- Behandlung
Fachgesellschaften informieren: Hoher Blutdruck ist gefährlich, aber gut zu behandeln
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Ein hoher Blutdruck ist gefährlich und sollte gesenkt werden. Wie merkt man zu hohe Werte? Was beeinflusst den Blutdruck? Wie lassen sich zu hohe Werte senken? Die beiden Fachgesellschaften Deutsche Herzstiftung und Deutsche Hochdruckliga geben Antworten.
Ein hoher Blutdruck ist einer der wesentlichen Risikofaktoren für Erkrankungen des Herzens und der Gefäße auch anderer Organe. Bis zu 30 Millionen Menschen sind nach Angaben der Deutschen Hochdruckliga (DHL) in Deutschland von Bluthochdruck betroffen und die Zahl der Menschen mit Bluthochdruck wächst, wie Zahlen aus dem Gesundheitsatlas Deutschland zeigen. Die arterielle Hypertonie, wie Bluthochdruck in der Fachsprache heißt, ist bei den meisten Betroffenen angeboren. Aber durch den Lebensstil lässt sie sich beeinflussen. Negativ wirken u. a. Übergewicht, zu wenig Bewegung, Rauchen, viel Salz, viel Stress.
Welche Werte aufmerksam machen
Wann der Blutdruck zu hoch ist, darüber informiert die DHL. Prof. Dr. Markus van der Giet, Vorstandsvorsitzender der DHL, hat hierfür eine einfache Faustregel: “Ab 140 wird’s gefährlich! Liegt der obere, systolische Messwert bei 140 oder darüber, sollte man aktiv werden – egal, ob man den Wert einmal oder mehrmals gemessen hat.” Der hohe Wert und eine mögliche Ursache sollten dann beim Hausarzt abgeklärt werden. Problem: Bluthochdruck spürt man nicht und gilt deshalb als “stiller Saboteur” oder “stiller Killer”. Symptome wie übermäßiges Schwitzen oder ein gerötetes Gesicht sind unspezifisch.
Zu wenige Menschen gut behandelt
Nur rund die Hälfte der Betroffenen ist ausreichend gut behandelt, stellt die Hochdruckliga fest. Den hohen Blutdruck konsequent zu behandeln und die Werte zu senken, ist wegen der Folgen sehr wichtig. Wie die Deutsche Herzstiftung (DHS) informiert, sind vier Wirkstoffklassen mit jeweils mehreren Medikamenten heute die erste Wahl. Für Spezialfälle gibt es weitere, aber selten eingesetzte Medikamente.
“Nicht jede Substanz ist für jeden Patienten gleich gut geeignet”, erläutern Prof. Dr. Thomas Eschenhagen, Leiter des Instituts für Experimentelle Pharmakologie und Toxikologie der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf, und Kollegen in einem Beitrag über Blutdrucksenker für die Zeitschrift “HERZ heute” der Deutschen Herzstiftung. Die intelligente Kombination von Substanzen verspreche viel Effekt bei wenigen unerwünschten Wirkungen. “Bei den meisten Patienten lässt sich der hohe Blutdruck mit der Kombination zweier Wirkstoffe der ersten Wahl einfach und nebenwirkungsarm in einen gesunden Bereich senken.”
Lesetipps
Die Zeitschrift „HERZ heute” und viele weitere Informations-Materialien bietet die Deutsche Herzstiftung an. Auch die Deutsche Hochdruckliga hat umfangreiche Informationen.
Als Mittel der ersten Wahl gelten ACE (Angiotensin-Converting-Enzym)-Hemmer, Angiotensin (AT)-Rezeptor-Blocker, Kalziumkanal-Blocker und Diuretika (“Wassertabletten”). Weitere wichtige Wirkstoffklassen sind Beta-Blocker, Alpha-2-Agonisten, Alpha-Blocker und Aldosteron-Rezeptor-Blocker.
Die passende Wahl der Medikamente
Für die passende Therapie ist wichtig, ob “nur” ein Bluthochdruck vorliegt oder ob weitere Erkrankungen bestehen. Im ersten Fall werden häufig ein Kalziumkanal-Blocker und ein ACE-Hemmer oder AT-Blocker kombiniert. Bei weiteren Erkrankungen richtet sich die Auswahl auch nach diesen. Wenn Wirkstoffe kombiniert werden, dann solche mit unterschiedlichen Wirkmechanismen.
von Redaktion
mit Materialien der Deutschen Hochdruckliga und der Deutsche Herzstiftung
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 5 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 7 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 5 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
