Notfall Knochenbruch: Richtige Stellung stabilisieren

2 Minuten

© Andrey Bandurenko - Fotolia
Notfall Knochenbruch: Richtige Stellung stabilisieren

In der Serie Blaulicht stellen wir Ihnen die häufigsten Notfälle vor und erläutern diese – und was Sie als Ersthelfer tun sollten.

Der Notfall

Beim Skilaufen ist die 18-jährige Jenny R. unglücklich gestürzt und liegt im Schnee. Als ihr Freund bei ihr eintrifft, stellt er fest, dass ihr Unterschenkel verdreht und offenbar gebrochen ist.

Das unternimmt der Ersthelfer

Da sich der Unterschenkel in einer abnormen Stellung befindet, was große Schmerzen bereitet, nimmt der Ersthelfer den gebrochenen Unterschenkel am Fuß unter Zug und ermöglicht Jenny so, dass sie sich bequem auf den Rücken drehen kann.

Dann legt der Freund den Fuß vorsichtig ab und stabilisiert diesen, indem er beispielsweise mit Schnee links und rechts den Fuß fixiert. Außerdem kühlt der Schnee, was bei den Schmerzen angenehm ist. Spießen Knochenteile durch die Haut heraus oder blutet es stark, ist die Wunde mit sterilem Verbandsmaterial abzudecken.

Die wichtigsten Maßnahmen
  1. Knochenbrüche müssen ruhiggestellt werden.
  2. Hat der Knochen eine abnorme Stellung, so dass der Betroffene starke Schmerzen hat, kann unter Zug versucht werden, den Knochen wieder in die richtige Stellung zu bringen.
  3. Wunden über Knochenbrüchen müssen steril abgedeckt werden, um Infektionen des Knochens zu verhindern.

Das macht der Rettungsdienst

Da sich die Unfallstelle weit oben auf einem Berg befindet, werden gleich ein Rettungshubschrauber und die Bergwacht alarmiert. Bis der Hubschrauber die Einsatzstelle erreicht, ist die Bergwacht auch vor Ort und übernimmt mit dem Hubschrauber-Team die Versorgung von Jenny. Da sie im Schnee liegt, ist es sehr wichtig, neben der Versorgung des gebrochenen Beines dafür zu sorgen, dass Jenny nicht auskühlt.

Durch den Sturz können auch andere Körperteile verletzt worden sein – daher wird die Patientin eingehend untersucht. Die Halswirbelsäule wird mit einer Halskrause gestützt, und für den Transport wird Jenny R. in die Vakuummatratze gelegt, welche die Wirbelsäule stabilisiert. Allerdings wird der Notarzt der Patientin vor dem Umlagern auf die Liege ein Schmerzmittel geben, und der gebrochene Unterschenkel wird in gerader Position geschient.

Für den Flug wird die Patientin an eine Überwachungseinheit angeschlossen, die ihre Vitalwerte misst – wie Blutdruck, Herzrhythmus und Sauerstoffgehalt des Blutes.

Das passiert in der Klinik

Im Krankenhaus wird das verletzte Bein geröntgt. Anhand der Bilder ist erkennbar, dass es ein komplizierter Bruch des Schien- und Wadenbeins ist. Der Bruch wird sofort operativ versorgt, indem die gebrochenen Knochenteile mit Platten und Schrauben bzw. einem Marknagel wieder zusammengefügt werden. Sobald der Knochenbruch übungsstabil geheilt ist, wird mit physikalischer Therapie begonnen, damit Jenny R. möglichst bald wieder laufen kann.

Die Serie „Blaulicht – was im Notfall zu tun ist“

In der Serie Blaulicht stellen wir Ihnen die häufigsten Notfälle vor und erläutern Ihnen die Art des Notfalls – und was Sie als Ersthelfer sinnvollerweise tun sollten.

Danach zeigen wir Ihenen die Maßnahmen, die die Kollegen vom Rettungsdienst durchführen werden. Da die meisten Notfallpatienten in ein Krankenhaus gebracht werden müssen, erfahren Sie, was dort üblicherweise gemacht wird.

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von Prof. Dr. med. Thomas Haak
Chefredakteur des Diabetes-Journals, Ltd. Notarzt im Main-Tauber-Kreis

und Kai Schlecht
Rettungsdienstleiter beim DRK Bad Mergentheim

Kontakt:
Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz, Tel.: (06131) 9 60 70 0,
Fax: (06131) 9 60 70 90, E-mail: redaktion@diabetes-journal.de

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2014; 63 (2) Seite 32-33

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  • thomas55 postete ein Update vor 3 Wochen, 4 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 3 Wochen, 5 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat, 1 Woche

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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