- Behandlung
Neues Insulin könnte kleinere Pumpensysteme ermöglichen
3 Minuten

Ein neues Insulin, das von den Entwicklern als „erstes seiner Art“ bezeichnet wird, wird in diesem Jahr nach erfolgreichen präklinischen Tests in Humanstudien untersucht. Das Besondere daran: Es ist ein schnellwirksames Insulin in extrem hoher Konzentration – und könnte die Insulinpumpentechnologie revolutionieren.
Eine gemeinsame Forschungskooperation der JDRF (Juvenile Diabetes Research Foundation) und des britischen Pharma-Unternehmens Arecor hat das Potential, die Insulinpumpentechnologie auf eine neue Ebene zu hieven: ein schnell wirkendes Insulin in extrem hoher Konzentration. Und dieses Projekt scheint auf einem vielversprechenden Weg zu sein.
Denn das neu entwickelte Insulin mit einer Konzentration von 1 000 Einheiten pro Milliliter (E/ml) wurde laut Angaben der JDRF in den vergangenen Monaten erfolgreich in umfangreichen Untersuchungen im Labor getestet, so dass es nun im Laufe des Jahres auch in klinischen Studien mit Patienten auf den Prüfstein kommen wird. Sollte es sich dabei als sicher und wirkungsvoll erweisen, könnte das extrem hochkonzentrierte und schnellwirksame Insulin die Lebensqualität von Menschen mit Typ-1-Diabetes „in hohem Maße verbessern“, zeigt sich die JDRF optimistisch.
Kleinere Insulinpumpen könnten dank des neuen Insulins bald möglich sein
Gerade in Insulinpumpensystemen, die es derzeit nur für Insuline in der Konzentration 100 E/ml gibt, kann das neue, sehr hochkonzentrierte Insulin entscheidende Vorteile bieten: Bei einem sehr hohen Insulinbedarf ist der Inhalt der Insulinpatrone bei der Kapazität der derzeit verfügbaren Systeme schnell aufgebraucht. Durch das extrem hochkonzentrierte Insulin ließe sich deutlich mehr Insulin in einer Patrone unterbringen – bzw. die Insulinpatrone könnte deutlich kleiner ausfallen.
Die Maße der Insulinabgabesysteme sind zwar in den vergangenen Jahren stetig verringert worden, doch die Größe der benötigten Insulinreservoirs hat die Entwicklung noch kleinerer (und damit komfortablerer) Systeme bisher verhindert. Das neue Insulin könnte – insofern es sich in den klinischen Studien beweist – also zukünftig in kleineren Patronen verpackt werden, wodurch die bisher zwangsläufig notwendigen Mindestgrößen für Insulinpumpen unterschritten werden könnten. Insulinpens könnten dadurch ebenfalls kompakter und damit handlicher sowie unauffälliger werden.
Vorteil auch für Menschen, die viel Insulin benötigen
Auch Menschen mit Diabetes, die dauerhaft sehr hohe Insulindosen benötigen, um ihre Blutzuckerwerte im Griff zu haben, könnten von dem neuen Produkt profitieren, da das zu verabreichende Volumen schnellwirksamen Insulins deutlich reduziert werden könnte.
Arecor gibt dazu in einer Veröffentlichung Anfang des Jahres bekannt: „Das Produkt wird die Behandlung von Patienten, die mehr als 200 Insulineinheiten pro Tag benötigen, signifikant verbessern. Die Entwicklung eines ultrakonzentrierten Insulinprodukts, in dem 1 000 Einheiten pro Milliliter enthalten sind, war bisher eine große wissenschaftliche Herausforderung, die nun erfolgreich angegangen wurde.“
Autor:
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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2018; 67 (2) Seite 16-17
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 1 Tag
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
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