- Behandlung
Dr. Martin Schön: Forschung für eine präzisere Therapie
8 Minuten
Von Bratislava führte der Weg von Dr. Martin Schön nach Düsseldorf an das Deutsche Diabetes-Zentrum (DDZ). Damit begann die Leidenschaft für die Diabetologie und die Forschung. Erreichen möchte er eine präzisere Therapie des Diabetes – vor allem für Menschen mit Typ-2-Diabetes.
Im Interview: Dr. Martin Schön
Vierfach geehrt wurde Dr. Martin Schön im vergangenen Jahr – und das bereits mit 35 Jahren. Spricht man mit ihm, spürt man seine Begeisterung für die Forschung in der Medizin und sein Interesse an den Menschen, für die er forscht. Dabei hatte der geborene Slowake eigentlich vor, Jurist zu werden. Aber er hatte sich dann doch für ein Medizinstudium beworben – und wurde angenommen. „Ich beschloss, es zu versuchen, weil ich viele Möglichkeiten sah und es mir die Welt öffnen könnte.“ Genau das geschah: Sowohl seine Themen sind abwechslungsreich als auch die Orte seiner Tätigkeit. „Die Vielfalt in der Medizin mag ich, vielleicht war das der Hauptgrund.“

Forschen für präzisere Therapien
Auch sein Weg in die Diabetologie war nicht direkt vorgezeichnet. „Während meiner Promotion war Bewegung mein Schwerpunkt in der Forschung, ich war also nicht speziell in der Diabetesforschung tätig.“ Als er nach seiner Promotion am Deutschen Diabetes-Zentrum (DDZ) in Düsseldorf anfing, begann seine Leidenschaft für die Diabetologie – sowohl in der Forschung als auch in der Behandlung von Menschen mit Diabetes in der Klinik. „Uns interessiert besonders die Präzisionsmedizin bei Diabetes.“
Helfen mit Medikamenten und Lebensstil-Empfehlungen
Am DDZ möchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler herausfinden, von welchen Medikamenten und Lebensstil-Empfehlungen Menschen speziell mit Typ-2-Diabetes am meisten profitieren könnten. „Denn es gibt eine sehr große Bandbreite, also eine große Variabilität innerhalb des Typ-2-Diabetes.“ Woran er forscht, lebt er auch privat: Er bewegt sich gern in der Natur. Und er liebt es, Zeit mit seiner Familie und Freunden zu verbringen und zu reisen.
Diabetes-Anker (DA): Herr Dr. Schön, während der EASD-Tagung wurden Sie für Ihre Forschung im Bereich Diabetes gleich zweifach ausgezeichnet. Sie erhielten den Rising Star Award und den EFSD Novo Nordisk Foundation Future Leaders Award und im April erhielten Sie bereits den Präventionspreis der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin und der Deutschen Stiftung Innere Medizin. Wie haben Sie sich nach diesen vielen Auszeichnungen gefühlt?
Dr. Martin Schön: Vielen Dank. Es war natürlich eine Überraschung, aber ich betrachte es als Ergebnis der Arbeit, die unser gesamtes Team unter der Leitung von Professor Michael Roden und Professor Robert Wagner geleistet hat. Die Auszeichnungen sind das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Ich war sehr glücklich, auf der Bühne stehen und den Preis entgegennehmen zu dürfen. Ohne Menschen mit Diabetes, die an unseren Studien teilnehmen und die Forschung unterstützen, wäre das nicht möglich gewesen. Es ist also das Ergebnis aller Beteiligten. Das Thema ist derzeit sehr relevant in der Diabetesforschung, was das Interesse an unserer Arbeit zusätzlich erhöht.
DA: Lassen Sie uns ein wenig zurückblicken. Sie sind in der Slowakei aufgewachsen und haben dort Medizin studiert. Warum haben Sie sich entschieden, Medizin zu studieren?
Dr. Schön: Ehrlich gesagt war es Zufall. Ich hatte es zunächst nicht geplant. Ich war unentschlossen, welche Universität ich wählen oder was ich studieren sollte. Eigentlich wollte ich Jura studieren, aber habe mich dann doch für die medizinische Fakultät beworben und wurde angenommen. Ich beschloss, es zu versuchen, weil ich viele Möglichkeiten sah und es mir die Welt öffnen könnte.
Mit Medizin kann man praktisch in jedem Land arbeiten und ich war daran interessiert, vielleicht im Ausland zu leben, viele Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Kulturen kennenzulernen und auch die Möglichkeit zu haben, Forschung zu betreiben, aber auch mit Menschen mit Diabetes zu arbeiten, ihnen zu helfen, und auch Medizinstudenten zu unterrichten. Die Vielfalt in der Medizin mag ich, vielleicht war das der Hauptgrund. Ich habe an der Comenius-Universität in Bratislava in der Slowakei studiert und das Studium wirklich genossen. Es war eine wunderbare Erfahrung.
DA: Okay, aber es ist sehr unterschiedlich zu Jura, denke ich?
Dr. Schön: Ja, in der Schule mochte ich Geschichte sehr, Sozialwissenschaften, auch Politik, Wirtschaft. Etwas in der Art wäre gut für mich gewesen, aber ich habe mich entschieden, es mit Medizin zu versuchen – und ich habe es nie bereut.
DA: Ihr Weg in die Diabetologie begann früh. Welche Kontakte in diesem Bereich waren die ersten?
Dr. Schön: Während meiner Promotion war Bewegung mein Schwerpunkt in der Forschung, ich war also nicht speziell in der Diabetesforschung tätig. Aber als ich nach meiner Promotion nach einer Postdoc-Stelle suchte, wollte ich etwas anderes machen. Ein Kollege hatte mir einmal geraten, dass es gut ist, das Forschungsgebiet ein wenig zu wechseln und auch in einer anderen Umgebung, vielleicht in einem anderen Land zu arbeiten. Das war etwas, wonach ich gesucht hatte.
Und diese Gelegenheit bekam ich am Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf. Das war der perfekte Ort für mich, weil ich parallel die Möglichkeit hatte, meine Facharzt-Ausbildung in Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf unter der Leitung von Professor Roden zu absolvieren. Ich fand es toll, hier mit der Diabetesforschung zu beginnen.
„Woran ich am meisten interessiert bin, ist die Frage, wie wir unseren Stoffwechsel verbessern und die Entwicklung von Diabetes durch den Lebensstil verhindern können.“
DA: Haben Sie persönliche oder familiäre Kontakte zur Diabetologie oder zu Diabetes?
Dr. Schön: Nicht wirklich, aber ich war immer an der Lebensstil-Forschung interessiert: Wie können wir unsere Gesundheit im täglichen Leben beeinflussen? Ernährung, Bewegung und Sport und wie diese unsere Gesundheit beeinflussen, betrifft jeden im Leben. Und Diabetes ist sehr eng mit dem Lebensstil verbunden. Deshalb bin ich begeistert von dieser Art von Forschung. Woran ich am meisten interessiert bin, ist die Frage, wie wir unseren Stoffwechsel verbessern und die Entwicklung von Diabetes durch den Lebensstil verhindern können.
DA: Ich verstehe. Vor allem Typ-2-Diabetes ist damit gemeint, denke ich?
Dr. Schön: Ja, genau. Aber es gibt auch viele Studien, die zeigen, dass ein gesunder Lebensstil auch für Menschen mit Typ-1-Diabetes oder Schwangerschaftsdiabetes oder anderen Diabetestypen vorteilhaft sein kann. Das bedeutet nicht, dass diese Diabetestypen durch einen gesunden Lebensstil verhindert werden können, aber er kann definitiv die Lebensqualität oder das Risiko von Komplikationen und den gesamten Verlauf der Krankheit verbessern.
DA: Das ist richtig. Aber in Ihrer Forschung konzentrieren Sie sich auf Personen mit Typ-2-Diabetes, wie ich gelesen habe. Wonach suchen Sie und wie?
Dr. Schön: Uns interessiert besonders die Präzisionsmedizin bei Diabetes. Wir möchten wissen, von welchen Medikamenten, aber auch von welchen Lebensstil-Empfehlungen Menschen speziell mit Typ-2-Diabetes am meisten profitieren würden. Denn es gibt eine sehr große Bandbreite, also eine große Variabilität innerhalb des Typ-2-Diabetes. Jeder Mensch mit Diabetes ist verschieden und reagiert unterschiedlich auf Therapien. Wir möchten personalisierte Behandlungs-Strategien für Menschen mit Typ-2-Diabetes verbessern.
Diesbezüglich hat die klinische Onkologie in den letzten Jahrzehnten die größten Fortschritte gemacht. Die Behandlung für Menschen mit Krebs ist sehr viel spezialisierter und individualisierter als früher. Menschen mit einer bestimmten Art von Krebs müssen viele Tests durchlaufen, viele diagnostische Instrumente zur Stadien-Einteilung und zum Schweregrad der Krankheit werden eingesetzt. Gewebeproben werden untersucht und Gene werden überprüft, um die Behandlung anzupassen. Sie ist also maßgeschneidert für eine bestimmte Person mit einer bestimmten Art von Krebs.
Und das ist es, was wir langfristig auch für Menschen mit Typ-2-Diabetes erreichen wollen. Wir wollen uns den spezifischen Stoffwechsel einer Person mit Typ-2-Diabetes anschauen und die Behandlung für ihn oder sie maßschneidern.
DA: Und welche diagnostischen Werkzeuge verwenden Sie? Ich habe gelesen, dass Sie auch CGM-Systeme verwenden?
Dr. Schön: Die größte Herausforderung besteht darin, die personalisierte Therapie in die Praxis zu implementieren. Wir versuchen daher, Werkzeuge und Parameter zu verwenden, die günstig, einfach und schnell zu messen sind, auch beim Hausarzt oder Diabetologen. Und wir versuchen, Scores oder mathematische Modelle zu entwickeln, die helfen, den Stoffwechsel-Phänotyp für eine bestimmte Person mit Typ-2-Diabetes zu bestimmen und auf dieser Grundlage eine bessere Empfehlung zu geben, welche der bei Typ-2-Diabetes möglichen Behandlungen am besten für eine bestimmte Person geeignet sein könnte.
Es gibt bereits Studien zu CGM-Systemen bei Typ-2-Diabetes, die in den neuesten Empfehlungen der American Diabetes Association enthalten sind. Eine Empfehlung sagt bereits, dass auch Menschen mit Typ-2-Diabetes vom Tragen des CGM zu Beginn der Krankheit für vielleicht zwei Wochen profitieren könnten, um ein Gefühl für ihr Glukoseprofil oder ihre Glukoseverläufe zu bekommen. Aber es gibt keine Werkzeuge oder Techniken, wie man mit den CGM-Daten bei Personen mit Typ-2-Diabetes arbeiten und auf dieser Grundlage spezifische Behandlungs-Strategien für Menschen mit Typ-2-Diabetes entwickeln kann.
Das ist es, was wir in dem nun von der Europäischen Diabetes Gesellschaft (EASD) gemeinsam mit der Novo Nordisk Foundation geförderten Projekt vorgeschlagen haben. Wir möchten die CGM-Daten bei Menschen mit Typ-2-Diabetes nutzen, um therapeutische Strategien für sie zu entwickeln.
DA: Was wird der konkrete Nutzen für Personen mit Diabetes sein?
Dr. Schön: Wir hoffen, dass wir in der Lage sein werden, Empfehlungen für die Behandlung zu geben: ob die Person frühzeitig mit einer Insulinbehandlung, einer Insulin-Supplementation oder oralen Antidiabetika wie Metformin oder SGLT-2-Hemmern oder GLP-1-Rezeptor-Agonisten beginnen sollte.
Das Tragen eines CGM-Systems könnte für jede Person mit jedem Diabetestyp sehr lehrreich sein. Wenn sie sehen, wie ihr Körper auf bestimmte Lebensmittel reagiert, ist das großartig, denn dann können sie sehen, wie hoch ihre Glukosewerte nach dem Verzehr von Weißbrot steigen, während der Glukoseanstieg nicht so stark ist, wenn sie Vollkornbrot oder andere Brotsorten essen. Sie erhalten selbstständig Informationen und können gesündere Entscheidungen treffen, wenn es um das Essverhalten geht.
