- Aus der Community
Ich werd’ nicht wach…
2 Minuten
Langsam, nur sehr, sehr langsam, wache ich aus einem stundenlang andauernden Dämmerzustand auf. Richtig schlafen kann ich mit einer Hypoglykämie nämlich tatsächlich nicht. Es ist eher ein sehr unangenehmer, dämmriger Moment, der wirklich immer extrem lange anhält. Irgendwann schaltet sich mein Kopf aber ein und ich werde allmählich wach. Wirklich bewusst wahrnehmen kann ich das Zittern meines Körpers erst einmal nicht. Es ist eher so, als könnte ich meinen Körper zunächst gar nicht richtig spüren. Dann schleicht sich dieses zittrige Gefühl langsam ein. Es fühlt sich an, als würden überall an meinem Körper Ameisen krabbeln und kribbeln. Ich fühle mich schwer und schlapp und hilflos. Ich öffne die Augen und suche mit einer Hand nach meinem Messgerät, welches irgendwo neben dem Bett liegt. Aber ich kann mich nicht richtig orientieren, irgendwas funktioniert nicht richtig in meinem Gehirn.
Und dann realisiere ich nach und nach endlich: Ich habe eine Hypo.

Sofort bin ich hellwach, zwar noch etwas langsam und sehr zittrig, aber hellwach und ganz klar mit meinen Gedanken. Bevor ich das Messgerät erwische, habe ich mit meinen Fingern schon die Capri-Sonne gefunden. Ich steche den Strohhalm durch und trinke die Capri-Sonne in Sekunden leer. Dann greife ich ganz zielstrebig zu meinem Messgerät und messe und siehe da: ich lag seit guten 5 Stunden schlafend mit einer Unterzuckerung im Bett. Es ist ungefähr 10 Uhr morgens an einem Sonntag und ich fühle mich, als hätte mich ein Laster überfahren. Also nehme ich schnell noch ein paar Plättchen Traubenzucker hinterher.
Dieses Gefühl können nur Menschen beschreiben, die eine Nacht mit Unterzuckerung bereits durchlebt haben. Ich habe schon oft Freunden oder der Familie versucht zu erklären, wie sich eine Unterzuckerung anfühlt. Ob sie es wirklich richtig nachfühlen können, wage ich zu bezweifeln. Genau so, wie niemand wirklich komplett verstehen kann, wie es ist, Diabetes zu haben, ohne selbst Diabetes zu haben. Das ist einfach etwas ganz anderes.
Irgendwann geht es mir wieder etwas besser und das ekelhafte Gefühl wird langsam weniger. Ich schaue mein Messgerät an, welches mich mal wieder nicht rechtzeitig geweckt hat, weil es eben einfach kein CGM-System ist. Natürlich bin ich dankbar, es zu haben. Es könnte alles schlimmer sein. Aber diese unerklärlichen nächtlichen Hypos werden wieder mehr, und ich hatte 2014 eigentlich gehofft, dass das nur eine kurze Phase war, und habe damals nicht weiter nachgeforscht, weil die Phase recht schnell auch wieder vorbei war.
Es geht also wieder von vorn los
Das ist das Ding am Diabetes: Man muss immer wieder von vorn beginnen mit seinen Forschungen. Es scheint gerade alles perfekt zu laufen, schleichen sich plötzlich nächtliche Unterzuckerungen ein, oder man kann keine 5 km mehr am Stück laufen, ohne zu unterzuckern und sich permanent Traubenzucker reinzustopfen. Alles schon durchgecheckt: Basal, Bolus, BE-Faktoren, Stress, Körper. Und trotzdem bleibt das Problem. Manchmal lassen sich Hypos sehr gut erklären. An anderen Tagen kommen sie, meistens zum ungünstigsten Zeitpunkt, und werfen einen komplett aus dem Alltag. Das kann man nur verstehen, wenn man sowas schon mal erlebt hat. Was einem dann übrig bleibt, ist essen, weiter forschen, nicht aufgeben. Auch wenn sich eine Hypo jedes Mal wieder anfühlt wie das Schlimmste der Welt.
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lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Stunde, 29 Minuten
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 1 Woche, 3 Tagen
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

