- Aus der Community
Der andere Alltag durch Corona
3 Minuten
Nicht erst, seit die Regierungen des Bundes und der Länder strenge Regelungen wegen des Corona-Virus COVID-19 erlassen haben, stellt sich für jeden die Frage: Wie geht man mit der Situation um?

Mit eine der ersten Fragen, die ich mir stellte, war: Gehöre ich zur Risikogruppe? Klar, ich habe einen Typ-1-Diabetes, bin aber eigentlich topfit. Ich treibe viel Sport, esse vernünftig, rauche nicht – andererseits habe ich nicht nur Diabetes, sondern weitere Autoimmunkrankheiten, die sich allerdings im Alltag nicht oder nur ab und zu bemerkbar machen. Ganz jung bin ich auch nicht mehr, aber noch nicht über 60… Also denke ich: Zur Hochrisikogruppe gehöre ich nicht, aber völlig ohne Risiko bin ich auch nicht.
#StayAtHome – Arbeiten im Homeoffice

Aber das ist eigentlich egal – denn ob Risikogruppe oder nicht: Ich könnte Überträger werden. Ganz ausschließen kann das kein Einziger. So ist klar: #StayAtHome – Homeoffice ist angesagt. Als Redakteurin im Fachzeitschriften-Verlag ist das zum Glück gut zu lösen, meine Kollegen und ich können weiterarbeiten und Euch mit Informationen versorgen.
Insulingaben einfach anpassen
Was bedeutet dieser Wechsel ins Homeoffice für meinen Typ-1-Diabetes? Was bedeutet es, dass ich meine Radfahrt zum und vom Büro nicht mehr habe? Was bedeutet es, dass ich nicht mehr zum Krafttraining gehen kann? Die Frage ist einfach zu beantworten: Kaum etwas, denn ich passe einfach meine Insulingaben an die reduzierte Bewegung an – wofür ist die Insulinpumpentherapie schließlich da? Und ob es gepasst hat, sehe ich ja an meinen CGM-Werten.
Lange sitzen – dann etwas bewegen

Aber eine Sache kennt Ihr sicher auch. Wenn man sonst intensivere Bewegung hat, denkt man: Ein „einsamer“, gemächlicher Spaziergang am Abend nach der Arbeit kann die Glukosewerte nicht sonderlich stark senken. Weit gefehlt! Nach der Sitzerei den ganzen Tag – maximal gehe ich vom Arbeitszimmer mal in die Küche, ins Bad oder zum Briefkasten – wirkt sich diese „harmlose“ Bewegung viel stärker aus als vermutet. Mein Zucker- und Müsliriegel-Verbrauch war letzte Woche, der ersten Homeoffice-Woche, dabei nicht unerheblich. Aber man lernt ja immer dazu…
Kein Kuchen

Etwas Positives hat der andere Tagesablauf: Im Büro esse ich am Nachmittag gern ein Stück Kuchen – dessen Kohlenhydratmenge nicht immer einfach einzuschätzen ist. Jetzt gehe ich, wie gesagt, zu dieser Zeit spazieren, um noch im Hellen draußen zu sein. So steigen meine Glukosewerte jetzt nicht, sondern verhalten sich wie oben beschrieben. Zu essen gibt es dann erst etwas zum Abendessen – immer frisch gekocht und abwechslungsreich, was ich bei normalem Büroalltag oft nicht schaffe.
So bringt das Corona-Virus nicht nur Einschränkungen und Sorgen mit sich, sondern wirkt sich positiv auf meinen Diabetes aus…
Egal weswegen der Alltag sich ändert, eine neue Tagesstruktur bedeutet auch immer eine Therapieanpassung – das weiß auch Katharina.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 55 Minuten
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus! -
stephanie-haack postete ein Update vor 3 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.