- Aus der Community
PureCakes – die mag auch mein Zucker!
3 Minuten

Das Werbeversprechen der PureCakes-Gründerinnen Jasmin und Anne klingt fast zu gut, um wahr zu sein: Kuchen ohne Mehl und Zucker, glutenfrei und laktosefrei – und angeblich lecker?! Mirjam hat sie für euch probiert und kann bestätigen: der Kuchen schmeckt richtig gut und der Glukoseverlauf war ziemlich entspannt.
Mit nur 10-12g Kohlenhydraten pro Stück Kuchen von 60g sind die PureCakes eine willkommene Abwechslung von den vielen zuckrigen, hochkalorischen Kuchenstückchen to go, die es im Mitnehm-Café, am Bahnhof oder im Supermarkt gibt. Ob sie halten, was sie versprechen, musste ich unbedingt testen! Mit meiner Diabetes- und Zöliakie-Erfahrung kenne ich ziemlich viele fertige glutenfreie Lebensmittel, die aber meistens ganz schön trocken und eigentlich alle ein echtes Desaster für den Zucker sind (viel Stärke, zusätzlicher Zucker, wenige Ballaststoffe…). Da klingt ein glutenfreier Low-Carb-Kuchen nach einer willkommenen Abwechslung.
Also auf in den Test
Die zwei Gründerinnen sind mit ihren Kuchen im Frühjahr auf den Markt gegangen und bisher gibt es drei Sorten Kuchen: Schoko, Quark-Mohn und Zitrone-Blaubeere. Alle als hübsche Kaffeestückchen. Die durfte ich probieren. Ein bisschen skeptisch war ich schon, denn glutenfrei, das heißt meist eher trocken, manchmal relativ körnig und außerdem ziemlich süß. Ein Kuchen ohne Gluten, ohne Laktose, ohne anderes Mehl und ohne Haushaltszucker, das ist schon eine Herausforderung. Doch ich war mehr als positiv überrascht.

Alle drei Kuchen sind super fluffig, leicht und saftig – ein bisschen kommt das auf dem Foto schon rüber. Leider konnte ich nicht viel mehr Fotos machen, denn sie waren zu schnell in meinem Bauch verschwunden. (Die Probierstücke hatten übrigens nur ein Drittel der Größe der „richtigen“ Kuchenstücke, wenn ihr also bestellt, bekommt ihr natürlich ein normal großes 60-g-Stück.) Fazit für alle drei Sorten: Lecker!
Die drei Sorten im Einzelnen
Zitrone-Blaubeere: Einerseits mein Favorit, weil er mich wahnsinnig an einen Kuchen meiner Kindheit erinnert und ganz toll zitronig schmeckt, andererseits aber von den drei Sorten am trockensten. Im Vergleich zu den anderen glutenfreien Produkten, die ich so kenne, aber immer noch sehr saftig 😉. Und den Puderzucker Crunch obendrauf fand ich auch toll. Nur die Blaubeeren gingen ein bisschen unter – vielleicht müssen die einfach zu einer eigenen Sorte werden.
Schoko: seeeeeeehr luftig und schokoladig, allerdings hat man noch ein bisschen die kristalline Struktur des Erythrits gemerkt. Mich hat’s nicht gestört, aber da könnte der Kuchen noch ein klitzekleines Bisschen perfekter werden.
Quark-Mohn: So muss Mohnkuchen schmecken! Bei uns stand er eigentlich nie auf dem Speiseplan, es gab immer andere Kuchen, aber so habe ich mir Mohnkuchen immer vorgestellt. Richtig saftig, mit toller Struktur und der Mohn-Anteil war super, obendrauf noch Puderzucker. Ein bisschen zu süß für mich persönlich, aber irgendwie gehört das auch dazu – und davon abgesehen bin ich eher an Schokolade mit 85-%-Kakao-Anteil gewöhnt als an Vollmilch, da ist mein Süß-Empfinden ein bisschen verschoben.
Und die spannendste Frage zum Schluss: Was hat mein Zucker gesagt? Der ist kurz nach dem Essen mal ein bisschen angestiegen, von etwa 80mg/dl auf 113mg/dl (4,4mmol/l auf 6,3mmol/l), und dann wieder auf etwa 80mg/dl (4,4mmol/l) gesunken. Klar, ich hatte noch Insulin wirken, es war heiß, ich war auch hormonell bedingt insulinempfindlich, aber das war schon phänomenal. Ein anderer Kuchen hätte den Zucker trotzdem durch die Decke gejagt. Den Test muss ich auf jeden Fall in möglichst vielen Situationen wiederholen – natürlich im Dienste der Wissenschaft 😉.
Eure eigenen Probierpakete könnt ihr unter purecakes.de bestellen. Hinweis: Purecakes hat die Kuchen der Blood-Sugar-Lounge unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
von Mirjam Eiswirth
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kety22 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo zusammen, ich bin eine Dia-Mama und wollte fragen, was isst ihr abends oder kocht abends für eure Dia-Kids, damit der Wert nicht so hoch steigt und dann nachts nicht in die Unterzuckerung fällt? Oder habt ihr generell irgendwelche Tipps gegen nächtliche Unterzuckerung?
- moira antwortete vor 3 Tagen, 17 Stunden
Hallo!
Ich habe für mich festgestellt, dass Proteine am Anfang vom Abendessen helfen (Käse, Ei…) dann steigt der Blutzucker beim Essen nicht so schnell. Außerdem geht der Zucker später noch etwas hoch wegen den Proteinen. Das hilft etwas gegen Unterzucker.
Allerdings habe ich kaum noch Unterzucker seit ich meine Insulinpumpe habe.
Vielleicht hilft das etwas – viel Glück
katrin-kraatz schrieb einen neuen Beitrag vor 2 Wochen
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Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?



