Warum Looper-Treffen vor Ort so wichtig sind…

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Warum Looper-Treffen vor Ort so wichtig sind…

Caro berichtet heute aus ihrer Perspektive, warum Treffen in Präsenz so wertvoll sind als Mensch mit Diabetes – gerade für Looper. Denn: Gemeinsam ist man weniger allein.

Passend zu Sandys Video (Teil 4 aus seiner Reihe) zum Thema „Wo finde ich denn eigentlich andere Looper?“ habe ich noch den folgenden Artikel in meinem „Archiv“ gefunden… Hier geht es darum, zu erklären, warum diese Loopertreffen vor Ort eigentlich so wichtig sind. Neben dem Support, der schnell und gut über die loopercommunity.org stattfindet, sind diese Treffen nämlich von besonderem Wert.

Nachdem ich gerade wieder eines meiner Loopertreffen organisiert habe, ist mir mal wieder klar geworden, wie wichtig diese Art der Treffen sein kann. Im Vorfeld ist es irgendwie immer stressig und viel Arbeit. Organisation von Räumlichkeiten, Terminabstimmung, kurzfristige Absagen, Themenfindung etc. pp. Aber wenn man dann die Menschen in persona wiedersieht, mit denen man über den Rest der Zeit meist nur über die Gruppenkommunikation (in unserem Fall über Signal) interagiert, dann tut das schon gut. Es wird klar, wie wichtig es ist, Probleme und Fragen von Angesicht zu Angesicht zu besprechen.

Es hat eine ganz andere Qualität, Gespräche persönlich und in der Gruppe zu führen.

Jeder hat Fragen und Sichtweisen, die für andere interessant sein können. Es entstehen viele spannende, aber auch sehr witzige Gespräche. Es gibt immer wieder neue Erkenntnisse, auch wenn man schon lange dabei ist. Manches, was man selber für selbstverständlich hält, ist es für den anderen gar nicht. Durch die gemeinsame Basis und die gemeinsamen Erfahrungen ergibt sich eine besondere Art von Verständnis, was es eigentlich nur unter Betroffenen geben kann. Es sind auch oft Menschen mit Typ-F-Diabetes dabei: Eltern von Kindern mit Diabetes oder Partner. Das freut uns immer sehr, denn es ist so wichtig, die Angehörigen in den diabetischen Alltag mit einzubinden.

Denn Wissen um die Aufgaben und Hürden, die man als Mensch mit Diabetes so zu meistern hat, sorgt letztendlich für Verständnis und Akzeptanz – und in Notfallsituationen für schnelles und richtiges Handeln.

Auf diesen Treffen findet sowohl technischer Support statt als auch Erfahrungsaustausch, was die Diabetestherapie angeht. Besonders wichtig sind aber die Gespräche, die so nebenbei stattfinden. Persönliche, witzige und alltägliche Situationen führen dazu, dass sich auch Freundschaften entwickeln, die auch auf andere Bereiche wie Sport oder Hobbys ausgedehnt werden. So kommt es dann hin und wieder auch zu Treffen, bei denen wir einfach gemeinsam wandern oder spazieren gehen. | Fotos: CaroGo

Viele Möglichkeiten zur Vernetzung und Unterstützung

Dadurch, dass sich hier viele kennenlernen, kann man sich gut vernetzen und unterstützen. Man lernt von den Erfahrungen der Mitstreiter mit anderen Systemen, Pumpen und Sensoren. Auch der Austausch und das Testen von Zubehör sind hier leichter möglich.

Mir persönlich tut die Rückmeldung der Menschen, die zu den Treffen kommen, sehr gut, da ich hier feststellen kann, dass auch meine Beiträge auf der Website oder in den sozialen Medien ankommen und meine Arbeit sinnvoll ist. Viele der Teilnehmer sind sehr dankbar und äußern das auch, was mich freut und ermutigt, weiterzumachen.

Da wir viele Experten für verschiedene Themen in der Gruppe haben, können wir durch Mini-Vorträge gut informieren und verfügen so über eine Art großes „Schwarmwissen“. | Foto: CaroGo

Am Ende ist das Ziel der Treffen eigentlich immer, dass jeder etwas für sich ganz persönlich mitnehmen kann und dass jeder einen schönen, informativen, geselligen und spaßigen Nachmittag hat.

Das Gefühl, mit seinem Diabetes und seinen Herausforderungen nicht allein zu sein, sondern Verständnis, Rat und Unterstützung zu finden, ist der große Mehrwert, den diese Treffen bieten.

Wir ermutigen jeden, entweder zu den Treffen in seiner Nähe zu gehen – oder, wenn es diese noch nicht gibt, selber anzubieten und zu organisieren.

Es spielt dabei gar keine Rolle, wie viele Menschen zusammenkommen, wichtig ist einfach, dass man sich trifft und miteinander redet!

In der loopercommunity.org findet ihr eine Übersicht über alle stattfindenden Treffen deutschlandweit!


von Caro Pudmensky

Caro war Autorin in der Blood Sugar Lounge und hat dort aus dem Leben mit Diabetes berichtet. Hier findet ihr alle Beiträge aus dieser Zeit:

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  • florahdo postete ein Update vor 3 Tagen

    Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!

    Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB

    Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂

  • mr postete ein Update vor 5 Tagen, 11 Stunden

    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?

  • moira postete ein Update vor 5 Tagen, 13 Stunden

    Hallo!
    Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
    Ich wüsste gerne wie gut das klappt.