„Ich möchte in meinem Sprechzimmer mit einem Menschen mit Diabetes sitzen und ihm sagen können, von welcher Behandlung er am meisten profitieren wird und bei der er das geringste Risiko für Komplikationen hat. Ich möchte ihm auch empfehlen können, von welcher Art Bewegung und welcher Art Ernährung er profitiert.
DA: Ihre Forschung ist also gut für Menschen mit Diabetes, weil sie lernen, wie sich der Lebensstil auswirkt, und gut für Entscheidungen zur Behandlung?
Dr. Schön: Ja, das ist unser Ziel. Das ist die Idee des neuen Projekts, das wir vorgeschlagen haben und das wir starten möchten.
DA: Sehen Sie auch Vorteile für Ärzte und die Diabetes-Teams oder nur mehr Arbeit?
Dr. Schön: Ich denke, dass es möglicherweise Vorteile geben könnte, weil sie eine bessere Vorstellung davon bekommen könnten, welche Behandlungsoptionen und -strategien am besten geeignet sind. Und sie können so hoffentlich Diabetes-Komplikationen verhindern oder das Risiko dafür minimieren. Ich denke, das ultimative Ziel ist es, die Arbeit der Ärzte zu erleichtern und das Erkennen von Komplikationen zu verbessern.
DA: Das klingt sehr gut. Kümmern Sie sich in Düsseldorf auch um Menschen mit Diabetes oder liegt Ihr Fokus auf der Forschung?
Dr. Schön: Ich arbeite derzeit auch als Assistenzarzt in der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Universitätsklinikum Düsseldorf unter der Leitung von Professor Roden. Ich kombiniere also die Forschung am Deutschen Diabetes-Zentrum mit meiner Facharztausbildung.
DA: Sie sehen also die Personen mit Diabetes, über die Sie auch forschen?
Dr. Schön: Ja, beides zu kombinieren, ist ein großer Vorteil. Durch meine Erfahrungen in der Klinik und mit Menschen mit Diabetes kann ich in der Forschung bessere Fragen stellen. Auf der anderen Seite kann ich das Wissen und die neuen Informationen aus der Forschung in die klinische Praxis einbringen. Alle profitieren voneinander.
DA: Sie arbeiten nicht nur, hoffe ich. Welche weiteren Interessen haben Sie neben der Diabetologie?
Dr. Schön: Ich interessiere mich auch für die Lebensstilforschung und für die verschiedenen Arten von Ernährung, Sport und Bewegung. Auch in meinem privaten Leben versuche ich, einen aktiven Lebensstil zu führen. Ich mag es, aktiv zu sein, in die Natur zu gehen, zum Beispiel zum Wandern, oder Sport zu treiben. Ich verbringe auch gern Zeit mit meinen Freunden, bin gern bei meiner Familie und mag es, zu reisen und die Welt zu erkunden. Das ist auch ein schöner Nebeneffekt der Forschung, dass Reisen Teil unseres Forschungslebens sind.
DA: Sie sind 35 Jahre alt und viele Jahre Arbeit und Forschung warten auf Sie. Was sind Ihre Ziele, was sind Ihre Wünsche für die nahe und fernere Zukunft?
Dr. Schön: Ich möchte in meinem Sprechzimmer mit einem Menschen mit Diabetes sitzen und ihm sagen können, von welcher Behandlung er am meisten profitieren wird und bei der er das geringste Risiko für Komplikationen hat. Ich möchte ihm auch empfehlen können, von welcher Art Bewegung und welcher Art Ernährung er profitiert. Das ist das Ziel meiner Forschung. In 2026 möchte ich zunächst meine Facharztausbildung in Endokrinologie und Diabetologie abschließen. Darauf konzentriere ich mich.
DA: Herzlichen Dank! Und ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Glück für alles, was Sie tun.
Interview: Dr. Katrin Kraatz
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moira postete ein Update vor 1 Tag, 12 Stunden
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 6 Tagen, 10 Stunden
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
