschaftliches Lenkungsinstrument zur Reduktion des Zuckergehalts und des Konsums“ verpflichten will, auch hier mit gestaffelten Sätzen als Anreiz zur Reduktion des Zuckergehalts.
Die Einnahmen der neuen Steuer sollen zweckgebunden zur Finanzierung gesundheitsfördernder Präventionsmaßnahmen insbesondere für Kinder und Jugendliche verwendet werden. Schließlich plädiert die CDU Schleswig-Holstein in ihrem Antrag für eine verpflichtende Bewertung der gesundheitlichen und wirtschaftlichen Effekte der Zuckersteuer innerhalb eines angemessenen Zeitraums.
In der Antrags-Kommission der Bundes-CDU stieß der Vorstoß aus Kiel auf Vorbehalte. Im Bundesrat kann Schleswig-Holstein auf mehr Befürworter hoffen: 2024 hatten mit Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen und dem Saarland schon neun Bundesländer eine Zuckersteuer gefordert. Der CDU-Politikerin Schmachtenberg hat ihr Bekenntnis zur „Zuckersteuer“ im Landesparlament übrigens nicht geschadet: Mitte November wurde sie von Günther zur Landwirtschaftsministerin von Schleswig-Holstein ernannt.
von Marcus Sefrin
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (3) Seite 52-53
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 2 Wochen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
