Neuer Wirkstoff bei Typ-2-Diabetes beweist sich in Studie

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Neuer Wirkstoff bei Typ-2-Diabetes beweist sich in Studie

Ein neues orales Medikament zur Behandlung des Typ-2-Diabetes zeigte in einer kürzlich durchgeführten Studie, dass es die Stoffwechseleinstellung signifikant und sicher verbessern kann. Es könnte bald der erste Vertreter der neuen Wirkstoffklasse der oxidativen Phosphorylierungsblocker sein.

In einer 24-wöchigen Phase-III-Studie in Japan konnte ein neuer Wirkstoff zur Behandlung des Typ-2-Diabetes im Vergleich zu Placebo den Blutzuckerspiegel signifikant senken. Imeglimin ist ein oxidativer Phosphorylierungsblocker, der zu einer neuen Klasse von blutzuckersenkenden Wirkstoffen gehört. Entwickelt wurde Imeglimin vom französischen biopharmazeutischen Unternehmen Poxel, das die Ergebnisse kürzlich bekanntgegeben hat.

Effekte auf die 3 Organe, die bei Typ-2-Diabetes eine Schlüsselrolle spielen

Laut den Angaben von Poxel wäre Imeglimin das erste oral verfügbare Antidiabetikum, das gleichzeitig an allen drei Schlüsselorganen ansetzt, die bei einem Typ-2-Diabetes eine Rolle spielen: Es soll – abhängig vom Glukosespiegel – die Insulinsekretion der Bauchspeicheldrüse steigern, die Glukoseproduktion der Leber reduzieren sowie die Insulinempfindlichkeit der Muskulatur steigern.

Der Wirkstoff soll zudem das Potenzial haben, das Fortschreiten des Typ-2-Diabetes zu verlangsamen und Komplikationen zu reduzieren, indem er

  • den ersten Schritt der apoptotischen Kaskade (Cytochrom-C-Freisetzung) verhindert und die Zellen vor dem Absterben schützt, wenn sie durch dauerhaft hohe Glukosewerte oxidativem Stress ausgesetzt sind,
  • die endotheliale Dysfunktion verhindert und somit der Atherosklerose und kardiovaskulären Komplikationen vorbeugt sowie
  • die Betazellmasse und -funktion bewahrt, was zu einer möglichen Verzögerung des Krankheitsverlaufs führt.

In der nun abgeschlossenen randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studie TIMES 1 nahmen 213 japanische Probanden mit Typ-2-Diabetes 24 Wochen lang zweimal täglich 1.000 mg Imeglimin ein. Dabei zeigte der Wirkstoff laut Herstellerangaben eine stabile Wirksamkeit für den primären Endpunkt: Im Vergleich zum Placebo konnte Imeglimin den HbA1c-Wert gegenüber dem Ausgangswert um 0,87 Prozentpunkte statistisch signifikant (p<0,0001) besser reduzieren.

Auch bei dem sekundären Endpunkt der Studie – einer Reduzierung der Nüchternplasmaglukose (FPG) – erreichte Imeglimin in der 24. Woche im Vergleich zu Placebo statistische Signifikanz (p<0,0001) und konnte die FPG im Schnitt um 19 mg/dl senken. Eine weitere Datenanalyse bezüglich zusätzlicher sekundärer Endpunkte wird aktuell vorgenommen. Das Sicherheitsprofil und die Verträglichkeit von Imeglimin war mit Placebo vergleichbar.

In Europa könnte Imeglimin frühestens 2023 auf den Markt kommen

Laut Poxel sind noch in diesem Jahr auch in den USA und in Europa Phase-III-Studien mit dem Wirkstoff geplant. Abhängig von den Ergebnissen dieser Studien und dem Ergebnis des Zulassungsprozesses könnte das Medikament bis 2023 in Europa auf den Markt kommen. Die Beantragung für eine Marktzulassung in Japan plant Poxel für das nächste Jahr.

Der am TIMES-Studienprogramm beteiligte Prof. Dr. Kohjiro Ueki, Direktor des Zentrums für Diabetesforschung am National Center for Global Health and Medicine in Tokio, sagte: „Das Sicherheitsprofil von Imeglimin in Kombination mit seinem einzigartigen Wirkmechanismus […] kann Patienten bei ihrem Krankheitsmanagement helfen. Ich freue mich sehr, zur Entwicklung einer neuen und innovativen potenziellen Behandlungsoption für Patienten mit Typ-2-Diabetes beizutragen.“


Autor:

Gregor Hess
Redaktion Diabetes-Journal
Kirchheim-Verlag
Wilhelm-Theodor-Römheld-Straße 14
55130 Mainz

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  • uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
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