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Ready to Rumble: Die ultimative Checkliste für die Festivalsaison
4 Minuten

Bisher konnte man nur an vereinzelten Tagen ahnen, dass der Frühling vor der Tür steht. Das bedeutet auch, dass die Festivalsaison bald beginnt. Der richtige Zeitpunkt, um mal darüber zu schreiben, was wir als Diabetiker beachten sollten.
Festivals und Konzerte wirken sich oft wie Sport auf den Körper aus. Zumindest, wenn man nicht den ganzen Abend Augenbrauenpogo an der Theke tanzt.
Deswegen solltet ihr in diesen Situationen mit eurem Diabetes umgehen wie beim Sport. Wie euer Körper da reagiert, wisst ihr am besten!
Allgemein solltet ihr vorher den Blutzucker messen und gegebenenfalls die Basalrate reduzieren oder den Bolus der letzten Mahlzeit senken. Wenn ihr zu niedrig seid, schiebt auf jeden Fall vorher noch 1-2 BE hinterher. Am besten langanhaltende Kohlenhydrate.
„Probieren geht über Studieren“
Ich halte meinen Zucker gerne um 180 mg/dl (10,0 mmol/l). Denn ich muss aufpassen: Wenn ich vorher schon zu hoch bin, passiert es bei mir ganz schnell, dass der Zucker noch weiter steigt. Die Leber merkt, wie der Körper unter Anstrengung steht, und schüttet Zucker aus. Wie der Körper aber genau reagiert, ist bei jedem anders. Hier gilt: Erfahrungen sammeln.
Ich fühle mich tatsächlich am sichersten, wenn ich alles bei mir habe. Auf Konzerten habe ich immer eine kleine Bauchtasche, in der ich Traubenzucker, Testgerät und sogar mein Bolusinsulin habe. Damit ich für beide Fälle – Unterzucker und Überzucker – gewappnet bin.
Denkt daran: Alkohol senkt den Blutzucker. Solltet ihr welchen trinken, korrigiert nicht, sondern esst lieber noch eine Kleinigkeit.
Konzertcheckliste
- Geld
- Ausweis
- Notfallausweis/Diabetikerpass
- Testgerät
- Kurzzeitinsulin
- Traubenzucker
- Süßigkeiten, die ihr gerne bei Unterzuckerungen esst und die leicht verstaubar sind. KEINE Schokolade! Diese schmilzt zu schnell.
- Capri Sonne. Da meistens Flaschen über 0,5 Liter verboten werden (Wurfgeschosse), habe ich immer Capri Sonnen dabei. Die sind erlaubt, auch mehr als 0,5 Liter.
- Dextrose-Gel
- Einen Freund in der Nähe, der Bescheid weiß und euch immer mal wieder etwas im Blick hat. Am besten stattet ihr ihn auch mit Traubenzucker aus.
Auf einem Festival braucht man das Ganze natürlich auch, nur in größeren Mengen, da es öfters mehrere Tage dauert. Ihr solltet darauf achten, dass ihr euer Insulin kühl, trocken und geschützt vor Hitze und Sonne aufbewahrt. Ich habe immer eine kleine Kühltasche, in der ich alles lagere. Das Ganze habe ich in einem abgeschlossenen Koffer oder im Auto. Wenn ich mich dann zu den Bühnen aufmache, packe ich meine Tagesration in einen Rucksack und das Wichtigste in die Bauchtasche oder Hosentaschen: Am besten tragt ihr auch immer etwas Geld bei euch – und natürlich etwas, das euch im Notfall als Diabetiker ausweist. Auf Festivals ist man natürlich immer viel zu beschäftigt, um sich genauestens um den Diabetes zu kümmern. Seine Zeit kann man dort viel besser vertreiben, ist ja klar. Vergesst aber trotzdem nicht, oft genug zu messen und auf alles achtzugeben! Nur, wenn es euch gut geht, könnt ihr das Festival ohne Probleme genießen! Und weil Vorsicht besser ist als Nachsicht, habe ich für alles Ersatz dabei.
Checkliste für’s Festival
- Ausweis
- Geld
- Diabetikerpass/Notfallausweis
- Handy/Ladegerät
- Diese aber auch bei sich tragen. In einer Tasche im Zelt nützt sie niemandem, wenn ihr unterwegs seid.
- Blutzuckermessgerät. Im besten Fall noch ein Ersatzgerät
- Ersatzpens. Für solche Fälle nehme ich auch gerne Einwegpens mit.
- Ersatzbatterien für das Testgerät und Pumpe (für die Pumpenträger)
- Genügend Teststreifen + eine Ersatzpackung
- Lanzetten
- ausreichend Pennadeln
- Schmerztabletten
- Labello
- Handcreme
- Desinfektionsspray
- Desinfektionstücher (falls ihr mal nichts habt, wo ihr eure Hände waschen könnt)
- Traubenzucker
- andere Süßigkeiten
- Capri Sonne
Wichtig für Festivals sind auch
- genügend zu trinken (am besten Wasser)
- andere Medikamente, falls ihr welche benötigt
- Sonnencreme
- Salzstangen etc. (für die Elektrolyte)
- Obst (für die Vitamine)
- Zelt
- Schlafsack
- Regensachen
- Sonnenbrille
- Campinggeschirr + Kocher
- Nahrung
- Taschentücher
- Toilettenpapier
- Taschenmesser (Pinzette etc.)
- Pflaster
- Wundcreme
- Und ganz wichtig: Freunde! Freunde nicht nur, damit ihr jemanden bei euch habt, der Bescheid weiß und etwas aufpasst, sondern auch zum Spaßhaben und um die gemeinsame Zeit zu genießen!
Auch wenn ihr auf einiges achten müsst, lasst euch diese Zeit niemals von eurem Diabetes ruinieren. Lasst ihn nicht über euch regieren. Jeder kennt seinen Diabetes am besten und wenn ihr ein paar Grundregeln beachtet, sollte er euch an solchen Tagen nicht in die Quere kommen, sodass ihr alles in vollen Zügen auskosten könnt. Genießt die Zeit und macht euch nicht zu viele Gedanken. Auf einen aufregenden Sommer und viel Spaß auf Konzerten und Festivals!
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 3 Wochen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/









Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße