Begleiter von nierenkranken Patienten ausgezeichnet

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Begleiter von nierenkranken Patienten ausgezeichnet

Unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin ehrt der startsocial-Wettbewerb in jedem Jahr ehrenamtliche soziale Initiativen. Dieses Jahr wurde u.a. das Projekt PatientenBegleiter ausgezeichnet, das chronisch nierenkranke Menschen unterstützt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute 25 herausragende soziale Initiativen im Rahmen des 14. startsocial-Wettbewerbs im Bundeskanzleramt geehrt – darunter PatientenBegleiter (Mainz, Rheinland-Pfalz), das chronisch nierenkranke Menschen und deren Angehörige unterstützt.

Ansprechpartner für Dialysepatienten und deren Familien

Die Begleiter sind selbst Betroffene, die ihre Mitpatienten ehrenamtlich in Krisenzeiten und bei Fragen zum Sozialrecht begleiten. Die Ehrenamtlichen kommen aus ganz Deutschland und werden zentral in Mainz und Hannover ausgebildet. Danach stehen sie regional als Ansprechpartner für Dialysepatienten und deren Familien zur Verfügung.

startsocial fördert ehrenamtliche soziale Initiativen seit 2001 mit einem bundesweiten Wettbewerb. Die 25 überzeugendsten Initiativen wurden von der startsocial-Schirmherrin Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Preisverleihung ins Bundeskanzleramt eingeladen. Im obigen Bild rechts neben Merkel sowie rechts hinter Merkel sind Nicole Scherhag und Andreas Görner vom Projekt PatientenBegleiter zu sehen.

Über das Projekt PatientenBegleiter


Begegnung auf Augenhöhe, das ist es, was neue Dialysepatienten am meisten brauchen. PatientenBegleiter sind selbst chronisch nierenkranke Menschen und Angehörige. Sie unter
stützen ihre Mitpatienten ehrenamtlich in Krisenzeiten und bei Fragen zum Sozialrecht. Die Ehrenamtlichen kommen aus ganz Deutschland und werden zunächst an drei Wochenenden zentral in Mainz und Hannover ausgebildet.

Danach stehen sie regional ehrenamtlich als Ansprechpartner für Prädialysepatienten, Dialysepatienten, Nierentransplantierte und deren Familien zur Verfügung, meistens beim sogenannten Bettenlauf: Dabei gehen die PatientenBegleiter während der Dialysezeit (jeder Patient kommt dreimal pro Woche für etwa vier bis sechs Stunden zur Dialyse) durch die Behandlungsräume
und fragen die Mitpatienten, ob diese gerade Unterstützung benötigen. Bisher wurden gut 100 chronisch Nierenkranke im Rahmen des Projektes ausgebildet und qualifiziert. Mit der digitalen Akademie können jetzt mehr PatientenBegleiter qualifiziert werden.

Projektfortschritt während der startsocial-Beratungsphase: Nach dem Juryfeedback hat sich das Projektteam entschieden, das Projekt PatientenBegleiter „groß werden zu lassen“. Das bedeutet innerhalb des Projektes, mehr PatientenBegleiter auszubilden, um eine flächendeckende Versorgung zu erreichen, und außerhalb, das Konzept sowohl anderen Indikationsgruppen als auch anderen Ländern zur Verfügung zu stellen. Dafür wurde die Ausbildung überprüft, neu bewertet und – falls notwendig – verbessert. Es wurden Evaluationskriterien zur Bewertung der PatientenBegleitung entwickelt und Kleingruppen (digital und regional) gebildet.

Durch neue Wege (z.B. YouTube-Kanal) soll künftig eine breitere Öffentlichkeit angesprochen und mit kurzen blink.it-Impulsen und Videokleingruppen das digitale Lernen „geschmeidiger und interaktiver“ gestaltet werden. Das Projektteam ist im Gespräch mit neuen Partnern und Sponsoren, mit einer neuen Sponsorenbroschüre im Gepäck. Der Vorstand des Bundesverbands Niere e. V. trägt die Entwicklung nach einem gemeinsamen Visionsworkshop mit.


Quelle: startsocial e.V. | Redaktion

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  • thomas55 postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße