- Behandlung
Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bei Diabetes ans Herz denken!
4 Minuten

Menschen mit Diabetes haben gegenüber Menschen ohne Diabetes ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie die koronare Herzkrankheit (KHK), die sich zum Beispiel akut in einem Herzinfarkt zeigen kann, und den Schlaganfall. Warum das so ist? Es gibt mehrere Faktoren, die hier eine Rolle spielen. Einer davon ist die langfristige Wirkung von zu hohen Blutzuckerwerten auf die Blutgefäße. Dies begünstigt die Entwicklung von Arteriosklerose.
Die “Gefäßverkalkung”, wie Arteriosklerose umgangssprachlich auch genannt wird, kann wiederum das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall erhöhen. Zudem treten bei Menschen mit Diabetes oft weitere Risikofaktoren auf, beispielsweise Bluthochdruck oder hohe Blutfettwerte. All diese Faktoren können das Herz-Kreislauf-System belasten und zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen online
Daher bietet diabinfo.de jetzt auch umfangreiche Informationen zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Online-Portal stellt wissenschaftlich fundierte sowie aktuelle Informationen rund um Diabetes bereit. Das Informationsportal wird stetig ausgebaut und hat vor Kurzem sein Angebot an Themen um weitere nicht übertragbare Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen erweitert. Das Portal gibt einen Überblick über die jeweiligen Symptome, die Diagnose und Behandlung sowie Möglichkeiten der Vorbeugung. Auch das Wechselspiel von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, starkem Übergewicht (Adipositas) und Diabetes wird beleuchtet.
diabinfo.de: Informationen über Diabetes
diabinfo.de bietet mit seinen Bereichen “Vorbeugen”, “Leben mit Diabetes” und “Informationen für Fachkreise” aktuelle, neutrale und wissenschaftlich geprüfte Informationen zu allen Formen des Diabetes mellitus sowie zur Vorbeugung von Diabetes und weiteren nicht übertragbaren Erkrankungen wie Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Inhalte sind sorgfältig recherchiert und allgemeinverständlich aufbereitet. Neben vielen praktischen und informativen Downloads für den Alltag bietet diabinfo.de zahlreiche Inhalte zum Lesen, Hören und Anschauen.
Die Inhalte sind auch in den Sprachen Englisch, Türkisch, Russisch und Polnisch verfügbar.diabinfo.de ist ein gemeinsames Angebot von Helmholtz Munich, des Deutschen Diabetes-Zentrums (DDZ) und des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD). Initiiert wurde das Portal von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Die Förderung erfolgt durch die BZgA, das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).
Risikofaktoren im Blick
Verschiedene Risikofaktoren tragen zum Entstehen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei. Neben dem Alter, dem Geschlecht und einer erblichen Vorbelastung sind dies
- Bluthochdruck,
- erhöhte Blutzuckerwerte,
- erhöhte Blutfettwerte (Triglyzeride),
- niedrige HDL-Cholesterinwerte (das “gute” Cholesterin),
- erhöhte LDL-Cholesterinwerte (das “schlechte” Cholesterin),
- Übergewicht und Adipositas,
- unausgewogene Ernährung,
- zu wenig Bewegung und
- Rauchen.
Diese Faktoren beeinflussen sich gegenseitig und erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen dadurch zusätzlich. Zum Beispiel können dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte die Blutgefäße schädigen und eine Arteriosklerose vorantreiben, während Bluthochdruck neben seiner schädigenden Wirkung auf die Gefäße das Herz zusätzlich belastet.
So lässt sich das Risiko aktiv senken
Die gute Nachricht ist, dass es viele Möglichkeiten gibt, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen auch bei Diabetes zu verringern und diesen aktiv vorzubeugen. Normnahe Blutzuckerwerte von Beginn des Diabetes an erhöhen die Chance, dass Menschen mit Diabetes lange ohne Folgeerkrankungen der Gefäße leben. Zudem ist wichtig, darauf zu achten, dass Blutdruck und Blutfettwerte im Normbereich liegen. Beides sollte regelmäßig ärztlich überprüft und gegebenenfalls behandelt werden. Schwerwiegende Komplikationen lassen sich so oft verhindern oder zumindest hinauszögern.
