Video – Caro: „Die Diagnose war für mich ein Signal zum Aufwachen“

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Video – Caro „Die Diagnose war für mich ein Signal zum Aufwachen“
Foto: Christian Duda – MedTriX Group
Video – Caro: „Die Diagnose war für mich ein Signal zum Aufwachen“

Caro ist 29 Jahre alt und vor zwei Jahren wurde bei ihr ein Typ-2-Diabetes festgestellt. Der Weg zur Diagnose verlief allerdings nicht geradlinig. Da gab es einige Umwege, und davon hat uns Caro bei einem Treffen in Mainz erzählt. Im Video berichtet sie zudem, wieso die Diagnose auch ein wichtiges Signal für sie war, was sich seitdem für sie verändert hat und wie sie mitten im Corona-Lockdown eine neue sportliche Leidenschaft entdeckt hat.

Für Caro begann alles mit einem seltsamen roten Fleck an einem ihrer Schienbeine. Der war plötzlich da; eine offensichtliche Erklärung dafür gab es zunächst nicht. Vielleicht ein entzündeter Mückenstich? Doch dann kamen weitere Flecken hinzu und Caro wurde immer ratloser. Es folgte eine Arzt-Odyssee, die zunächst auch keine Klarheit brachte und die junge Marketing-Managerin immer mehr frustrierte und verzweifeln ließ. Bis ein Bluttest bei ihrer Hausärztin zeigte: Caro hat Typ-2-Diabetes, und die Flecken sind eine Hauterscheinung, die bei Menschen mit Diabetes auftreten kann. Der Fachbegriff dafür ist “Necrobiosis Lipoidica”.

Im Video spricht Caro über ihre Diabetes-Diagnose und was sich seitdem für sie verändert hat:

Die Diabetes-Diagnose schon in ihrem Alter war für Caro ein großer Schock, den sie erst einmal verarbeiten musste. Anschließend hat sie ihr Leben und ihren Alltag neu geordnet. Vor allem hatte sie zuvorderst den Drang, sich eingehend über Diabetes, die Behandlungsmöglichkeiten und das Leben mit der Stoffwechselerkrankung zu informieren. Ihr Umfeld gab ihr zum Glück viel Halt – und tut dies noch heute.

Caros Leben nach der Diabetes-Diagnose: ein bewussterer Lebenswandel und eine neue Leidenschaft

Da Caro eine starke und lösungsorientierte Frau ist, fand sie sich bald in der neuen Situation zurecht: Sie suchte sich einen Diabetologen, achtete stärker darauf, sich gesund zu ernähren und baute mehr Bewegung in ihren Alltag ein. Und als der coronabedingte Lockdown die Möglichkeiten fürs Sporttreiben arg einschränkte, entdeckte sie im Internet mit Hula-Hoop eine neue Leidenschaft für sich – perfekt für drinnen und draußen! Der Start mit dem Reifen war nicht einfach, aber sie lernte, mit dem Sportgerät sicher umzugehen und seitdem hat das „Hullern“ einen festen Platz in ihrem Alltag.

Im Video könnt Ihr auch sehen, wie Caro versucht, Diabetes-Anker-Redakteur Gregor Hess den Umgang mit dem Hula-Hoop-Reifen beizubringen. Leider ohne Erfolg – was allerdings mehr an seinen mangelnden Fähigkeiten als an ihrer Qualifikation als Trainerin liegt…

Caros Blog: „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Caro ist nicht nur Protagonistin in unserem Video, sondern schreibt auch einen exklusiven Blog hier auf dem Diabetes-Anker. Jede Woche erzählt sie in einem neuen Beitrag, wie sich ihr Leben als junge Frau nach der Diagnose Typ-2-Diabetes gewandelt hat, wieso diese für sie auch ein Signal war, ihren Lebensstil zu überdenken und was sie seitdem erlebt hat. Mit ihrer positiven Art und Einstellung macht sie anderen Betroffenen dabei stets Mut, gibt Tipps und vermittelt: Du bist nicht allein!

➤ zur Übersicht der Blog-Beiträge

Woher bekommt man nach der Diabetes-Diagnose verlässliche Informationen?

Bei ihrer Recherche kurz nach der Diagnose stellte Caro fest, dass fundierte, übersichtliche Informationen über Diabetes trotz des vermeintlich großen Angebots gar nicht so leicht zu finden sind – gerade für Menschen, die die Diagnose gerade erst erhalten haben. Zumindest fand sie dazu auch viel Irreführendes und Widersprüchliches. Den Diabetes-Anker gab es damals noch nicht.

Auch hat sie schnell gemerkt, dass es zwar zu Typ-1-Diabetes mittlerweile eine große und engagierte Online-Community für den Austausch untereinander gibt, das Angebot für Typ-2-Diabetes aber noch sehr überschaubar war. Also hat sie sich entschlossen, selbst aktiv zu werden und ein Instagram-Profil anzulegen, auf dem sie seitdem offen über ihr Leben mit Diabetes spricht und informiert. Seit Oktober dieses Jahres schreibt sie zudem Beiträge im Blog „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ mit vielen Tipps und Ratschlägen für andere Betroffene, die wöchentlich exklusiv auf dem Diabetes-Anker erscheinen (siehe Kasten oben).

➤ weitere Videos findest Du auf dem Diabetes-Video-Anker



von Gregor Hess, Lena Schmidt und Christian Duda

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 6 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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