„Gesünder unter 7 PLUS“: Diabetes-Aktion meldet sich mit neuem Format erfolgreich zurück

3 Minuten

© Screenshot: Kirchheim-Verlag
„Gesünder unter 7 PLUS“: Diabetes-Aktion meldet sich mit neuem Format erfolgreich zurück

Schwierige Zeiten erfordern neue Wege: Die Diabetes-Aufklärungsaktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ ist nach einer pandemiebedingten Pause am 18. März mit einem rein virtuellen Format an den Start gegangen – und erreichte Tausende Menschen, die sich austauschen und über Diabetes informieren wollten.

Seit mehr als 15 Jahren ist die Diabetes-Aufklärungsaktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ regelmäßig in deutschen Städten unterwegs, um über die Volkskrankheit Diabetes aufzuklären. Die Covid-19-Pandemie hatte den gewohnten Ablauf, den Menschen in gut besuchten Einkaufszentren zu begegnen, allerdings zunächst unmöglich gemacht. Doch das Unternehmen Sanofi als Initiator der Aktion hat darauf eine passende Antwort gefunden und sich nun mit einem neuen reinen Online-Format zurückgemeldet.

Mehrere Tausend Zuschauer waren mit dabei

Mit großem Erfolg: Mehrere Tausend Menschen haben am 18. März den Livestream bzw. später die Aufzeichnung der Veranstaltung eingeschaltet und das einstündige Event verfolgt. Zunächst wurden im Rahmen einer interaktiven Gesprächsrunde mit den beiden Experten Dr. Karsten Milek (Hohenmölsen) und Prof. Dr. Matthias Blüher (Leipzig) individuelle Fragen rund um das Thema Diabetes beantwortet, die die Zuschauer per Chat gestellt hatten.

„Jeder Mensch mit Diabetes ist einzigartig. Ich finde es wichtig mit Informationen und Austausch dazu beizutragen, das Bewusstsein für die Volkskrankheit Diabetes zu schärfen“, brachte der TV-Moderator Markus Appelmann, der die Gesprächsrunde leitete, auf den Punkt.

Antworten auf Zuschauerfragen im Minutentakt

Verständlicherweise spielten bei den Zuschauerfragen die potentiellen Risiken und Folgen der Pandemie eine große Rolle. Gefragt wurde beispielsweise, welche Auswirkungen das Coronavirus auf Menschen mit Diabetes hat und was für sie nun zu beachten gilt. Prof. Blüher: „Es ist immer wichtig auf eine gute Blutzuckereinstellung zu achten, dazu gehört auch der Langzeitblutzuckerwert HbA1c.“ Dabei verwies der Diabetologe am Universitätsklinikum Leipzig auf den Namen der Aktion, der auf den empfohlenen HbA1c-Wert unter 7 Prozent abzielt.

Auch die Folgen des Lockdowns für Diabetespatienten wurden thematisiert. Dr. Milek, der für sein Engagement für Kinder mit Diabetes das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekam, berichtete aus seinem Praxisalltag: „Während des Lockdowns im Frühjahr 2020 ist in Deutschland die Zahl der Kinder mit Stoffwechselentgleisungen sprunghaft angestiegen.“ Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, sei eine Aufklärungskampagne wie „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ enorm wichtig.

Wer sich selbst noch einmal einen Eindruck vom Event am 18. März machen möchte, kann sich die Aufzeichnung des Livestreams hier ansehen:

Live-Zeichner bringt alle Aspekte auf den Punkt

Die vielfältigen angesprochenen Aspekte der Expertenrunde wurden zudem visuell festgehalten: Ein Live-Zeichner hatte die Inhalte des halbstündigen Diabetes-Talks in einer Zeichnung vereint und miteinander verbunden. Aus mitunter komplexen Themen wurden so verständliche Bilder, Symbole und Worte:

Foto: Sanofi

#BSLounge-Talk: Menschen mit Diabetes im Mittelpunkt

Im zweiten Teil des Events folgte dann der kurzweilige und informative Diabetes-Talk der Diabetes-Community Blood Sugar Lounge (#BSLounge) – von und für Menschen mit Diabetes: Die #BSLounge-Autorinnen und -Autoren Michi Krauser, Steffi Haack und Katharina Weirauch berichteten aus ihrem Alltag mit Diabetes in Pandemiezeiten und beantworteten ebenfalls Zuschauerfragen, die Moderatorin Stephie Bagehorn an die Runde weitergegab.

Nächster Termin: 24. Juni 2021

Am 24. Juni 2021 geht die Diabetes-Aktion weiter. Dann wird der Experten-Talk wieder viele Informationen sowie bewegte und bewegende Bilder liefern – und die Mitglieder der #BSLounge Einblick in ihr Leben mit Diabetes geben. Bis dahin stehen viele Informationen online zur Verfügung unter: www.gesünder-unter-7.de. Und

„Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“: Zusammen nachhaltig aufklären

Die Aktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ steht für bundesweite, nachhaltige Informationen über die Volkskrankheit Diabetes: Mehr als 750.000 Besucher an 56 Standorten und mehr als 35.000 ausgewertete Risikochecks liefern fundierte Daten.

Die ausgewerteten Risikochecks und die Erfahrungen vor Ort zeigen, dass weiter informiert werden muss: Viele Menschen werden von ihrem Diabetes-Risiko überrascht und nur etwa die Hälfte der Menschen mit Diabetes erreichen eine zufriedenstellende Blutzuckereinstellung. Dies soll auch die Corona-Pandemie nicht stoppen, daher geht „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7 PLUS“ im Jahr 2021 neue Wege mit rein virtuellen Events.

Aufklärung über Diabetes seit 2005

Die vom Unternehmen Sanofi initiierte Aktion kooperiert seit 2005 mit Fachgesellschaften, Patientenorganisationen, Krankenkassen und Medien – darunter auch das Diabetes-Journal und die Blood Sugar Lounge:

die Partner der Aktion (zum Ausklappen anklicken)

Adipositas Stiftung, Apotheken-Depesche, Ärzte Zeitung, Blood Sugar Lounge, Cholesterin und Co e.V. (CholCo), DAK Gesundheit, Deutscher Diabetiker Bund e.V. (DDB), Deutsche Diabetes Föderation e.V. (DDF), Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes e.V. (DDH-M), Deutsche Diabetes Stiftung (DDS), Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz- und Kreislauferkrankungen e. V. (DGPR), Diabetes-Journal, Diabetes Zeitung, Diabetologen eG Baden-Württemberg, DiaExpert, Deutscher Tanzsportverband e.V. (DTV), EuroMedix Health am Dom GmbH, gesundheit.com, gesundheitswirtschaft rhein-main e.V., HealthCapital, herzmedizin, Insulinclub.de, LZ Gesundheitsreport, Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe e.V. (VDBD).

Weitere Informationen finden Sie unter www.gesuender-unter-7.de


von Redaktion Diabetes-Anker

Avatar von diabetes-anker

mit Materialien von Sanofi

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Fotokampagne zu vermeidbaren Amputationen: Wenn ein übersehener Typ-2-Diabetes den Fuß kostet
Eine Fotokampagne rückt Menschen in den Blick, die durch eine pAVK ihre Füße oder Teile davon verloren haben. Die Aktion zeigt eindringlich, wie viele Fälle zu den vermeidbaren Amputationen zählen und wirbt für frühzeitige Diagnose sowie bessere Behandlungswege im Gesundheitssystem.
Fotokampagne zu vermeidbaren Amputationen: Wenn ein übersehener Typ-2-Diabetes den Fuß kostet | Foto: Kristian Schuller / Abbott GmbH 2026

3 Minuten

Nicht komplett zu verhindern, aber: Unterzuckerungen ernst nehmen
Unterzuckerungen treten immer wieder bei Menschen mit Diabetes auf. Solange es keine sich komplett selbst steuernden und wirklich langfristig vorausschauenden Systeme gibt, lassen sich tiefe Glukosewerte nicht vollständig verhindern. Ernst nehmen sollte man sie trotzdem. Welche Folgen sie haben, wie sie sich zeigen und was sie auslöst, ist folgend dargestellt.
Nicht komplett zu verhindern, aber: Unterzuckerungen ernst nehmen | Foto: VectorMine – stock.adobe.com

5 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • thomas55 postete ein Update vor 1 Tag, 2 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Tag, 20 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

    Wer ist am Start?

    ( 4 von 6 )
    66.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%