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Let’s start: das 670G-Insulinpumpensystem
3 Minuten

[Dieser Beitrag enthält unbeauftragte Produkt- und Markennennung.]
Seit Anfang Oktober haben die Teilnehmer*innen des 670G-Produkttests nach und nach die neuen Insulinpumpen samt Zubehör, Glukosesensor Guardian 3 und Blutzuckermessgerät Contour Next Link 2.4 ausgehändigt bekommen und auch ich habe mich auf diesen vorläufigen Wechsel eingelassen. Während der ersten Schulung wurden die Grundfunktionen des Systems vermittelt und die Bedienung erklärt. Seither läuft der offzielle Test.

Was dahintersteckt – der Test
Seit Mitte September ist die MiniMed 670G in der Regelerstattung der Krankenkassen und kann damit ganz normal wie jede andere Insulinpumpe beantragt werden. Warum das so besonders ist? Die MiniMed 670G ist das erste Hybrid-Closed-Loop-System auf dem deutschen Markt. Die Insulinpumpe und der Glukosesensor kommunizieren dabei soweit miteinander, dass die Basalrate automatisch dem Insulinbedarf angepasst wird. Ist die Zukunft jetzt da?
Hybrid Closed Loop – der Auto-Modus
Bisher gibt es nur die „DIY-Loop“-Bewegung, bei der sich Menschen mit Diabetes eine künstliche Bauchspeicheldrüse mehr oder weniger selbst programmieren. Das führt meist zu einer deutlichen Verbesserung der Blutzuckerwerte, ist aber mit viel Aufwand und Eigenrisiko verbunden. Während die „DIY-Looper“ in der Regel einen „Closed Loop“ also eine „geschlossene Schleife“ verwenden, in der sie lediglich die Menge der gegessenen Kohlenhydrate eingeben müssen und der Rest vom Loop (je nach Einzelfall) fast eigenständig geregelt wird, ist die „Hybrid“-Version noch etwas mehr auf Hilfe angewiesen. Bei der MiniMed 670G müssen Kohlenhydratmengen direkt in die Pumpe eingegeben und anschließend die abzugebende Insulinmenge bestätigt werden. Das System selbst kümmert sich um das Anpassen der Grundversorgung und soll so u.a. vor Hypoglykämien schützen.

Damit dies möglichst optimal funktioniert, muss das System den Körper erst einmal kennenlernen, während der Auto-Modus noch nicht beansprucht wird. Da die Tester*innen ihre MiniMed-670G-Systeme nun bereits zwischen 1 und 4 Wochen tragen, ist heute der große Tag!
Was bisher geschah – der manuelle Modus
Ich nutze das neue Pumpensystem nun seit 9 Tagen und bin noch in der Kennenlernphase. Im Gegensatz zu meiner Accu-Check Insight von Roche und dem Dexcom G5 gibt es viele Änderungen, die mich teilweise sehr irritieren: Die gesamte Bedienung zur Insulinabgabe oder für Einstellungsanpassungen erfolgt über die Pumpe selbst – es gibt also keine Fernbedienung – und auch meine Sensordaten erhalte ich nun ausschließlich über das Pumpendisplay. Zudem benötigt der Sensor mindestens zwei Kalibrierungen pro Tag. Ich denke, das ist Gewöhnungssache, aber noch ist es ungewohnt, die Pumpe ständig rausholen zu müssen – vor allem, weil sie in meiner Wahrnehmung auch nicht so super handlich ist.

Von der Funktionsweise unterscheidet die beiden Insulinpumpen zum jetzigen Zeitpunkt nur der SmartGuard, der für die integrierte „Hypoabschaltung“ sorgt, die bereits im manuellen Modus genauso wie schon beim Vorgängermodell, der MiniMed 640G, verfügbar ist. Bei mir hat es in den vergangenen 1 1/2 Wochen keine Unterzuckerungen abgefangen, sondern ich hatte dann, während ich zu niedrig war, einfach kein Basalinsulin laufen. Ich weiß aber, dass andere Nutzer*innen durch diese spezielle Funktion im Alltag deutlich profitieren. Das Zubehör wie die Infussionssets (ich nutze die Quicksets) finde ich ganz angenehm in der Handhabung, die Kanüle sitzen gut. Auch der Sensor läuft – bis auf einen frühzeitigem Ausfall – für meine Ansprüche okay.
Das 670G-MeetUp – der Start
Das gesamte Wochenende vom 25.10. bis zum 27.10. werden wir alle gemeinsam verbringen, um mehr über das Unternehmen Medtronic und sein neues Produkt erfahren zu können, das Highlight aber wird sein, wenn alle gemeinsam den Auto-Modus und somit das Hybrid-Closed-Loop-System starten.
Also ab heute Zuckerwerte ausschließlich im Zielbereich? Wie viel Eigeninitiative braucht es wirklich noch? Und wie verlässlich ist die MiniMed 670G? Fragen, auf deren Antworten ich selbst mehr als gespannt bin.
Let’s do this together – #wirsindviele!
Einen Test zum Vorgängermodell, der MiniMed 640G, findet ihr u.a. von Katharina Schudmann in der #BSLounge: 11 Gründe für die MiniMed 640G und den Enlite-Sensor
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 4 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße