- Aus der Community
„Hypos“ damals und heute
3 Minuten

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll… denn in den letzten 20 Jahren gab es durchaus die ein oder andere „Hypostory“. Vom Einschlafen mitten im Sachunterricht, über im Bad einschließen, Dauer-„Hypos“ beim CampD oder eine plötzliche „Hypo“ im Krankenhaus und noch ein paar mehr. Der Rettungswagen musste bei all diesen Geschichten zum Glück „nur“ drei Mal kommen. Gut… einmal war ich ja direkt vor Ort im Krankenhaus und ein anderes Mal hat sich das Sani-Team vom CampD super gekümmert. Nur, welche Geschichte soll ich euch genauer erzählen…?
Die allererste „Hypo“
Wie wäre es mit meiner ersten „Hypo“? So wirklich kann ich mich nicht an DIE erste erinnern, aber ich weiß noch ungefähr, wie die „Hypos“ zu Beginn meiner Diabetes-Karriere waren. Damals hatte ich ein wenig andere Symptome als heute. Das typischste Symptom waren bei mir immer die sogenannten „Beinschmerzen“.

Dabei habe ich nicht wirklich Schmerzen in den Beinen, sondern eher ein sehr seltsames und unangenehmes Gefühl. Allerdings wusste ich als Kind nicht, wie ich dieses Gefühl beschreiben soll, weshalb ich zu meinen Eltern immer gesagt habe: „Mir tun die Beine weh!“ Sie wussten dann immer direkt Bescheid, es wurde Blutzucker gemessen und dann gab es Traubenzucker oder Saft. Auch heute habe ich noch immer dieses seltsame Gefühl in den Beinen, wenn ich unterzuckert bin, aber auch jetzt könnte ich es nicht genau beschreiben.
Zusätzlich wurde ich als Kind bei einer „Hypo“ schnell weinerlich, zickig oder hatte Kopfschmerzen. Manchmal hat sich auch mein Mund ganz seltsam angefühlt, irgendwie ganz kribbelig und leicht taub. Traubenzucker zu essen, war dann nicht so toll, aber das könnt ihr euch sicherlich vorstellen. Inzwischen haben sich die Symptome alle ein wenig verändert. Kopfschmerzen und einen kribbeligen Mund bekomme ich nicht mehr. Zickig sein kann ich noch immer gut, wenn ich unterzuckert bin, und hinzukommt, dass ich während einer „Hypo“ oft nur ganz verschwommen sehen kann. Anfangs war das etwas unheimlich, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.
„Hypos“ als Kind
Als Kind habe ich meine „Hypos“ im Spiel, beim Sport oder, wenn etwas ganz aufregend/spannend war, oft nicht oder erst sehr spät bemerkt. Manches Mal entstand daraus die ein oder andere kritische Situation. An diese habe ich nur wenige Erinnerungen, weshalb ich euch ja auch keine richtige „Hypostory“ von damals erzählen kann. Mit der Zeit und etwas Hilfe wurde die „Hypo“-Wahrnehmung besser und die „Hypos“ wurden weniger. Als dann die Pubertät kam, ging das Ganze dann eher in die andere Richtung (wenige „Hypos“, viele „Hypers“), aber das ist eine ganz andere Geschichte, die ich irgendwann mal in einem anderen Beitrag erzählen kann.

Appetitlosigkeit bei „Hypos“
Eine interessante Sache fällt mir aber gerade noch ein zum Thema „Hypos“. Ob das als Kind bei mir aber auch schon so war, weiß ich nicht sicher. Inzwischen ist es aber so, dass ich bei einer „Hypo“ überhaupt nicht gerne essen mag, fast schon verspüre ich eine leichte Übelkeit. Dabei hört man doch sonst eher, dass man bei einer Unterzuckerung zu Heißhunger neigt. Tja… ich wünschte, es wäre so, denn mit Appetitlosigkeit etwas essen oder trinken zu müssen, ist nicht sonderlich schön.
Aber jetzt erzählt ihr doch mal… wie war das bei euch mit den „Hypos“ in der Kindheit? Waren die auch ganz anders als heute? Oder hat sich überhaupt nichts verändert? Könnt ihr euch an eure erste „Hypo“ erinnern?
Wie es ist, mit Diabetes Lehrerin zu werden, erzählt Toni in: Mit Typ-1-Diabetes (zurück) in die Grundschule
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lena-schmidt postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat, 2 Wochen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße