5 Tipps für euer Diabetes-Jubiläum

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5 Tipps für euer Diabetes-Jubiläum

Die meisten Diabetiker erinnern sich noch an die Diagnose, als wäre es gestern gewesen.
Sie kennen ihr Manifestationsdatum aus dem Effeff, es ist genau so präsent wie der eigene Geburtstag.
Und das ist das so genannte Diabetesjubiläum in gewisser Weise auch.

Es ist der Tag, an dem jeder Diabetiker die Chance bekam, zu leben.
Denn ohne die Entdeckung des Insulins oder in einem Land, in dem Medikamente nicht vorhanden oder zu teuer wären, gäbe es uns vermutlich nicht mehr.

„Mit Diabetes kann man gut leben“, wird uns oft gesagt. Und das stimmt auch, denn Höhen und Tiefen gehören zum Leben dazu und jeder kennt sie. Unsere Höhen und Tiefen sind manchmal zwar etwas anders definiert (Hypo und Hyper, der gute oder schlechte HbA1c-Wert, der Erhalt einer neuen diabetesrelevanten Technologie…) und manchmal auch etwas schwieriger zu bewältigen als Allerweltsprobleme, aber wir können uns glücklich schätzen, diese Chance bekommen zu haben und das Leben bewusst zu genießen.

Wenn also der Tag des Diabetesjubiläums naht, sollte man sich überlegen, ob man an diesem Tag nicht etwas besonders Schönes machen möchte. Wir haben es uns verdient!

Wie mein 3. Diabetesjubiläum gehuldigt wurde, erfahrt ihr auf meinem Blog.
Hier möchte ich euch nun 5 Tipps vorstellen, was man an diesem Tag machen könnte, egal ob ihr selbst oder eure liebsten Menschen betroffen sind.

#1 – Denkt doch mal darüber nach, was ihr im letzten Diabetesjahr geleistet habt.

Vielleicht habt ihr ja eine Phase der besonders zickigen Blutzuckerwerte gemeistert und die Diabetessau ins Abseits verbannt.
Oder ihr habt bei einer schlimmen Hypo die Ruhe bewahrt und euch nicht panisch durch den Essensvorrat gefuttert.
Eventuell war das Jahr aber auch eher ruhig und euch fällt nicht wirklich etwas ein.
Stolz könnt ihr trotzdem auf euch sein, denn auch wenn es selbstverständlich für uns ist, mehrmals täglich zu messen und für sein Essen zu spritzen, haben andere Menschen weder diese Disziplin, noch kennen sie sich in diesem Gebiet so gut aus wie wir! Also, Hut ab!

#2 – Unternehmt etwas Schönes!

Nicht jeder stellt seinen Diabetes gern in den Mittelpunkt und schmeißt dafür eine Party, es gibt jedoch noch viele andere Dinge, die man unternehmen könnte. Nett essen gehen, ins Kino, einen Tag im Spa oder einfach nur einen netten Abend mit Freunden verbringen.

#3 – Die Farbe Blau darf nicht fehlen!

Spätestens seit dem ersten November mit Diabetes werdet ihr wissen, dass die offizielle Farbe des Diabetes blau ist (und der blaue Kreis das offizielle Logo).
Neben blauen Klamotten gibt es auch einige Alternativen wie blaue Nahrungsmittel.
Blauer Zuckerguss auf Donuts oder Keksen, mit Lebensmittelfarbe gefärbtes Wasser, Blaubeeren, blaue Lollis…

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#4 – Mit den Freunden oder Familienmitgliedern „Blutzuckerbingo“ veranstalten.

Der Wert, welcher den 100 mg/dl (oder 5,6 mmol/l) am nächsten ist, gewinnt!
Dabei sollte man darauf achten, dass jede teilnehmende Person eine eigene Nadel bekommt.
Falls ihr nicht das eigene Blutzuckermessgerät nutzen möchtet und keine kostbaren Teststreifen opfern mögt, lässt sich im Schrank sicher ein altes oder getestetes Messgerät finden, welches mit 10 Teststreifen daherkommt.

foto3

#5 – Photobooth!

Kennt ihr diese Gruppenfotos, auf denen die Personen Schnurrbärte, Hüte oder Kussmünder aus Pappe vor ihre Gesichter halten?
Natürlich funktioniert das auch mit dem Motto Diabetes.
Neben blauen Hüten, Masken, Krönchen und was einem sonst noch so einfällt kann man außerdem kleine Schilder mit Sprüchen basteln, die über Diabetes informieren oder einfach zeigen, dass damit nicht immer zu spaßen ist, man mit Diabetes aber trotz allem genau so leben kann wie Nichtdiabetiker.
Neben dem gängigen „No, it’s not because I ate too much sugar!“ fallen mir spontan „Insulinjunkie for life“ oder „A juicebox saved my life!“ ein.
Auch einfache Sprüche wie „Glücklich MIT Diabetes” oder „Team Type 1” können dabei sein und Mitdiabetiker ansprechen oder motivieren.

foto2

Und nochmal speziell für Diabetiker, bei denen die Diagnose noch nicht so lange zurückliegt

Ich kann sehr gut verstehen, wenn ihr dem ersten oder zweiten Jahrestag mit Schrecken entgegenseht.
Noch ganz am Anfang konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, je wieder so glücklich und unbeschwert leben und Witze über meinen neuen Begleiter machen zu können.
Am Anfang fühlt man sich verloren, überfordert und ab und zu ziemlich hilflos.
Es klingt immer blöd, aber ich kann euch versichern, dass es besser wird.
Und wer weiß, vielleicht feiert ihr in einigen Jahren auch euer Diabetesjubiläum und seid dankbar und auch stolz, dass ihr die schwere erste Zeit hinter euch gelassen habt.

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  • moira postete ein Update vor 2 Tagen, 1 Stunde

    Meine Tochter ist ein großer Fan der Buchreihe Woodwalkers. In einem Band kommt wohl ein Woodwalker mit Diabetes typ 1 vor. Fand ich cool. Es wird Blutzucker gemessen und ein Unterzucker behandelt.
    (Wen es interessiert Band 2.3)

  • moira postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag

    Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄

  • bloodychaos postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

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