- Aus der Community
Meinen Tieren ist mein Diabetes egal
3 Minuten
Auf mich passen viele Klischees, wenn es um die kitschige Darstellung von Mensch-Tier-Beziehungen geht. Ich bin gleichermaßen Crazy-Cat-Lady und Pferdemädchen und mache schrille Geräusche, sobald ich irgendein Tierbaby sehe. In meinem Leben gab es immer Katzen und Pferde, zwischenzeitlich auch Meerschweinchen und Ratten. Einige dieser Tiere haben mich mit und andere ohne meinen Typ-1-Diabetes kennengelernt. Interessiert hat sich dafür wahrscheinlich aber kein einziges von ihnen. Und genau das finde ich ganz wunderbar.
Sind Tiere die besseren Menschen?
Ich kann nicht sagen, ob Tiere (wirklich) die besseren Menschen sind, aber ich weiß, dass der Kontakt mit Tieren in mir oftmals psychische Wunden geheilt hat, die von Menschen zuvor verursacht wurden. Aber es soll hier gar keine dramatische Geschichte über mein Seelenleben werden, viel mehr möchte ich einfach erzählen, wie unwichtig sämtliche Krankheiten sind, wenn ich mein Gesicht in das Fell von irgendeinem superflauschigen Tier drücke.
Im Hier und Jetzt
Ich glaube, das, was mir im Kontakt mit Tieren immer wieder so guttut, ist die Möglichkeit, mich auf den Moment zu konzentrieren. Prinzipiell bin ich nämlich sehr gut darin, mir Gedanken über Vorkommnisse der letzten 10 Jahre und der kommenden Dekaden zu machen. Und wem hat das jemals weitergeholfen?
Vier Pfoten und eine Packung Traubenzucker
Im Umgang mit meiner Katze, Lilly, spielt der Diabetes absolut keine Rolle – zumindest nicht, wenn man mich fragt. Für Lilly gibt es, glaube ich, zwei entscheidende Punkte, die in Diabetes-freien Haushalten für sie anders wären: zum einen der Geruch von Insulin, von dem sie woanders verschont bliebe – davon ist sie, verständlicherweise, kein Fan. Und zum anderen all diese spannenden kleinen Verpackungen und – wie sie es nennen würde – „Spielzeuge“, die es bei all den Diabetes-Hilfsmitteln zu entdecken gibt – davon ist sie Riesen-Fan.

Nach mehreren Diskussionen über den richtigen Gebrauch von Penkanülen-Abdeckungen und Traubenzuckerpackungen (nein, Lilly, die muss man nicht unters Sofa schießen) und die Erkenntnis darüber, dass benutzte Teststreifen nicht auf dem Speiseplan von Katzen stehen, sind wir uns wohl einig, dass ihr mein Diabetes ziemlich egal ist. Zumindest, solange es genug Futter und Streicheleinheiten für sie gibt.
Vier Hufe und die Menschen-Leckerlis
Wenn ich mein Pflegepferd, Òsk, besuche, ist die Absicherung vor vermeidbaren Blutzucker-Eskapaden in Anwesenheit des Tieres für mich deutlich wichtiger. Schließlich ist es eine ganz andere Umgebung, eine größere körperliche Anstrengung und auch die Verantwortung einem so großen Tier gegenüber ist natürlich eine andere. Also gibt es für den Notfall in sämtlichen Taschen Traubenzuckerreserven und Sport-BEs, von denen ich manchmal selbst überrascht bin. Nämlich immer genau dann, wenn ich mir sicher bin, für Ósk noch ein Leckerli in der Tasche zu haben, und dann nur eine paar lose Traubenzuckerplättchen zum Vorschein kommen. Und ja, ich werde nicht müde, dem Pferd dann ganz aufrichtig zu erklären, dass das Menschen-Leckerlis sind und sie für den Moment mit ein bisschen Gekraule vorliebnehmen muss.

Hauptsache, die Wellenlänge stimmt
Was ich mit diesen kleinen Geschichten sagen will, ist, wie entspannt Interaktion (und Kommunikation) sein kann, wenn in manchen Momenten das Drumherum aus dem Diabetes-Leben ein wenig beiseitegeschoben wird – zumindest dann, wenn es für die Person mit Diabetes in Ordnung ist. Denn ja, der Diabetes ist in irgendeiner Form immer dabei, aber manchmal gibt es für ein paar Minuten Wichtigeres – Tiere zu streicheln zum Beispiel.
Vom Pferdesport und Diabetes hat auch Beate bereits erzählt: Ein 3-Punkte-Plan: Olympische Disziplin Pferdesport UND Insulinpumpe
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anseaticids postete ein Update vor 2 Tagen, 23 Stunden
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
📧 moin@hanseatic-kids.de
📞 040 851 59 747 -
stephanie-bagehorn postete ein Update vor 5 Tagen, 22 Stunden
Passend zu den kommenden Osterferien: Ein Backtipp für die ganze Familie: https://diabetes-anker.de/eltern-und-kind/wenn-diabetes-mit-im-osternest-liegt-gemeinsames-backen-mit-den-kindern/
Wenn Diabetes mit im Osternest liegt: gemeinsames Backen mit den Kindern – Diabetes-Anker
Ostern steht vor der Tür und im Gepäck sind viele süße Versuchungen. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie zu starke Blutzucker-Anstiege bei Diabetes durch süßes Gebäck vermieden werden können. Selbst zu backen – erst recht gemeinsam mit den … Read more
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othenbuehler postete ein Update vor 6 Tagen, 14 Stunden
Viele Menschen mit Typ-1-Diabetes berichten, dass sich ihr Insulinbedarf im Verlauf des Menstruationszyklus verändert – oft deutlich spürbar, aber bisher kaum systematisch erfasst.
Genau hier setzt die TIMES-Studie an. Wir möchten besser verstehen, wie sich der Zyklus auf Glukosewerte und Insulinbedarf auswirkt – und wie Betroffene damit im Alltag umgehen.
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Dauer: 6 Monate, bequem alles von zu Hause aus
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