- Aus der Community
Hast du schon einmal etwas von „Insulin-Blasen“ gehört?
4 Minuten


Ich und Theorien, wenn ich das schon lese, muss ich über mich selbst lachen. Natürlich weiß ich, der Esel nennt sich immer zuerst, aber genau diese Kontroversität wollte ich ja damit darstellen. Denn mein folgendes Thema ist die Kontroversität in sich.
Eingeschlossenes Insulin in einem Depot unter der Haut
Theorie und meine Wenigkeit sind so gut wie keine Freunde, entfernte Brieffreunde vielleicht, aber mehr lässt sich da auch nicht hineininterpretieren. Dennoch ist es für manche Dinge, ja sogar für sehr viele diabetische Dinge, von großem Vorteil, theoretische Grundlagen und Theorien zum Nachlesen zu haben. So bekommt man Sicherheit, steht nicht mehr alleine im Dunkeln und fühlt sich daraufhin meist bestätigter oder, naja, wenigstens wissender.
So eine Theorie zur Grundlage und zum Nachlesen bräuchte ich auch für ein Problem, welches noch gar nicht allzu lange in meiner Diabetes-Laufbahn auftauchte. Ich fragte mich: „Gibt es so etwas wie Insulin-Blasen?“
Damit ist jetzt auch kein Ausschlag, eine Verbrennung oder eine Blase, die man bekommt, wenn die Schuhe neu sind, gemeint. Nein, viel eher so eine Art Depot unter der Haut, in welches mein Insulin eingeschlossen ist und nicht herausgelangt.
Wie ihr merkt, für einen wissenschaftlichen Artikel mit klarer Lösung würde dieser Beitrag nicht reichen, weil es laut meiner Rechercheergebnisse so etwas wie „Insulin-Blasen“ im World Wide Web (www…) einfach gar nicht erst gibt.
Aber dennoch lässt es mir keine Ruhe, denn ich denke, einige von euch werden die nachfolgend beschriebene Situation ebenfalls kennen.
Situation:
Ich spritze/bole etwas für mein Essen. Zuvor waren die Blutzuckerwerte tipptopp. Keine Verstopfung in Sicht, Spritzstelle strahlt wie nie zuvor, Insulin ist blasenfrei und die weiteren möglichen Rahmenbedingungen sind super.

Nach dem Essen = hohe Werte. Viel zu hohe Werte für eine so exakte Berechnung und Abgabe von Insulin.
Der Wert ist hoch und da bleibt er mindestens für die die nächsten vier Stunden, ganz genau da. Da wird man schon einmal leicht frustriert, nachdem man schon 1,5l Wasser wie ein ausgetrockneter Kaktus in sich hineingeschüttet hat und immer ordnungsgemäß einen Korrektur-Bolus abgegeben/gespritzt hat. Selbst die Insulinpumpe konnte mit einer erhöhten Basalrate nicht mehr helfen.


Das Problem nur ein Phänomen?
Nach besagten Stunden der hohen Blutzuckerwerte fängt dann allerdings der Wert von jetzt auf gleich schlagartig an abzufallen. Nicht in einem geschmeidigen, sanften Abfall, sondern eher wie im Sturzflug. ZACK – runter! Und da diese Situation ziemlich befremdlich ist und man meist mit der „Zucker-Zufuhr“ kaum hinterherkommt, stellte ich mir die Frage: Wie genau kann das sein?

Liegt es etwa an meinen Spritzstellen oder daran, dass mein Gewebe nach all den Jahren evtl. verwachsen ist und das Insulin keinen Weg findet? Oder durch die ganzen Einstiche?
Gibt es denn so etwas wie „Insulin-Blasen“ wirklich? Sodass sich unter unglücklichen Umständen das Insulin verkapselt und einfach nicht dahin gelangt, wo es eigentlich hin soll?
Fragen über Fragen und ich fand und habe bis heute keine Antworten gefunden.
Da dieses Phänomen leider nicht nur einmal aufgetreten ist, fing ich allmählich an, das Internet nach meinem „Problem“ zu durchforsten. Mit eher wenig Erfolg.
Das Einzige, was man dort findet und was einigermaßen ein Lösungsansatz wäre, ist, dass sich die Haut, also auch das Gewebe, durch das ganze Piksen verändert. Ist ja auch irgendwie logisch! Früher oder später hat man alle verfügbaren Stellen durch und trifft dann irgendwann auf „alte Bekannte“. Dass das die Haut und tatsächlich das Gewebe gar nicht so cool finden, ist uns auch allen bewusst, aber ein Ausweg aus dem Spritzen, Stechen und Piksen wurde leider noch nicht erfunden. 🙁
Let’s GO – Community!
Ich habe tatsächlich akribisch gesucht und wäre ich meinem Plan-E-Berufswunsch nachgegangen und Chirurgin geworden, hätte ich mich wahrscheinlich längst bemüht, schon einmal ein Stück „diabetisches Gewebe“ untersuchen zu können. Bin jetzt aber leider kein Chirurg.

Ich weiß, dieser Beitrag hier ist nicht wie viele andere Beiträge, mit Lösungs-Vorschlägen, gut gemeinten Tipps oder bestärkenden Worten. Aber auch so etwas soll es geben.
So ist es eher ein „offener Frage und Austausch“-Beitrag geworden, an euch, die große BSL-Community.
Also, wenn ihr angehende Chirurgen, Wissenschaftler, wandelnde Lexika oder Recherche-Könige seid (oder ebenfalls im selben Boot sitzt wie ich), dann her mit euren Lösungsvorschlägen, Theorien und Meinungen.
Ich bin schon ganz gespannt, von euch zu lesen und evtl. des Rätsels Lösung mit euch zu finden. Let’s GO Community, lasst uns den Fall lösen.
P.S.: Googelt NIEMALS!!! nach diabetischem Gewebe, also auf jeden Fall nicht vor dem Essen. Mensch, da listet euch Google nur die schlimmsten der schlimmen Fotos auf. Holla!
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thomas55 postete ein Update vor 2 Tagen, 11 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Tagen, 5 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 3 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]







Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße