- Aus der Community
Das Leben mit Diabetes ist wie ein Puzzle
2 Minuten

Wenn es läuft, dann ist der Blutzucker unerschütterlich stabil und befindet sich zwischen perfekten Werten von 100 mg/dl (5,6 mmol/l) bis 140 mg/dl (7,8 mmol/l). Er ist so standhaft wie ein Baum. Irgendwann wird mir dann bewusst, dass mein Diabetes optimal läuft, und schon passiert es – das nächste Bild.
Eine dumme kleine Hypoglykämie. Aus heiterem Himmel stürzt der Blutzucker in die Tiefe, wie ein Kampfhubschrauber. Die Kommunikation mit mir funktioniert dann nur noch über einfache Befehle: Miss, iss etwas, Traubenzucker … Chaos in meinem Diabetes Puzzle.
Der Blutzucker steigt dann wieder gemütlich wie ein Ballon. Es macht sich bei mir ein behagliches Gefühl des Wohlseins breit. Mein Diabetes Puzzle ist fast perfekt. Aber Vorsicht …
… manchmal hört der Blutzucker nicht an der richtigen Stelle auf mit dem Steigen. Passiert nach oben die 120 mg/dl (6,7 mmol/l) Grenze. Reißt auch den 180 mg/dl (10,0 mmol/l) Wert und pendelt sich irgendwo bei 260 mg/dl (14,4 mmol/l) oder mehr ein. Dann fühle ich mich müde, träge, behäbig wie ein großes, schwer manövrierbares Schiff. Alles geht sehr langsam.
Und ich stelle fest, mein Diabetes Puzzle ist nur noch ein Chaos aus Aufs und Abs. Nicht nur ein paar Puzzle Teile, nein, das ganze Puzzle ist durcheinandergekommen.
Und dann habe ich plötzlich kein Diabetes Puzzle mehr, sondern eine ausgewachsene Diabetes Baustelle und ich muss die gesamte Einstellung auf den Prüfstand stellen. Oh, wie ich sie liebe, die Basalraten Tests, die Überprüfung der Faktoren. Ich muss alle Puzzle Teile neu sortieren und alles wieder aufbauen. Das ist mein Diabetes Schweinezyklus, auch als Jojo Effekt bezeichnet oder wie man es auch immer nennen will … eben ein ganz normales Diabetes Leben.
Viele Grüße Euer Thomas
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]












Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße