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Neue Methode identifiziert Patienten mit hohem Unterzuckerungsrisiko
2 Minuten

US-Forscher haben eine simpel durchführbare Methode entwickelt, mit der ermittelt werden kann, welche Patienten mit Typ-2-Diabetes ein besonders hohes Risiko für schwere Unterzuckerungen und deren potentiellen Folgen haben.
Im Rahmen einer Studie wurde am Forschungsinstitut des US-amerikanischen Krankenversicherungsunternehmens Kaiser Permanente eine Methode entwickelt, mit der sich ermitteln lässt, welche Menschen mit Typ-2-Diabetes ein besonders hohes Risiko für schwere Unterzuckerungen haben.
Notfall wegen Unterzuckerung in den USA: 100.000 Typ-2-Diabetiker pro Jahr
„Manche Menschen mit Diabetes nehmen nicht wahr, dass ihr Blutzuckerspiegel fällt, sodass sie unvermittelt in eine schwere Unterzuckerung geraten können, welche wiederum Stürze, Verkehrsunfälle, Herzattacken, Koma und sogar den Tod zur Folge haben können“, erklärt Andrew J. Karter, Leitender Wissenschaftler des Kaiser Permanente-Forschungsinstituts und Chefautor der Studie.
Dabei seien Unterzuckerungen oftmals vermeidbar, wenn den Patienten mit einem besonders hohen Risiko eine adäquate therapeutische Aufmerksamkeit zuteil werde, so Karter, „und wir glauben, dass unsere Methode dabei helfen wird, die Aufmerksamkeit auf die Patienten zu fokussieren, die sie am meisten benötigen“.
Schwere Unterzuckerungen sind laut Karter mittlerweile in den USA eine der häufigsten Ereignisse, wegen denen Menschen mit Typ-2-Diabetes sich einer Notfallbehandlung unterziehen müssen: Schätzungen gehen von rund 100.000 Fällen pro Jahr aus. Dabei seien ältere Patienten und solche mit einer langen Erkrankungsdauer dafür besonders anfällig.
Sechs simple Faktoren können Auskunft über das Risiko geben
Für die Entwicklung der Methode haben die Forscher 156 mögliche Risikofaktoren identifiziert, die zu einem starken Abrutschen des Blutzuckerspiegels führen können sowie die Gesundheitsdaten von über 200.000 Patienten mit Typ-2-Diabetes zusammengetragen. Auf dieser Grundlagen haben sie daraufhin mithilfe eines speziellen Analysenverfahrens, das auf maschinellem Lernen basiert, ein Modell entwickelt, das das 12-Monats-Risiko für eine ambulante oder stationäre Behandlung (resultierend aus einer schweren Unterzuckerung) prognostiziert.
Das fertige Modell basiert auf sechs simplen Faktoren: die Anzahl vorangegangener Notfallbehandlungen (ambulant und stationär) aufgrund von Unterzuckerungen, der Gebrauch von Insulin sowie von Sulfonylharnstoffen, das Vorliegen einer fortgeschrittenen Nierenerkrankung, die Anzahl von Notfallbehandlungen aus unterschiedlichen Gründen im vergangenen Jahr und das Alter.
Ausgehend von diesem Modell haben die Forscher eine praxisfähige Methode entworfen, um Menschen mit Diabetes in drei Kategorien einordnen zu können, welche die Wahrscheinlichkeit für eine Notfallbehandlung innerhalb der nächsten 12 Monate beziffern: “hoch” (größer als 5 Prozent), “mittel” (1 bis 5 Prozent) und niedrig (weniger als 1 Prozent).
Nun soll geprüft werden, wie die Methode in der Praxis angewendet werden kann
Diese Methode wurde daraufhin erfolgreich anhand der Versicherungsdaten von über 1,3 Mio. Veteranen sowie von rund 15.000 Versicherten von Kaiser Permanente mit Typ-2-Diabetes auf ihre Korrektheit überprüft. Die Ergebnisse des gesamten Untersuchung wurden im Fachmagazin „JAMA Internal Medicine“ veröffentlicht.
Die Studie wurde im Rahmen der Safe Use Initiative von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde (FDA) in Auftrag gegeben und gefördert. Bei der Initiative handelt es sich um eine gemeinschaftliche Unternehmung diverser öffentlicher und privatwirtschaftlicher Institutionen des US-Gesundheitswesens, unerwünschte Ereignisse aufgrund von Arzneimittelanwendungen zu reduzieren.
Im nächsten Schritt soll nun geprüft werden, wie die neuentwickelte Methode in der Praxis genutzt werden kann, um gefährdeten Patienten mit Typ-2-Diabetes dabei zu helfen, schwere Unterzuckerungen und deren potentiellen Folgen zukünftig zu vermeiden. Möglich wären beispielsweise Therapieanpassungen, spezielle Schulungen sowie die Anwendung von CGM-Systemen und Glukagon-Kits.
von Gregor Hess
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lena-schmidt postete ein Update vor 15 Stunden, 32 Minuten
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thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 6 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße