- Behandlung
Nichtalkoholische Fettleber: neue Diagnosemöglichkeiten
2 Minuten

Ein Tübinger Forscherteam hat aus klinischen Daten einen neuen Index entwickelt, der mit hoher Genauigkeit das Vorliegen einer Fettlebererkrankung vorhersagen kann. Diese Krankheit hat sich zu einer globalen Epidemie ausgeweitet. Das weltweite Interesse ist groß, die Ursachen und Folgen besser zu verstehen sowie die Diagnose frühzeitig stellen zu können.
Etwa jeder dritte Erwachsene in den industrialisierten Ländern hat eine krankhaft verfettete Leber. Damit erhöht sich für diese Menschen nicht nur das Risiko für fortgeschrittene Erkrankungen wie Leberzirrhose und Leberkrebs, sondern vor allem auch für Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. Um frühzeitig gegensteuern zu können, ist es hilfreich, erste Anzeichen der Fettleber rechtzeitig zu erkennen.
Vorherige Methoden waren zu ungenau oder sehr kostspielig
Ultraschalluntersuchung und Bestimmung der Leberwerte spüren dabei meist nur fortgeschrittene Stadien auf. Aufwändigere Untersuchungen wie die Kernspinspektroskopie sind zwar aussagekräftiger, aber wegen der relativ hohen Kosten im klinischen Alltag nicht auf breiter Ebene einsatzfähig. Daher arbeiten Wissenschaftler an einfachen, aber genauen Methoden, die für die Diagnose einer Fettleber besser geeignet sind.
Unter verschiedenen Indizes, die dafür entwickelt wurden, hat sich der sogenannte ‘Fatty Liver Index’ (FLI) bestehend aus den Parametern Alter, Body-Mass-Index, Taillenumfang und den im Nüchternzustand im Blut gemessenen Werten für Triglyzeride (TG) und Gamma-Glutamyltranspeptidase (GGT) als recht effektiv erwiesen.
DZD-Forscherteam hat verbesserten Fatty Liver Index entwickelt
Ein Forscherteam des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD) hat nun einen verbesserten FLI entwickelt. Zusätzlich zu den Parametern des bestehenden FLI berücksichtigt er auch die Triglyzerid- und die Glukosewerte aus einem oralen Glukosetoleranztest zum Zeitpunkt zwei Stunden nach Einnahme der Glukose. Außerdem wird untersucht, ob eine bestimmte Variante eines Risikogens für Fettleber vorliegt.
Anhand von Daten der TULIP-Studie (Tübinger Lebensstil Interventionsprogramm) konnte das Team zeigen, dass man mit diesem neuen und erweiterten Index nicht nur die Fettleber besser diagnostizieren kann als mit dem bekannten FLI. Auch die Wahrscheinlichkeit für die Abnahme des Leberfettgehalts bei Änderung der Lebensgewohnheiten lässt sich damit genauer vorhersagen.
Die Autoren hoffen nun, dass der neue Index zunehmend im klinischen Alltag eingesetzt wird, um eine Fettlebererkrankung frühzeitig zu diagnostizieren und Folgeerkrankungen der Fettleber zu verhindern.
Quelle: Pressemitteilung des Diabetesinformationsdiensts München
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lena-schmidt postete ein Update vor 2 Tagen, 18 Stunden
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thomas55 postete ein Update vor 4 Wochen, 1 Tag
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?






Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße