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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #26 | Sommer, Sonne und mehr
4 Minuten

Hohe Temperaturen, Wassereinlagerungen und steigende Blutzuckerwerte: Der Sommer stellt Menschen mit Diabetes vor besondere Herausforderungen. Caro erklärt, wie Bewegung und Alltagsanpassungen trotz Hitze gelingen können.
Habe ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich absolut kein Sommermensch bin? Ich sehe mich eher so im Team Herbst. Oder Winter. Frühling ist auch okay. Aber Sommer? Die Jahreszeit könnte ich einfach überspringen.
Falls Du Dich nun fragst, wie jemand auf Sommer, Sonne, Schwimmbad, Grillen oder draußen sitzen – ohne zu frieren – verzichten kann, zu dem kann ich nur sagen, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt. Ich verbinde mit Sommer Wassereinlagerungen, viel Schwitzen, Schlafen bei hohen Temperaturen, Beine zeigen und erhöhte Blutzucker-Werte. Und bei diesen Temperaturen soll man sich dann auch noch regelmäßig sportlich betätigen und gesund ernähren. Aber natürlich nicht mit Wassermelone – DAS erfrischendste Sommer-Food überhaupt – denn die treibt ja meinen Blutzucker in die Höhe, siehe #24 („Ganz schön freche Früchtchen!”).
Jeder, der mal bei 34° Grad Sport gemacht hat, weiß, dass es absolut kein Vergnügen ist und man sich lieber Zuhause verbarrikadieren oder am See chillen möchte. Doch das aktive Diabetes-Management muss schließlich weitergehen. Daher heißt es: kreativ werden!

Falls Du, wie ich, ebenfalls darunter leidest, dass Deine Blutzucker-Werte im Sommer auch immer höher sind, kann ich Dir eins vorab sagen: Es ist zwar unschön, aber auch diese Phase geht vorbei. Tatsächlich ist auch nicht ausschließlich die Wärme daran schuld, dass unsere Werte im Sommer in die Höhe schießen, sondern bei vielen ist es so, dass im Verhältnis zu den steigenden Temperaturen nicht ausreichend viel getrunken wird, weshalb der Körper dehydriert und der Blutzucker ansteigt.
Bei Menschen mit einer Insulintherapie kann es dagegen zu ganz anderen Auswirkungen bei starker Hitze kommen. Und zwar laufen sie Gefahr, zu unterzuckern, da das Insulin bei der Wärme schneller wirkt. Und kommt dann noch Bewegung dazu, so können die Blutzuckerwerte rasch in den Sinkflug gehen. Gerade bei diesen extremen Wetterverhältnissen ist Achtsamkeit angesagt. Sprich: Höre auf Deinen Körper, überfordere ihn nicht und trinke immer genug Wasser. 1,2
Einer der Nachteile von Diabetes ist, dass dieser niemals eine Pause macht. Was bedeutet, dass unabhängig von Wetterlagen das Diabetes-Management einfach durchgezogen werden muss – so auch bei über 30° Grad. Doch was macht man, wenn man sich aufgrund der heißen Temperaturen einfach nicht zum Sport aufraffen kann? Oder ein Spaziergang ohne Schattenplätzchen einer Grillröstung gleicht? Der magische Schlüssel ist hier, sich Alternativen zu suchen und ggf. den Alltag etwas umzustrukturieren.
Meine 5 Tipps für Bewegung an heißen Sommertagen:
1.) Verschiebe Deine Spazierrunde in die frühen Morgenstunden. Wenn Du zu denen gehörst, die gerne in der Mittagspause oder am Nachmittag spazieren gehen, so empfehle ich Dir, dies in die frühen Morgenstunden zu legen. Denn zu dieser Zeit ist es von den Temperaturen her angenehmer und die Sonne hat noch nicht ihr Maximum erreicht. Alternativ kannst Du auch zu späteren Abendstunden Deine Runde drehen. Ab 20 Uhr ist die Sonne meist schon weg, aber im Vergleich zum Morgen sind die Temperaturen deutlich höher.

2.) Wusstest Du, dass man beim Brustschwimmen durchschnittlich bis zu 600 kcal verbrennen kann? Zudem ist es weitaus gelenkschonender als manch andere Sportarten. Plus: Es verschafft an heißen Sommertagen eine schöne Abkühlung. Also, ab geht’s ins nächste Schwimmbad!
3.) Verlege Dein Training nach Innen! Du liebst es, in der Mittagspause den Spielplatz zu Deinem persönlichen Bootcamp-Platz zu machen? Oder Du absolvierst Deine Video-Workouts im Garten, auf dem Balkon oder der Terrasse? Verlege Deine Aktivität nach Innen! So kannst Du nicht nur bei kühleren Temperaturen trainieren, sondern bist auch noch vor der Sonne geschützt.
4.) Probiere Low-intensity Sportarten aus! Schwitzen in Kombination mit Anstrengung (und Insulin) an heißen Sommertagen kann für Menschen mit Diabetes eine Herausforderung sein. Wie wäre es also anstelle von 30 Minuten Joggen mit 30 Minuten Hula-Hoop? Deine Taille, Dein unterer Rücken sowie Deine Bauchmuskeln werden es Dir danken!
5.) Geh dorthin, wo es grün ist! Als Nachbarin der Weinberge weiß ich, wie krass heiß es dort werden kann. Spazieren bei Sonnenschein – und ohne Schatten – sind da wirklich eine Qual. Doch anstatt im Sommer in den Weinbergen spazieren zu gehen, verlege ich meine Runden gerne in den Wald. Dort ist es meist schön kühl und schattig.
Wie motivierst Du Dich zum Sport an heißen Sommertagen? Schreib mir gerne auf Instagram: @sweet.caromell.type2!
Quellen:
1) https://www.diabetiker.info/blutzucker-im-sommer/
2) https://www.diabetiker.info/sommer-sonne-hohe-blutzuckerwerte/
Caros Kolumne
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!
von Caro
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lena-schmidt postete ein Update vor 2 Tagen, 15 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 4 Wochen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße






