- Behandlung
Für bessere Aufklärung und gegen Stigmatisierung bei Adipositas
2 Minuten
Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed, hat sich zum heutigen „World Obesity Day“ (Welt-Adipositastag) gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung von Patienten mir krankhafter Adipositas und für eine bessere Aufklärung über die metabolischen Ursachen ausgesprochen. Adipositas müsse als Krankheit betrachtet und die entsprechenden Rahmenbedingungen für eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung adipöser Patienten geschaffen werden. Dazu gehöre auch die bariatrische Chirurgie, bei der Deutschland im internationalen Vergleich schlecht dastehe, da sie noch immer keine Regelleistung der Krankenkassen sei, so BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt.
In Deutschland sind inzwischen rund 20 Prozent der erwachsenen Bevölkerung adipös (BMI über 30 kg/m²). Insbesondere der Anteil schwer adipöser Menschen (BMI über 35 kg/m²) nimmt in den vergangenen Jahren überproportional zu. Die Versorgungssituation adipöser Patienten in Deutschland hat sich laut medizinischen Experten dagegen in den letzten 10 Jahren nicht wesentlich verbessert. Für eine optimale Versorgung adipöser Patienten sei eine flächendeckende, sehr gut vernetzte und finanzierte Versorgung der Patienten notwendig, die in Deutschland aber fehle, so die Experten.
Für einen langfristigen Behandlungserfolg sei eine stadiengerechte und auf jeden Patienten individuell abgestimmte Therapie unerlässlich. Notwendig seien ganzheitliche Ansätze, von Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapien bis hin zu gegebenenfalls chirurgischen Therapien. Letztere seien vor allem dann relevant, wenn die konservative Behandlung nicht zum Ziel geführt hat. Für die Betroffenen ist es jedoch oft mühsam effektive Behandlungsangebote zu finden. Viele Programme sind regional begrenzt und keine Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Hier sei die Politik gefordert, mit einem nationalen Adipositas-Plan nachzubessern.
Gewichtsbezogene Stigmatisierung: eine der letzten sozial akzeptierten Diskriminierungsformen
Adipositas kann für den Patienten ganz unterschiedliche Folgen haben. Schon bei einer geringen Ausprägung kann sie die Form einer chronischen, komplexen Stoffwechselerkrankung einnehmen. Das bringt ein erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen mit sich. Studien belegen, dass Adipositas als Auslöser und Begünstigung für mehr als 60 Begleiterkrankungen gilt, allen voran die Volkskrankheit Diabetes mellitus Typ 2 sowie bestimmte Krebsformen oder Herz-Kreislaufstörungen. Die Lebensqualität und Lebenserwartung von Menschen mit krankhafter Adipositas sind nachweislich eingeschränkt.
Unter dem Motto „End Weight Stigma“ setzt der diesjährige Welt-Adipositas-Tag am 11. Oktober 2018 den Fokus auf die Stigmatisierung Übergewichtiger. Gewichtsbezogene Stigmatisierung sei eine der letzten sozial akzeptierten Formen der Diskriminierung, heißt es auf der Internetseite zum Welttag. Kritisiert wird insbesondere die aktuelle Darstellung von Adipositas in den Medien, die oft negative Stereotype verfestigen würde.
Mehr Informationen zum Thema finden Sie auf der BVMed-Website.
Quelle: Pressemitteilung des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed)
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moira postete ein Update vor 1 Woche
Ich hatte am letzten Wochenende viel Spaß mit Bluetooth: meine Pumpe und mein Handy wollten sich 1Stunde lang nicht koppeln – bis mein Mann auf die Idee kam es könnte an den 3 Bluetooth Controllern liegen mit denen gerade im selben Raum gespielt wurde. Mit genug Abstand klappte alles wieder hervorragend. 🙄
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bloodychaos postete ein Update vor 2 Wochen
Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.
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ole-t1 antwortete vor 1 Woche, 5 Tagen
Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.
Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:
Freestyle Libre 3 bzw. 3+
Dexcom G7
Dexcom G6 (noch)
Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
Accu-Chek Smartguide CGM
Medtrum Touchcare Nano CGMIch würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo,
ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
Thomas55
