- Behandlung
DDG fordert flächendeckendes Diabetes-Screening in Kliniken
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Patienten über 50 Jahre sollten bei einer stationären Aufnahme routinemäßig auf Diabetes gescreent werden – das fordert die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich des Weltdiabetestags am 14. November. So könnten Komplikationen vermieden und Patienten sicherer behandelt werden.
Etwa jeder vierte Krankenhauspatient leidet an Diabetes mellitus. Einige wissen bei der Klinikaufnahme von ihrer Erkrankung noch nichts [1]. Insbesondere in chirurgischen Abteilungen, in denen der Patient lediglich operativ behandelt wird, bleibt ein Diabetes oft unerkannt und folglich unbehandelt. „Dabei ist das Risiko für Komplikationen während eines Krankenhausaufenthalts bei Diabetes-Betroffenen höher als bei Menschen ohne Diabetes.“, weiß Prof. Dr. med. Baptist Gallwitz, Mediensprecher der DDG.
Während nur jeder sechste Patient Komplikationen infolge seiner stationären Behandlung erleide, sei es unter Diabetespatienten bereits jeder vierte. Um Betroffene rechtzeitig zu identifizieren und gegebenenfalls sogar einen Diabetes neu zu diagnostizieren, empfiehlt die DDG ein Diabetes-Screening bei allen Patienten über 50 Jahren. Hierbei wird der Langzeitblutzuckerwert, der so genannte HbA1c, im Blut bestimmt. Für die ambulante Versorgung von Risikopatienten sei dieses Prozedere ebenfalls empfehlenswert.
Typ-2-Diabetes wird im Schnitt erst nach sieben Jahren entdeckt
Ein bestehender Diabetes kann die Therapie im Krankenhaus erheblich erschweren. Ärztinnen und Ärzte müssen auf Wechselwirkungen von Medikamenten achten oder den Einfluss von Therapien und Operationen auf den Blutzuckerspiegel berücksichtigen. Häufig haben Patienten über die Stoffwechselerkrankung hinaus auch Begleit- und Folgeerkrankungen, die in der stationären Versorgung mitversorgt werden müssen, wie bspw. Bluthochdruck, Gefäß- und Nervenschädigungen oder Herz-Kreislaufbeschwerden.
Oft sind es diese Erkrankungen, aufgrund derer Menschen mit einem unentdeckten Typ-2-Diabetes in die Klinik eingeliefert werden, zeigt eine Untersuchung [2]. „Bis zur Erstdiagnose leben Menschen mit einem Typ-2-Diabetes durchschnittlich sieben Jahre lang ohne etwas von ihrer Erkrankung zu merken“, erklärt Prof. Dr. med. Dirk Müller-Wieland, Past-Präsident der DDG. „In dieser Zeit können sich bereits starke Schädigungen an Herz, Nieren, Nerven und Gefäßen bilden. Rund ein Viertel der Patienten mit koronarer Herzerkrankung hat einen Diabetes, ohne es zu wissen.“
Daher sei es für den Therapieerfolg und einen sicheren Krankenhausaufenthalt essentiell, eine diabetologische Mitbetreuung bei allen betroffenen Patienten zu gewährleisten und so einen möglichen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen zu erkennen, so Müller-Wieland.
Problem: gesamtheitliche Versorgung bringt kaum Geld ein
Insbesondere in internistischen stationären Abteilungen haben viele Menschen Diabetes als Nebendiagnose: Eine Untersuchung zeigt, dass inzwischen rund die Hälfte aller dortigen Patienten betroffen ist [2]. Nimmt man Folge- und Begleiterkrankungen sowie starkes Übergewicht (Adipositas) als Mitverursacher von Diabetes hinzu, steigt der Anteil dieser Patienten weiter an. Doch fehlen inzwischen immer mehr diabetologische und internistische Betten in Kliniken.
„Der Bereich fällt zunehmend dem Rotstift zum Opfer – obwohl der Bedarf durch den Zuwachs multimorbider internistischer Patienten steigt“, kritisiert DDG-Präsidentin Prof. Dr. med. Monika Kellerer. Eine Ursache sieht die Ärztliche Direktorin des Zentrums für Innere Medizin I am Marienhospital Stuttgart darin, dass den Krankenhäusern die gesamtheitliche Krankenversorgung im ambulanten sowie stationären Sektor kaum Geld einbringt.
Um die klinische Versorgung diabetologischer und multimorbider Patienten zu verbessern und auch künftig zu gewährleisten, fordert die DDG, mehr eigenständige diabetologische Fachabteilungen in Kliniken, den Ausbau klinischer Lehrstühle mit bettenführenden Abteilungen an allen medizinischen Fakultäten und eine angemessene Finanzierung der sprechenden Medizin.
„Darüber hinaus müssen wir eine verzahnte und integrierte optimale Diabetestherapie bei mehrfacherkrankten Patienten sicherstellen – von der hausärztlichen über die ambulante fachdiabetologische Versorgung bis in die Kliniken“, betont Kellerer. Schließlich müssen auch DDG-qualifizierte diabetologische Weiterbildungen nicht ärztlicher Berufsgruppen, wie der Diabetesberaterinnen und -berater, staatlich anerkannt werden. „Nur mit diesen umfassenden Maßnahmen lässt sich die Versorgung dieser Patienten interdisziplinär und interprofessionell in Zukunft adäquat gestalten“, so Kellerer.
Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)
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lena-schmidt postete ein Update vor 3 Tagen, 18 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße