- Behandlung
Insulin als Tablette: neue Verpackung, neues Glück?
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Schlucken statt Spritzen – könnte sich diese Hoffnung vieler Menschen mit Diabetes in Zukunft erfüllen? Eine Forschergruppe aus den USA entwickelte eine Insulin-Tablette, mit deren Hilfe das Insulin den Magen unbeschadet passieren und über den Darm effektiv in den Blutkreislauf übergehen kann. Erste Tests zeigten gute Erfolge: der Blutzuckerspiegel konnte mit der Tablette ähnlich gut kontrolliert werden wie mit der herkömmlichen Insulin-Spritze.
Zwei Hürden sind bei einer oralen Verabreichung des Hormons Insulin als Tablette zu überwinden: Insulin, ein Eiweiß, würde in der sauren Umgebung des Magens einfach verdaut werden. Doch auch wenn es den Magen unbeschadet passieren könnte, würde es im Darm nicht in ausreichender Menge in die Blutbahn übertreten.
Forscherinnen und Forscher arbeiten weltweit an Konzepten, diese Hürden zu meistern. Bisher sind sie meistens an einer zu geringen Verfügbarkeit von Insulin im Blut und damit auch an den Kosten gescheitert. Eine US-amerikanische Arbeitsgruppe ist nun einen Schritt weitergekommen.
Insulin-Tablette: Neue Transportmittel
Die Forschenden verpackten das Hormon Insulin, umgeben von einer Flüssigkeit mit verschiedenen gelösten Salzen (Cholin und Geraniumsäure [CAGE]), in eine magensaftresistente Kapsel. Als Tablette geschluckt, durchläuft die Kapsel so unverdaut den Magen und löst sich erst im Dünndarm auf. Die Salze der Transportflüssigkeit schützen das Insulin vor dem Angriff durch eiweißabbauende Enzyme und lotsen es durch die Darmschleimhaut.
Im Blutkreislauf angekommen, wird das Insulin – genau wie das bei Gesunden aus der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttete Hormon – in Richtung Leber transportiert.
Orales Insulin: Hohe Bioverfügbarkeit und gute Verträglichkeit
Im Tierversuch mit Ratten zeigten sich vielversprechende Ergebnisse: CAGE-Insulin kam in ausreichender Konzentration im Blut an und senkte dort den Blutzuckerspiegel effektiv über einen Zeitraum von bis zu zwölf Stunden. Diese lange Wirkdauer könne interessant sein für eine Entwicklung als Basalinsulin, so die Autoren. Die Herstellung der Kapsel sei einfach genug, um sie auch im großen Stil umzusetzen.
Im nächsten Schritt muss sich die neu entwickelte Tablette noch in klinischen Studien beim Menschen bewähren und zeigen, dass mit ihrer Hilfe der Blutzuckerspiegel genauso akkurat eingestellt werden kann, wie mit unter die Haut gespritztem Insulin.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 1 Tag
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße