Dapagliflozin wird in Europa für Typ-1-Diabetes zugelassen

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Dapagliflozin wird in Europa für Typ-1-Diabetes zugelassen

Dapagliflozin ist das erste orale Medikament, das in Europa als Zusatztherapie zu Insulin für Erwachsene mit Typ-1-Diabetes zugelassen wird. Es ist damit das erste orale Antidiabetikum, das eine Zulassung als Add-on-Therapie für Patienten mit Typ-1-Diabetes erhalten hat.

Der SGLT-2-Hemmer Dapagliflozin (Handelsname Forxiga) ist von der Europäischen Kommission als Zusatztherapie zu Insulin bei Patienten mit Typ-1-Diabetes mit einem BMI ≥ 27 kg/m2 zugelassen worden, wenn Insulin alleine den Blutzuckerspiegel trotz optimaler Einstellung nicht adäquat senken kann. Dies meldet heute das Herstellerunternehmen AstraZeneca.

Bereits Anfang Februar hatte der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) die Empfehlung für diesen Schritt gegeben. Dapagliflozin ist damit das erste orale Antidiabetikum, das eine Zulassung als Add-on-Therapie für Patienten mit Typ-1-Diabetes erhalten hat.

Niedrigeres HbA1c, weniger Körpergewicht und Insulinbedarf

Elisabeth Björk, Senior Vice President R&D AstraZeneca, sagte: „Dapagliflozin ist das erste orale Medikament, das in Europa als Zusatztherapie zu Insulin für Menschen mit Typ-1-Diabetes zugelassen worden ist, deren Blutzuckerspiegel mit Insulin alleine nicht ausreichend gesenkt wird. Wir freuen uns, dass wir Dapagliflozin nun einer Patientenpopulation zur Verfügung stellen können, die bisher keinen Zugriff auf zugelassene orale Medikamente hatte.“

Die kurz- (24 Wochen) und langfristigen (52 Wochen) Daten aus der DEPICT-1-Studie bilden zusammen mit den kurzfristigen Daten aus der DEPICT-2-Studie die Grundlage für die europäische Zulassung.

Die tägliche Gabe von 5 mg des SGLT-2-Hemmers Dapagliflozin als orale Zusatztherapie zu Insulin führte bei Patienten mit schlecht eingestelltem Blutzucker zu den folgenden signifikanten und klinisch relevanten Reduktionen gegenüber dem Ausgangswert: beim durchschnittlichen Blutzuckerwert HbA1c (primärer Endpunkt), beim Körpergewicht sowie bei der gesamten Tagesdosis Insulin (sekundäre Endpunkte) nach 24 und 52 Wochen [1, 2, 3]. Dapagliflozin ist für Typ-1-Diabetes ausschließlich in der Dosierung 5 mg zugelassen.

Zulassungsprüfung für Typ-1-Diabetes auch in USA und Japan

Das Sicherheitsprofil von Dapagliflozin in diesen Typ-1-Diabetes-Studien entsprach seinem gut etablierten Profil bei Typ-2-Diabetes, mit Ausnahme einer höheren Anzahl von diabetischen Ketoazidosen (DKA) bei Patienten, die mit Dapagliflozin behandelt worden waren. DKA ist eine bekannte Komplikation des Diabetes mellitus, die öfter bei Patienten mit Typ-1-Diabetes auftritt.

Dapagliflozin ist bereits zugelassen als Monotherapie sowie als Add-on-Kombinationstherapie zur Verbesserung der glykämischen Kontrolle bei erwachsenen Patienten mit Typ-2-Diabetes als Ergänzung zu Diät und Bewegung, wo es die zusätzlichen Vorteile der Gewichtsabnahme und Blutdrucksenkung bietet.

Dapagliflozin befindet sich derzeit in Japan und den USA in der Zulassungsprüfung als Zusatztherapie zu Insulin bei Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes. Eine Entscheidung wird im ersten bzw. zweiten Halbjahr 2019 erwartet.

Literatur
[1] Dandona P, Mathieu C, Phillip M, et al. Efficacy and safety of dapagliflozin in patients with inadequately controlled type 1 diabetes (DEPICT-1): 24-week results from a randomised controlled trial. Lancet Diabetes and Endocrinol. 2017:5;846-17
Diabetes Care 2018;41:1938–1946
[2] Mathieu C, Dandona, P, Gillard, P, et al. Efficacy and Safety of Dapagliflozin in Patients With Inadequately Controlled Type 1 Diabetes (the DEPICT-2 Study): 24-Week Results From a Randomized Controlled Trial.
[3] Dandona P, Mathieu C, Phillip M, et al. Efficacy and safety of dapagliflozin in patients with inadequately controlled type 1 diabetes: The Depict-1 52 week study. Diabetes Care 2018 Dec; 41(12): 2552-2559

Quelle: AstraZeneca | Redaktion

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 2 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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