Kommentar: Hanföl-Produkte mit CBD – legal, aber auch wirksam?

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Kommentar: Hanföl-Produkte mit CBD – legal, aber auch wirksam?

Gerade bei Hanfprodukten wird viel über Wirkungen und Nebenwirkungen diskutiert, auch auf politischer Ebene. Apotheker Manfred Krüger, Experte für Arzneimitteltherapiesicherheit und Lehrbeauftragter der Universitäten Düsseldorf und Bonn, ordnet die Aussagen ein.

Cannabidiol, kurz CBD genannt, hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der alternativen Medizin gemacht. Beworben wird es mit seiner entzündungshemmenden, schmerzlindernden und beruhigenden Wirkung. In Drogeriemärkten, Supermärkten, Apotheken und vor allem im Internet werden verschiedene Produkte angeboten wie CBD-Hanföl, Cremes mit CBD, CBD-haltige Teesorten, CBD-Liquid für die E-Zigarette und sogar CBD-Leckerlis für Hunde und Katzen.

Für CBD-Hanföle gilt bislang: Handel mit und Besitz von Cannabisprodukten mit maximal 0,2 Prozent Tetrahydrocannabinol (THC) werden nicht strafrechtlich verfolgt und gelten in Deutschland als legal.

Cannabis löst bei vielen eine falsche Erwartungshaltung aus!

Doch die EU-Kommission kam zur vorläufigen Auffassung, dass CBD ein Betäubungsmittel sei. Im November 2020 entscheidet dagegen der Europäische Gerichtshof (EuGH):

„Die Bestimmungen über den freien Warenverkehr innerhalb der Union (Art. 34 und 36 AEUV) sind hingegen anwendbar, denn das im Ausgangsverfahren in Rede stehende CBD kann nicht als Suchtstoff angesehen werden“ und „nach dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse, der zu berücksichtigen ist, hat das in Rede stehende CBD, anders als Tetrahydrocannabinol (gemeinhin als THC bezeichnet), ein weiteres Cannabinoid des Hanfs, offenbar keine psychotropen Wirkungen oder schädlichen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit“.

Mein Tipp: Mit niedriger Dosierung die Wirksamkeit testen!

Leider löst die Bezeichnung „Cannabis“ bei vielen Käufern eine falsche Erwartungshaltung auf Wirksamkeit und Stärke aus. Produkte mit CBD bleiben Nahrungsergänzungsmittel oder Kosmetika mit eingeschränkter Wirkung. Starke Nebenwirkungen sind bisher keine bekannt, berichtet wird von leichtem Schwindel oder Mundtrockenheit zu Beginn der Einnahme. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) stuft CBD als unbedenklich ein.

Schwerpunkt „Diabetes alternativ behandeln?“

von Manfred Krüger

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (2) Seite 28

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  • kasch postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 1 Tag

    Hey, ich habe die Omnipod 5 und zurzeit noch den Dexcom g6.
    Die App läuft auf dem iPhone 12. wie kann ich das iPhone auf die Version 26.1 updaten? Automatische Updates würden ja gleich auf 26.2 gehen. Wie kann ich das manuell machen?

  • thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Ich komme gerne zum T1day. Sicher treffe ich einige von euch aus der online community.

    • Ich würde auch gerne kommen – geht aber beruflich nicht. Gibt es noch einen anderen Termin um mal andere live zu treffen?

    • Hallo Thomas, super, dann sehen wir uns dort. Kommst du auch zum Vorabend-Event? Liebe Grüße Lena

    • @moira: Schau gerne mal in den Veranstaltungskalender hier beim Diabetes-Anker, vielleicht findest du etwas in deiner Region. 🙂

    • @lena-schmidt: Hallo Lena,
      ja ich komme zum Vorabend-Event. Ruf mich an, wenn du da bist 0177 8501380. Herzliche Grüße Thomas

  • toniologe postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Freue mich das ich bei Euch sein darf

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