- Begleit-Erkrankungen
Medikamente zum Abnehmen: Adipositas-Gesellschaft fordert klare Kriterien für Versorgung und Abrechnung
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Die Debatte um die Medikamente zum Abnehmen aus der Gruppe der GLP-1-Rezeptor-Agonisten braucht laut Deutscher Adipositas-Gesellschaft mehr als ein Fokus auf die Kostenfrage: Die Fachgesellschaft fordert evidenzbasierte Kriterien, multimodale Therapien und einen verlässlichen Zugang für klar definierte Patientengruppen. Zugleich drängt sie auf den Ausbau des DMP Adipositas.
Die Deutsche Adipositas-Gesellschaft (DAG) unterstützt einen Vorschlag der neuen unparteiischen Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA), Dr. Sonja Optendrenk. Diese hatte sich für eine strukturierte Erstattung von GLP-1-Rezeptor-Agonisten bei einer klar definierten Gruppe von Menschen mit Adipositas ausgesprochen. Gleichzeitig warnt die Fachgesellschaft davor, die Diskussion über den Zugang zu diesen Medikamenten fürs Abnehmen zu verkürzen, und fordert eine sachliche, medizinisch fundierte Debatte.
Einige Krankenkassen hatten den Vorschlag der G-BA-Vorsitzenden zuletzt kritisiert. Diese Reaktion greife zu kurz, so die DAG. Es gehe in der aktuellen Debatte keineswegs darum, allen rund 17 Millionen Betroffenen in Deutschland unkontrolliert Zugang zu den Medikamenten zu verschaffen. Ziel sei vielmehr eine medizinisch begründete, leitliniengerechte Behandlung, die Fachärztinnen und Fachärzte anhand klarer klinischer Kriterien verordnen. GLP-1-Rezeptor-Agonisten seien hochwirksame Arzneimittel für Menschen mit einer chronischen Erkrankung, die unbehandelt ein hohes Risiko für Folgeschäden und erhebliches persönliches Leid mit sich bringe.
Kein Verordnen „nach dem Gießkannenprinzip“
Der Präsident der DAG, Prof. Dr. Matthias Laudes aus Kiel, stellt klar: „Niemand fordert eine flächendeckende Verordnung von GLP-1-Rezeptor-Agonisten nach dem Gießkannenprinzip. Wir unterstützen den Vorschlag, klare, evidenzbasierte Versorgungspfade zu definieren, in denen multimodale Therapiekonzepte und medikamentöse Therapien Hand in Hand gehen und in ein Gesamtkonzept eingebettet sind.“
Nach Einschätzung der Fachgesellschaft benötigen Millionen Menschen mit Adipositas eine gezielte Behandlung. Unbehandelt kann die chronische Erkrankung zu Typ-2-Diabetes, Herzinfarkten, Schlaganfällen, Nieren- und Lebererkrankungen sowie chronischen Gelenkschäden führen. Sie mindert damit nicht nur die Lebenserwartung, sondern auch die Lebensqualität der Betroffenen erheblich.
Therapie aus mehreren Bausteinen
Aus Sicht der DAG brauchen diese Patientinnen und Patienten eine strukturierte, umfassende Therapie, die Maßnahmen zur Veränderung des Lebensstils, medikamentöse Behandlung und operative Eingriffe miteinander verbindet. Rein präventive Maßnahmen wirkten dagegen nur bei Menschen, die noch nicht an Adipositas erkrankt sind, also bevor die Erkrankung überhaupt entsteht. Auch hier sieht die Fachgesellschaft Handlungsbedarf, insbesondere durch Maßnahmen, die möglichst früh im Leben ansetzen.
Mit Sorge blickt die DAG zudem auf die Umsetzung des Disease-Management-Programms (DMP) Adipositas, das für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche bereits am 1. Juli 2024 in Kraft trat. Die flächendeckende Einführung in die vertragsärztliche Praxis stagniere bislang. Damit das strukturierte Behandlungsprogramm seine geplante Wirkung als langfristiges, strukturiertes Therapieangebot zur Vermeidung von Folgeerkrankungen entfalten könne, müsse es dringend in der Fläche etabliert werden.
Forderung nach klaren Kriterien
Um die Finanzierbarkeit des solidarischen Gesundheitssystems langfristig zu sichern, fordert die DAG Gesetzgeber und G-BA auf, gemeinsam mit den medizinischen Fachgesellschaften konkrete Kriterien für eine zielgerichtete Erstattung von Adipositas-Therapien zu erarbeiten. Eine entsprechend eingegrenzte Patientengruppe ließe sich etwa über ein Kriterienraster oder eine Verordnungseinschränkung von Medikamenten zur Gewichtsreduktion nach einer Änderung von Paragraf 34 SGB V steuern.
Prof. Laudes appelliert: „Eine leitliniengerechte Versorgung erfordert zwingend, dass Patientinnen und Patienten ein verlässlicher Zugang zu multimodalen, multiprofessionellen und sektorenübergreifenden Therapieangeboten eröffnet wird. Als DAG erneuern wir deshalb unser Angebot an den Gesetzgeber sowie den Gemeinsamen Bundesausschuss, unverzüglich an der Ausgestaltung konkreter Versorgungspfade mitzuwirken, um Patientenversorgung und eine nachhaltige und verlässliche Systemfinanzierung gleichermaßen zu sichern.“
Das Redaktionsteam des Diabetes-Ankers besteht aus erfahrenen Journalistinnen und Journalisten – teils mit medizinischem und naturwissenschaftlichem Hintergrund sowie selbst von Diabetes betroffen – die seit vielen Jahren zum Thema Diabetes publizieren.
mit Materialien der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG)
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute- calvin240 antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
Habe ich angenommen, schreibe mir gerne eine Nachricht
Liebe Grüße
123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 8. September! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]