Ein weiterer wichtiger Faktor zum Vorbeugen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, auf das Körpergewicht zu achten und bestehendes Übergewicht möglichst zu reduzieren. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung im Alltag können zur Gewichtsabnahme beitragen. Zudem bilden sie die Grundlage, um ein reduziertes Körpergewicht langfristig zu halten. Ein weiterer Faktor, der das Risiko erhöht, ist das Rauchen von Zigaretten, E-Zigaretten und ähnlichen Produkten. Ebenso spielt der Konsum von Alkohol eine bedeutende Rolle.

Praktische Tipps helfen
Auf diabinfo.de sind umfangreiche Informationen zu Möglichkeiten der Vorbeugung zu finden. Das Informationsportal bietet hilfreiche Tipps für den Alltag: beispielsweise, wie es möglich ist, mit dem Rauchen aufzuhören, wie sich mehr Bewegung in den Alltag integrieren oder eine gesunde und ausgewogene Ernährung ohne Verzicht langfristig umsetzen lässt. Im Fokus stehen dabei realistische Ziele und deren individuelles Umsetzen sowie praktische Hilfen. Zudem gibt es Informationen zu gesundem Schlaf und Entspannung – zwei Einflussfaktoren, die oft übersehen werden.
Klinische Studien zu Diabetes – Portal hilft bei der Suche
Viele Menschen sind bereit, die Diabetes-Forschung zu unterstützen, indem sie sich an klinischen Studien beteiligen. Damit tragen sie nicht nur zur Entwicklung neuer Behandlungs-Strategien bei, sondern erhalten meist auch viele körperliche Untersuchungen und/oder Überprüfungen der eigenen Laborwerte. Bestandteil vieler Studien sind außerdem individuell angepasste Beratungen zu Ernährung und körperlicher Aktivität.
Doch welche klinischen Studien suchen aktuell in Deutschland nach Teilnehmenden? diabinfo.de bietet eine Übersicht zu aktuell laufenden klinischen Studien.Findet sich momentan keine passende Studie, besteht die Möglichkeit, sich in das Interessenten-Register im Portal einzutragen. Hier können sich Interessierte mit wenigen persönlichen Daten kostenlos und unverbindlich anmelden. Wird eine neue Studie registriert, die passen könnte, erfahren sie direkt per E-Mail davon. Eltern von Kindern mit beispielsweise Typ-1-Diabetes können sich stellvertretend für ihre Kinder registrieren.
Die persönlichen Daten werden nur für den Zweck der Zuordnung passender Studien verwendet und nicht an Dritte weitergegeben oder zu Werbezwecken verwendet. Das Interessenten-Register der Studienplattform ist auf der diabinfo-Website zu finden.
Fazit
Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind bei Menschen mit Diabetes häufige Folge- und Begleiterscheinungen. Mit einem Lebenswandel, durch den Risikofaktoren verhindert oder reduziert werden, lässt sich sowohl bestehendes Übergewicht abbauen als auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen aktiv vorbeugen. Im Online-Portal diabinfo.de finden sich umfangreiche Informationen zu den einzelnen Krankheiten, zum Leben mit Diabetes, egal welchen Typs, sowie zum Vorbeugen von Typ-2-Diabetes, Adipositas und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Schwerpunkt „Forschung für präzisere Behandlung“
- Diabetes-Subtypen: Weg zur Präzisionsmedizin?
- Frau – Mann? Unterschiede auch bei Diabetes
- Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bei Diabetes ans Herz denken!
- Studien: Lösen Viren Typ-1-Diabetes aus?
von Pia Ochel und Laura Dauben
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2024; 73 (8) Seite 25-27
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thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen, 8 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Tagen, 1 Stunde
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 2 Tagen, 3 Stunden
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]





