Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #1 | Wie alles begann…

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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: Wie alles begann...
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: Wie alles begann...
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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #1 | Wie alles begann…

Meine Reise startete mit einem kleinen roten Fleck. Ein Fleck, so unscheinbar, dass man ihn als einen alltäglichen Bluterguss wahrnahm. Doch das dieser rote Fleck einmal mein Leben retten und dieses um 360° Grad auf den Kopf stellen würde, dass wusste zu diesem Zeitpunkt niemand.

Doch beginnen wir von vorne…

Ich war nie der typische sommerliche Bein-Zeiger. Was dazu führte, dass meine Beine einfach nur käsig, wie die Ummantelung eines Camemberts, waren. Bemalt mit vielen kleinen Muttermalen und dem ein oder anderen blauen Fleck. Oh ja, ich hatte bisher schon einige blaue Flecke. Nicht zuletzt aufgrund eines schlechten sehr Bindegewebes.

Caro im Video-Porträt
➤ „Die Diagnose war für mich ein Signal zum Aufwachen“

Im November 2019 entdeckte ich einen neuen kleinen rötlichen Fleck. Er war zu dem Zeitpunkt der Einzige an meinen nackten, käsigen Schienbeinen. Wahrscheinlich ein Mitbringsel aus meinem letzten Urlaub, der vor wenigen Tagen endete. Doch das Komische dieses Mal war, dass er nach 4 Wochen immer noch nicht verschwunden ist und sogar ein neuer sowie ähnlich ausschauender Freund dazukam. War ich zu diesem Zeitpunkt beunruhigt? Auf keinen Fall. Hatte ich vor zum Arzt zu gehen? Erstmal abwarten. Vielleicht brauchte die Heilung dieses Mal einfach mehr Zeit als sonst…

August 2018 | Foto: privat

Wochen vergingen und bis Ende April hatten sich mittlerweile viele kleine Flecken gebildet gehabt. Alle hielten sich hartnäckig und wurden dunkler mit der Zeit, was dazu führte, dass ich sie nicht mehr länger ignorieren konnte. Lange Rede, kurzer Sinn – es war höchste Eisenbahn zum Hautarzt zu gehen. Ein Anruf hier und da und schon bald saß ich im Wartezimmer.

Ich erinnere mich an das Gespräch, als wäre es erst gestern gewesen. Der Hautarzt vermutete, dass es wahrscheinlich eine sehr verspätete allergische Reaktion auf die Mückenstiche seien, die ich mir im Sommerurlaub 2018 durch Tigermücken am Gardasee eingefangen hatte (siehe Bild links). Doch mit einer täglichen Portion Kortisonsalbe für die nächsten 14 Tage, sollten die Flecken zeitnah wieder verschwinden. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie unfassbar erleichtert ich über diese Aussage war. Etwas Kortisonsalbe und schon verschwinden meine kleinen neuen Begleiter – wie durch Zauberhand. Pünktlich zum Sommeranfang!

Juli 2020 | Foto: privat

Doch es sollte vorerst eine Illusion bleiben. Denn auch nach 12-wöchiger Behandlung mit der Kortisonsalbe waren die Flecken unverändert sichtbar. Der nächste Behandlungsansatz sah vor, dass wir eine Hautprobe entnahmen, um nun der Ursache auf den Grund zu gehen. Gesagt, getan!

Leider lieferte die erste Probenentnahme kein eindeutiges Ergebnis. Die Vermutung des Labors war, dass es sich um eine Art „Verkapslung der Mückenstiche“ handle. Doch war die Aussage in dem Ausmaß überhaupt realistisch? Da man Verkapslungen nicht behandeln, sondern lediglich operativ entfernen kann, wollte ich mir unbedingt eine zweite Meinung einholen. Auf Empfehlung meines Hautarztes hin, sollte ich einmal die Hautklinik der Uniklinik aufsuchen. Ich weiß noch, wie ich vorne an der Rezeption stand, wartend auf meine Überweisung, als mein Hautarzt nochmal zu mir kam und mich fragte, ob ich Diabetes hätte. Wie lächerlich, dachte ich. Sowas bekommen nur alte Leute…

Mittlerweile war Spät-Sommer und auch meine Freundinnen hatten meine Flecken an den Unterschenkeln entdeckt. Ich erinnere mich noch, wie ich einer Freundin erzählte, wie frustriert und verzweifelt ich doch war, da es bislang keine Lösung gab und alles mehr oder weniger ins Schwarze verlief. Da meine Freundin zu dem Zeitpunkt selber mit schweren hormonellen Haut-Unreinheiten zu kämpfen hatte, schlug sie mir vor, ein Blutbild bei meinem Hausarzt machen zu lassen. Vielleicht läge der Ursprung in einem Nährstoffmangel. Klang wahrscheinlich, oder?

➤ zu Caros Instagram-Profil

Mitte September saß ich also bei meiner Hausärztin zur Blutabnahme. Für den 18. September war bereits der Termin zur Ergebnis-Besprechung angesetzt. Am Morgen der Ergebnis-Besprechung musste ich nochmals einen kleinen Bluttest machen. Wofür genau, wusste ich nicht. Doch die Ärztin würde es mir im Nachhinein erklären. Also, ließ ich mir nochmal ganz tapfer Blut abnehmen, ging zurück ins Wartezimmer und wartete darauf aufgerufen zu werden.

Angekommen im Sprechzimmer, setzte ich mich auf den Patientenstuhl gegenüber vom Schreibtisch der Hausärztin und wartete geduldig auf den Befund. Vorausgesetzt, es gäbe einen. Meine Vermutung lag bei einem Magnesium oder Eisenmangel. Doch behielt ich recht?

Meine Hausärztin schaute auf ihren Computer und sagte zu mir „Frau R., ich sage Ihnen jetzt einfach wie es ist: Sie haben Diabetes.

Caros Kolumne

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Caros Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!

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  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

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