Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #22 | Reisen mit Typ-2-Diabetes – medizinisch gut organisiert

3 Minuten

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt – Urlaubsmodus on – Medizinisch gut organisiert
© lvcandy - iStockphoto
Community-Beitrag
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #22 | Reisen mit Typ-2-Diabetes – medizinisch gut organisiert

Reisen mit Typ-2-Diabetes braucht medizinische Vorbereitung: Caro erklärt, warum Medikamente, Teststreifen und Messgerät ins Handgepäck gehören, wie Kühlung unterwegs gelingen kann und weshalb Zeitverschiebung vorab mit dem Diabetes-Team besprochen werden sollte.

Steht das Ziel erstmal fest, so kann es mit der Reise ja rein theoretisch losgehen, oder? Doch wie genau sieht es eigentlich mit der Mitnahme von Medikamenten aus?

Ein kleiner Vorrat für alle Eventualitäten

Als Mensch mit Typ-2-Diabetes führe ich natürlich das ein oder andere Medikament sowie mein Blutzuckermessgerät inklusive Teststreifen und Lanzetten mit mir mit. Was die Medikamente und die Teststreifen anbelangt, so würde ich immer empfehlen, ein bisschen mehr als nötig einzupacken. Sollte es doch mal unerwartet zu einer (unfreiwilligen) Verlängerung des Aufenthalts kommen, ist man einfach vorbereitet. Doch Achtung, in vielen Ländern dürfen Medikamente nur mit „üblichen Bedarf“ eingeführt werden. Du solltest also sichergehen, dass Du nicht für 6 Monate packst, wenn Du nur 2 Wochen verreist! 😉

➤ zu Caros Instagram-Profil

Better safe than sorry

Was das Handling während der Reise anbelangt, so würde ich immer darauf achten, dass alles in greifbarer Nähe ist. Sprich: im Handgepäck. Zum einen kann da so gut wie nichts verloren und zum anderen auch nichts „kaputt“ gehen, was eventuell (überlebens-)notwendig wäre. Falls Du Dir Sorgen machst, dass Dir die Sicherheitskontrolle hier einen Strich durch die Rechnung macht, so würde ich Dir empfehlen, vorab bei Deiner Ärztin bzw. Deinem Arzt eine Bescheinigung ausstellen zu lassen, die bestätigt, dass Du alle verschriebenen Medikamente mit Dir führen solltest. Am besten auch in Englischer Sprache, so dass Du dieses Zertifikat für zukünftige Reisen immer recyceln kannst.

Blutzuckermessgerät inkl. Lanzetten und Teststreifen-Vorrat. Foto: privat.
Doppelte Menge Tabletten für 2 Wochen als kleiner Vorrat, falls mal was verloren geht. Foto: privat.

Kühlung funktioniert auch unterwegs

Natürlich gibt es auch Medikamente, die gekühlt werden müssen bzw. die nur eine begrenzte Zeit aus der Kühlkette entnommen werden dürfen. Bei einem Roadtrip kann man easy eine kleine Kühltasche mitführen und im Kofferraum oder auf der Rückbank verstauen. Doch bei Flugreisen gestaltet sich das etwas komplizierter, da die Kühltasche meist zu viel von dem wenig verfügbaren Platz einnimmt. Sollte Dich das aber nicht stören, dann wunderbar! Problem gelöst. Falls doch ist meine Taktik, die Medikamente in Alufolie einzuwickeln anstelle des Mitführen einer Kühltasche.

Denn die Alufolie hält kühl und an Board ist es ja generell klimatisiert. Und später in den Unterkünften gibt es oftmals Kühlschränke oder Minibars, wo die Medikamente dann gelagert werden können.

Caros Kolumne

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Caros Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!

➤ alle Kolumnen-Beiträge von Caro

Der richtige Einnahme-Intervall

Der Vorteil von Urlaubsreisen mit Zielen innerhalb von Europa ist, dass die Zeitverschiebung relativ gering ausfällt und somit Dein Rhythmus nicht gestört wird. Das sieht bei Langstrecken-Ziele schon ganz anders aus, denn hier geht die Zeitverschiebung bis maximal 14 Stunden hoch. Der Tag wird somit zur Nacht und die Nacht zum Tag. Doch wann sollte man dann seine Medikamente einnehmen?

Kurz vor meiner Reise an die Westküste der USA hatte ich genau dieselben Fragen im Kopf und diese zum Checkup-Termin bei meiner Diabetologin mitgenommen gehabt. Ihre Empfehlung war, die Dosis dem neuen Tagesrhythmus anzupassen und weiterhin morgens die Tablette einzunehmen. Um auch hier sicherzugehen, wann Du Deine Medikamente am besten einnehmen solltest, würde ich auch hier immer Rücksprache mit Deiner Ärztin bzw. Deinem Arzt halten.

➤ Erfahre im Video mehr über Caro und ihr Leben mit Typ-2-Diabetes

Was ist Deine Erfahrung beim Reisen mit Medikamenten? Schreibe es gerne in die Kommentare!


von Caro

Avatar von sweet-caromell-type2
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Laura Heyn im Interview: Mit Diabetes gelassen und selbstbestimmt sein
Spontanen Reisen mit Freundinnen zeigen Laura Heyn, dass sie ihr Leben auch mit Diabetes selbst gestalten kann. Die Community und weniger Perfektionismus haben ihr geholfen, nach einer schweren Ketoazidose wieder ­Vertrauen in sich und ihren Körper zu finden.
Laura Heyn im Interview: Mit Diabetes gelassen und selbstbestimmt sein | Foto: Jennifer Sanchez / MedTriX

16 Minuten

Kolumne „Fernweh“: Reisen auf Knopfdruck
Früher war Reisen anders. Analoger. Weniger planbar. Abenteuerlicher. Aber auch besser? Wie so oft im Leben lautet die Antwort: Jein. Heutzutage läuft alles digitaler und per Knopfdruck ab, was gerade das Reisen mit Diabetes einfacher machen kann, wie Susanne in der Kolumne „Fernweh“ berichtet.
Kolumne „Fernweh“: Reisen auf Knopfdruck | Foto: DesignSells – stock.adobe.com

2 Minuten

Community-Beitrag
Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Hallo, hat hier noch jemand Doppeldiabetes (durch Corona verursacht oder warum auch immer)? Ich würde mich gerne austauschen.

  • olivers postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