- Behandlung
Hautpflege im Sommer für Menschen mit Diabetes
2 Minuten

Menschen mit Diabetes sollten ihre Haut in den heißen Sommermonaten besonders sorgfältig schützen und pflegen, um so Fett- und Feuchtigkeitsverluste auszugleichen. Wie sie ihre Haut richtig pflegen und Hautleiden vorbeugen, erklärt Dr. med. Stefanie Kamann am 16. August 2018 im Experten-Chat von diabetesDE.
„Hautleiden und -veränderungen sind oft die ersten Anzeichen, an denen wir einen Diabetes Typ 2 erkennen“, sagt Dr. Kamann. Der Grund für krankhafte Hautveränderungen sind zu hohe Blutzuckerwerte. Bei einem Insulinmangel oder einer Insulinresistenz scheidet der Körper vermehrt Flüssigkeit über den Urin aus.
Zudem produzieren die Talg- und Schweißdrüsen der Haut aufgrund von Nervenschädigungen weniger Fett und Feuchtigkeit. „Dadurch trocknet die Haut stark aus, wird rissig und verliert ihre Schutzfunktion. Erreger können leichter eindringen und sich vermehren“, erklärt die Expertin.
Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme ist besonders wichtig
Um Hautleiden zu verhindern, sei es daher wichtig, den Stoffwechsel gut einzustellen, rät Kamann. „Auffälligkeiten sollten Diabetes-Patienten in jedem Fall ihrem Diabetologen oder Dermatologen zeigen und behandeln lassen, selbst wenn sie noch keine Schmerzen oder andere Beschwerden spüren.“
Zudem sollten Menschen mit Diabetes ihre empfindliche Haut besonders pflegen und sie vor Austrocknung schützen – so auch im Sommer. Um trockener Haut und Hautbeschwerden vorzubeugen, empfiehlt die Expertin, mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken. „Bei einem schlecht eingestellten Diabetes ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme besonders wichtig, denn der Körper verliert nicht nur Wasser durchs Schwitzen, sondern scheidet zudem Flüssigkeit über die Nieren aus“, so Kamann.
„Bei den derzeit hohen Temperaturen benötigt die ohnehin trockene Haut von Diabetes-Patienten besonders viel Zuwendung“, ergänzt Kamann. Beim Sonnenbaden sollte immer ausreichend Sonnenschutz-Creme verwendet werden. Zur Abkühlung empfehlen sich lauwarme, kurze Duschen. Nach dem Waschen sollte die Haut mit einem feuchtigkeitsspendenden Pflegeprodukt gut eingecremt werden.
Experten-Chat von diabetesDE zum Thema „Gesunde Haut bei Diabetes“ mit Dr. med. Stefanie Kamann:
Donnerstag, 16. August 2018, von 17 bis 19 Uhr
Fragen können schon ab sofort auf www.diabetesde.org eingesendet werden.
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Bewegung

2 Minuten
- Aktuelles

2 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
thomas55 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße