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100 Gesichter, 100 Hypos: Wir erklären, wie sich eine Hypo anfühlt!
4 Minuten
„Boah, ich bin gerade total unterzuckert!“ Seid ihr auch immer versucht, ein wenig die Augenbrauen hochzuziehen, wenn ihr diesen Satz aus dem Mund von jemandem hört, der keinen Diabetes hat? Klar, auch Stoffwechselgesunde bekommen schon mal weiche Knie, wenn sie über einen längeren Zeitraum das Essen vergessen oder sich körperlich verausgabt haben. Wenn man in so einem Moment ihren Blutzucker messen würde, bekäme man auf dem Display des Messgeräts vermutlich auch tatsächlich einen ziemlich niedrigen Wert angezeigt. Und doch ist es nicht dasselbe wie eine waschechte Diabetes-Hypo. Denn bei stoffwechselgesunden Menschen setzt im Falle sinkender Glukosewerte zuverlässig eine hormonelle Gegenregulation ein. Diese hebt den Zucker wieder auf ein sicheres Niveau an. Wer Diabetes hat und Insulin spritzt, der kann sich auf eine solche Gegenregulation nicht verlassen. Eine Hypoglykämie bedeutet bei ihnen im schlimmsten Fall: Glukosewerte im freien Fall. Und das fühlt sich einfach beschissen an.

Bei einer Hypo habe ich so ein saures Ziehen im Unterkiefer…
Und dieses „beschissen“ empfindet jeder ein wenig anders, wie die Session zum Thema Hypos beim Diabetes-Barcamp gezeigt hat. Katrin Kraatz hatte sie angeregt, weil sie sich immer wieder fragt, wie sie ihrem Umfeld besser begreiflich machen kann, was bei einer Hypo mit ihr passiert. Mit Worten stößt man rasch an die Grenzen des Erklärbaren, fanden auch die anderen Typ-Einser im Raum. „Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber kennt ihr dieses Gefühl, wenn bei einer Hypo so ein saures Ziehen hier im Unterkiefer einsetzt?“ Kopfschütteln bei den meisten, aber eine Frau meldete sich tatsächlich: „Ja, ich kenne das Gefühl! Oh, ich freue mich immer so sehr, wenn ich in einer Runde Typ-Einser mal jemanden treffe, der das genauso wie ich empfindet!“

Meine Hypos kündigen sich durch ein großflächiges Ziehen im Magen an
Mein ganz persönliches Hypo-Gefühl scheint noch ein bisschen seltener zu sein. Denn nach meiner Beschreibung schaute ich sogar bei den anderen Typ-Einsern in ratlose Gesichter: Bei mir machen sich Zuckerwerte im Sinkflug nämlich zuallererst im Bauch bemerkbar. Ich spüre ein diffuses Ziehen an der hinteren Magenwand. Es fühlt sich nicht wie Heißhunger oder Magenknurren an, sondern etwas subtiler, aber dafür großflächiger. Schwer in Worte zu fassen – aber zum Glück für mich ein recht eindeutiges Signal, dass ich in Kürze mit zittrigen Knien und einem Schweißausbruch rechnen muss, wenn ich nicht ganz fix etwas Süßes einwerfe. Wobei der Schweiß meist an den Haarwurzeln startet und sich dann an meinem Körper hinab nach unten vorarbeitet. Bis ich am Ende klatschnass geschwitzt bin und unter die Dusche muss.
Einmal quer durch’s Haribo-Sortiment – und alles schmeckt salzig
Andere berichteten, dass sie bei einer Hypo albern werden und jede Menge dummes Zeug quasseln. Dass sie still werden und sich nicht mehr konzentrieren können, weil der Kopf auf einmal ganz leer ist. Dass sie auf einmal eine Fressattacke haben und hinterher beschämt nachzählen, wie viele Kohlenhydrate sie da um alles in der Welt in sich hineingestopft haben. Dass sie auf alles Mögliche reagieren, nur nicht auf die Aufforderung, jetzt bitte schnell die angebotene Capri-Sonne zu trinken. Dass sie zickig, manchmal sogar aggressiv werden und ihrem Gegenüber Dinge an den Kopf werfen, die ihnen später leid tun – eine Hypo-Begleiterscheinung, die vor allem im Job schnell unangenehm werden kann. Dass sie mit stierem Blick die Hypohelfer-Schublade ansteuern und Stück für Stück den gesamten Inhalt auf den Boden werfen, ohne auch nur ein Gramm Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Dass sie sich einmal durch das gesamte Haribo-Sortiment futtern und den Eindruck haben, alles schmecke salzig. Dass sie lange glaubten, sie hätten Migräne – bis ein CGM offenbarte, dass die Kopfschmerzen am Morgen immer auf eine nächtliche Hypo folgten. Die Liste ist lang – und natürlich längst nicht vollständig.

Demnächst auf dem Jahrmarkt: 3 Euro für einmal Mitfahren im Hypo-Simulator
Und deshalb entstand beim Barcamp die Idee, ein Aufklärungs-Projekt rund um das Thema Hypo zu starten. Unsere erste Idee: Wir entwickeln einen Hypo-Simulator. Wer immer schon einmal wissen wollte, wie sich eine Hypo wirklich anfühlt, der steigt ein, wird verkabelt und darf anschließend ein paar gruselig-lehrreiche unterzuckerte Minuten erleben. Vielleicht wäre so ein Hypo-Simulator sogar jahrmarkttauglich? „Jetzt einsteigen, es sind noch Plätze frei, einmal Hypo 3 Euro!“ Allerdings dürften klassische Instrumente der Aufklärung wesentlich leichter umzusetzen sein. Sprich: Broschüren, Online-Infos, Flyer, Videos. Informationen, die man neuen Bekanntschaften oder auch Arbeitskollegen in die Hand drücken und ihnen sagen kann: „Hier, schau dir das mal an, darin ist ganz gut erklärt, was bei Hypos mit einem passiert!“
Aufklärungs-Projekt mit dem Arbeitstitel „100 Gesichter, 100 Hypos“
Und so entstand in unserer engagierten Runde die Idee zu „100 Gesichter, 100 Hypos“. Wir wollen unseren Mitmenschen zum einen erklären, was aus medizinischer Sicht bei einer Unterzuckerung im Körper passiert. Und dann wollen wir ihnen in einer Kombination aus Text und Video vermitteln, wie sich eine Hypo anfühlt. Es muss auch nicht ganz bierernst zugehen: Wer im unterzuckerten Zustand schon einmal besonders schräge Sachen angestellt hat, darf ebenfalls seine Geschichte erzählen. Die 45-minütige Session bei einem Barcamp reichte natürlich nicht aus, um ein ausgereiftes Konzept für das Aufklärungs-Projekt zu entwickeln. Doch die Idee finde ich klasse und würde auch gern aktiv daran mitwirken. Geht es euch auch so? Habt ihr Lust, einmal in Text, Bild und Video zu beschreiben, wie sich Hypos für euch anfühlen?
Hier könnt ihr euch die Hypo-Session vom #Diabetesbarcamp noch einmal ansehen.
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 7 Stunden, 50 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 2 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 1 Tag, 1 Stunde
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 22 Stunden, 29 Minuten
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 8 Stunden, 16 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 7 Stunden, 53 Minuten
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 13 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
