Kolumne | Zum guten Schluss: Life-Work-Balance

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© Christian Mentzel
Kolumne | Zum guten Schluss: Life-Work-Balance

Ein volles Eiscafé am Werktagnachmittag nimmt Dr. Hans Langer zum Anlass für eine pointierte Kolumne über Life-Work-Balance, Fachkräftemangel und veränderte Ansprüche an Arbeit. Zwischen Nachtdienst, 4-Tage-Woche und Freizeitwunsch bleiben offene Fragen – und ein gutes Eis.

Letzte Woche saß ich mit meiner Frau Gaby im Eiscafé. Es war gegen 15 Uhr, der Laden war brechend voll. Ich hatte an diesem Tag nach einem Nachtdienst frei und auch Gaby hatte ein paar Tage wegen Überstunden frei.

“Warum ist es am helllichten Tag in der Woche schon so voll hier?”, fragte ich Gaby. “Eigentlich müssten die Leute doch alle auf der Arbeit sein.” Mit einem Augenrollen warf Gaby mir nur ein Stichwort zu: “Life-Work-Balance.” Verwundert fragte ich: “Heißt das nicht Work-Life-Balance?” So entstand eine lebhafte Diskussion über Arbeit und Freizeit.

Man kann schon feststellen, dass vielen Menschen ihre Freizeit wichtiger ist als ihre Arbeit. Da gibt es Menschen bei uns in der Diabetes-Klinik, die sich nach Abschluss ihres Medizin-Studiums nicht in die Arbeit stürzen, wie wir das früher getan haben, sondern nach einer 80-Prozent-Stelle suchen. Und Kollegen in Gabys Bank diskutieren über die 4-Tage-Woche, natürlich bei vollem Lohnausgleich. Gaby fügte noch hinzu, dass ihr unlängst der Sohn unserer Nachbarin mitgeteilt hatte, er plane, sich nach dem Abitur nicht das Leben mit Arbeit kaputt zu machen.

Diametraler Gegensatz

Man fragt sich, wohin eine solche Einstellung zur Lebensführung und zur Arbeit langfristig führen wird. “Sie können es sich halt leisten”, meinte Gaby, “denn das ist dem allgemeinen Mangel an Fachkräften geschuldet. Jeder ist froh, wenn er überhaupt genügend Mitarbeiter findet, auch wenn diese nicht den gewünschten Einsatz bringen möchten.”

Dem kann ich nur zustimmen und ich kenne viele Menschen, bei denen der Leistungswille am Arbeitsplatz in diametralem Gegensatz zu den Wünschen und Forderungen bezüglich Geld und Freizeit steht. Wie lange kann ein Land wie unseres es sich noch leisten, diesen Forderungen und dieser Einstellung nachzugeben? Was muss passieren, damit die Menschheit wieder zur Vernunft kommt? Stammtischparolen werden sicher nicht weiterhelfen, sondern eher der Satz “wer nicht hören will, muss fühlen”.

Wer sensibel ist, hat vielleicht schon etwas gefühlt, beispielsweise, dass in unserem Land viele Dinge nicht mehr normal funktionieren. Lieferengpässe bei Medikamenten zum Beispiel sind da nur der Anfang. Eine Antwort auf all diese Fragen haben Gaby und ich nicht gefunden, aber wenigstens hat das Eis gut geschmeckt.

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.

von Dr. Hans Langer

Dr. Hans Langer war ein fiktiver Charakter im Rahmen der Kolumne „Zum guten Schluss“, die von 2013 bis 2024 im Diabetes-Journal erschienen ist. Hinter der Rolle als Arzt in einer Diabetes-Klinik, der aus seinem Berufsleben berichtete, steckte ein echter Mensch, mit ähnlichem Hintergrund.

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (6) Seite 82

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  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Tagen, 17 Stunden

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat

    Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/