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Endlich symptomfrei – 15 Tage „Corona“
3 Minuten
Am 26. März erschien mein erstes Inteview mit Anja: „Ich habe ‚Corona‘ und Typ-1-Diabetes“ – die 25-Jährige war zu dem Zeitpunkt an Corona erkrankt. Zwei Wochen später haben wir wieder miteinander gesprochen und Anja hat mir einen Einblick in den Verlauf der Krankheit gegeben – bis zum Tag der Symptomfreiheit.
Zwei Wochen später – Anjas Update
Lena: Wie haben sich deine Symptome im Verlauf der Erkrankung verändert?
Anja: Meine Symptome waren relativ stabil im Laufe der Corona-Zeit. In den letzten Tagen vor der Symptomfreiheit hatte ich dann nur noch Durchfall und auch der ging dann zeitnah weg. Der ganze Prozess von ersten Symptomen bis zur Symptomfreiheit dauerte 15 Tage. Meine Zuckerwerte sind wieder besser, aber noch nicht perfekt. Aber wessen Werte sind das schon? 😉
Lena: Wann hast du als geheilt gezählt?
Anja: Das war gar nicht so einfach. Ich hatte eigentlich die Anweisung, dass ich, wenn ich 48 Stunden symptomfrei bin, weitere Untersuchungen benötige. Also habe ich mich zeitnah nach bereits 24 Stunden Symptomfreiheit das erste Mal an das Gesundheitsamt gewandt. Leider sind diese ausschließlich per E-Mail erreichbar und schreiben nicht immer zeitnah zurück. 24 Stunden später, zu diesem Zeitpunkt war ich dann 48 Stunden symptomfrei, habe ich dann erneut an das Gesundheitsamt geschrieben. Ich wollte NUR eine Antwort, wie es weitergeht mit mir. Daraufhin habe ich am Abend meine Quarantäne-Beendung bekommen, in dieser war der 31. März vermerkt, so dass ich am nächsten Tag raus dürfte.

Doch das Ganze ohne Untersuchung geschweige denn einen Anruf? So habe ich am 1. April mal wieder versucht, jemanden zu erreichen, der Genaueres weiß. Die Info bei einer Stadt-Corona-Hotline hat sich auf das Gesundheitsamt berufen. Wenn die die Quarantäne-Beendung herausgeben, würde das schon stimmen. Daraufhin habe ich mich noch bei meiner Hausärztin abgesichert und ihre Meinung und ihr Wissen abgefragt. Diese sagte das Gleiche. Also nahm ich an, das stimmt alles so. Die Angst, dass ich aber doch noch Viren in mir trage, war da. Aber in Corona-Zeit ist Social Distancing ja eh voll im Trend und das mache ich halt ausgedehnt.
„Gesundheitlich geht es mir wieder gut!“
Lena: Wie fühlst du dich heute?
Anja: Gesundheitlich geht es mir ja wieder gut. Es begleitet mich aber immer ein bisschen Angst, dass ich doch noch Viren in mir trage, schließlich kann mir das niemand versprechen. Leider habe ich auch aus erster Hand von Menschen mit Corona gehört, die in einem anderen Landkreis leben, die einen 2. Test bekommen haben, und dieser war nochmal positiv. Wer verspricht mir somit, dass ich es nicht bin? Da ich aber seit inzwischen 8 Tagen symptomfrei bin, denke ich dabei sehr positiv. Jedes Virus muss doch irgendwann einmal weg sein.
Lena: Was macht es mit dir, die Krankheit überstanden zu haben?
Anja: Ich bin sehr froh, dass ich einen sehr milden Krankheitsverlauf hatte. Ich bin unheimlich glücklich, die Freiheit zu genießen. Einfach eine Runde alleine spazieren zu gehen, ist etwas Wunderbares und auch, selber einkaufen zu gehen nach Lust und mit Blick auf die Lebensmittel. Sachen, die ich zuvor nicht geschätzt habe. Zu wissen, dass ich nach aktuellen Forschungen momentan immun bin gegen Corona, beruhigt sehr. Somit bin ich für mich und für andere keine Gefahr. Den Abstand halte ich trotzdem – man weiß ja nie bei diesem Virus.
„Haltet euch an die Hygiene-Regeln und haltet vernünftigen Abstand.“
Lena: Was würdest du Menschen mit Diabetes raten?
Anja: Im Bezug auf Corona würde ich Menschen mit und ohne Diabetes dasselbe raten. Es ist ein verdammtes Virus, das uns alle einschränkt und die Welt stark verändert. Aber es ist nur ein Virus, das in den meisten Fällen nicht lebensbedrohlich ist.
Haltet euch an die Hygiene-Regeln und haltet vernünftigen Abstand. Dabei betone ich aber, VERNÜNFTIGEN ABSTAND! Es ist ungefährlich, jemanden von weitem zu grüßen oder einen Angehörigen anzurufen und eine kleine Freude zu bereiten. Wie heißt es so schön? Gemeinsam gegen Corona! Zusammen schaffen wir es. Wir brauchen uns alle gegenseitig. Schaut nach euch UND euren Mitmenschen.
Menschen mit Diabetes kann ich im Speziellen nur mitgeben: Achtet auf eure Werte. Aber dieser Tipp zählt zu jeder Zeit, nicht nur zur Corona-Zeit. Es gibt keine typischen Corona-Werte, jeder Blutzucker ist doch irgendwie ein bisschen anders. Achtet auf Veränderungen, reagiert besonnen drauf.
Anjas Tipp an Menschen mit Diabetes
Einen kleinen Tipp habe ich doch: Falls ihr starke Schwankungen nach oben oder unten beim Blutzucker bemerkt und ALLEINE in einer Wohnung wohnt, bittet eine/n Freund/in oder ein Familienmitglied, mehrmals am Tag anzurufen. Dies sorgt für Beschäftigung und gleichzeitig ist die Sicherheit gewährleitet, falls ihr doch in eine gesundheitliche Notsituation rutscht.
Irgendwann geht es vorbei und wir sitzen wieder mit unseren Freunden und mit der Familie zusammen. In der Zeit nach Corona wird es viele Feiern geben. Alleine bei uns in der Familie müssen wir dann 4 Geburtstage nachfeiern. Nudelsalat und Klopapier-Torte darf da dann sicher nicht fehlen. Bis dahin haltet durch und bleibt gesund.
Antjes Zusammenfassung zum Umgang mit Corona findet ihr hier: Covid-19: Menschen mit Diabetes sind längst nicht alle besonders gefährdet
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 3 Wochen, 1 Tag
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 3 Tagen
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….