- Aus der Community
5 Beobachtungen zu Fiasp
4 Minuten
Bei meinem letzten Termin beim Dia-Doc musste ich mir ein neues Rezept für Bolusinsulin ausstellen lassen, da ich nur noch wenige Ampullen Liprolog in meinem Vorrat hatte. Warum also nicht einmal das neue Turboinsulin Fiasp ausprobieren, von dem neuerdings so viele berichten? Beim DDG-Kongress im Mai in Hamburg hatte ich schließlich schon einiges über den Wirkeintritt und das Wirkprofil von Fiasp gelernt und auch hier darüber berichtet. Mein Diabetologe riet mir, meine Erwartungen nicht allzu hoch zu schrauben, weil Fiasp vermutlich auch nicht würde zaubern können. Doch er gab mir einen Fertigpen mit und schrieb fünf weitere Fertigpens auf mein Rezept. Wenn ich gut mit Fiasp klarkomme und dabei bleiben möchte, verschreibt er mir dann einen für dieses Insulin passenden Pen und die entsprechenden Ampullen.
Was sind also meine Beobachtungen nach knapp drei Wochen mit dem neuen Insulin Fiasp?
- Bevor ich das erste Mal die Kanüle ansetzte, hatte ich ein völlig irrationales mulmiges Gefühl. Als ob Fiasp meinen Glukosespiegel in Nullkommanix in den Keller reißen würde, obwohl ich doch schon einiges gelesen hatte und definitiv keine allzu hochgesteckten Erwartungen hegte. Doch was soll ich sagen? Auch Fiasp ist einfach Insulin – und nicht etwa eine Wasserstoffbombe. Also cool bleiben.
- Der Fertigpen FlexTouch von Novo Nordisk, mit dem ich mein Fiasp derzeit spritze, benimmt sich anders als mein guter alter HumaPen Luxura. Beim HumaPen Luxura kann man jede einzelne abgegebene Einheit mit einem Klickgeräusch hören, beim FlexTouch hingegen rattert die ganze Ladung sehr schnell in einem Rutsch durch die Kanüle, die Insulineinheiten sind kaum noch mit einzelnen Klicks zu hören. Immerhin in diesem Punkt schon mal Turbo!
- Dieses ultraschnelle Abdrücken erwies sich allerdings als ein bisschen problematisch, als ich einmal nur eine größere Luftblase aus der Ampulle drücken wollte. Natürlich hatte ich meinen Frühstücksbolus schon eingestellt und wollte nur ein paar Einheiten davon zum Entlüften der Ampulle abdrücken, um sie anschließend wieder einzustellen. Fehlanzeige: Mit einem einzigen Rattattattattat schossen alle eingestellten 10 Einheiten als Fontäne in die Luft.Merke: Wenn ich eine Ampulle im FlexTouch entlüften will, besser nur eine kleine Zahl von Einheiten einstellen – wenn man diese Schnellfeuerwaffe aka FlexPen einmal abdrückt, lässt sich die vollständige Entladung nicht verhindern.
- Die kleine Dusche in der Insulinfontäne von 10 Einheiten brachte mich zu meiner nächsten Beobachtung: Fiasp riecht anders als anderes Insulin. Also anders als Liprolog, Lantus oder Insuman Rapid, die Insuline, mit denen ich bislang zu tun hatte. Es riecht ein bisschen weniger nach Krankenhaus, aber natürlich noch nicht so gut, als dass ich mir einen Flakon „Eau de Fiasp“ in meinen Spiegelschrank im Badezimmer stellen würde.
- Das entscheidende am Insulin ist natürlich seine Wirkung, die ich vor allem an meinen Glukoseverläufen nach dem Essen festmache. Mit Liprolog brauchte ich vor dem Frühstück zuletzt 25 bis 30 Minuten (!) Spritz-Ess-Abstand (SEA) und verteilte meine Injektion sogar auf 2 Spritzstellen, um die Insulinwirkung ein wenig zu beschleunigen. Mit Fiasp konnte ich diesen SEA auf 15 Minuten halbieren. Außerdem flacht die Kurve nach dem Essen deutlich schneller wieder ab als bei meinem alten Insulin. Bei den anderen Mahlzeiten musste ich auch zuvor keinen langen SEA einhalten, aber für das Frühstück ist Fiasp tatsächlich ein Gewinn für mich. Dass man mit Fiasp auch nach dem Essen spritzen und trotzdem Glukosespitzen vermeiden kann, wie es auf der DDG-Jahrestagung im Mai in Hamburg zuweilen verbreitet wurde, kann ich zumindest für mich nicht bestätigen. Ein bisschen Vorlaufzeit braucht auch Fiasp – und selbst bei einem Frühstück, das auch ordentliche Proteinmengen enthält und damit nicht rasant schnell ins Blut schießt, bin ich bislang noch nicht unterzuckert, wenn ich z. B. bei einem Glukoseausgangswert von 120 mg/dl (6,7 mmol/l) einen Fiasp-SEA von 15 Minuten eingehalten habe.
So sah meine Glukosekurve aus:

So sah meine Glukosekurve beim Frühstück (mit Milch zubereitetes Mehrkorn-Porridge und Obst) aus, als ich mit Fiasp probehalber mal vollständig auf den SEA verzichtete.

So sah meine Glukosekurve beim Frühstück (mit Milch zubereitetes Quinoa-Porridge und Obst) aus, als ich mit Fiasp einen SEA von 10 Minuten einhielt.

So sah meine Glukosekurve beim Frühstück (Brot mit Schinken, Käse und Nutella) aus, als ich mit Fiasp einen SEA von 15 Minuten einhielt.

Etwas gewöhnungsbedürftig finde ich den Ultraschnellfeuerpen FlexTouch, weil er Insulin so superschnell abgibt. Außerdem kann ich mit diesem Fertigpen nur ganze Einheiten abgeben. Doch wenn ich meine Fertigpens aufgebraucht habe und mir Fiasp dauerhaft verschreiben lasse, dann werde ich wohl auf einen NovoPen Echo umsteigen, mit dem man ebenso wie mit dem HumaPen Luxura auch halbe Einheiten einstellen kann.
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wolfgang65 postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 15 Stunden, 59 Minuten
Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!
Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.
Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.
LG Wolfgang
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laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 1 Tag, 11 Stunden
Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!
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suzana antwortete vor 1 Tag, 9 Stunden
Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter! -
laila antwortete vor 1 Tag, 6 Stunden
@suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊
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wolfgang65 antwortete vor 16 Stunden, 25 Minuten
Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.
Gruss Wolfgang
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michatype3 antwortete vor 16 Stunden, 2 Minuten
Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.
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vio1978 postete ein Update vor 2 Tagen, 21 Stunden
Habe wieder Freestyle Libre Sensor, weil ich damit besser zurecht kam als mit dem Dexcom G 6. ist es abzusehen, ob und wann Libre mit d. Omnipod-Pumpe kompatibel ist?🍀
