- Aus der Community
Oh, du böses Kortison
2 Minuten

Ich durfte in der letzten Zeit meine ersten Erfahrung mit Diabetes und Kortison machen. Da ich öfter dickere Erkältungen habe, die kaum wegzukriegen sind, habe ich mich endlich mal aufgerafft und bin zum HNO-Arzt gegangen. Raus kam, dass meine Nase voller Polypen ist, welche erstmal dezimiert werden müssen. Also sprach ich mit der Ärztin, was wir denn nun machen. Natürlich sah sie auf meinem Anmeldebogen, dass ich Diabetiker bin. Sie sagte, im Normalfall würde sie mir Nasenspray mit Kortison geben und zusätzlich noch Tabletten mit dem Zeug. Für mich war das völlig in Ordnung, Hauptsache, der Stoff hilft. Wir diskutierten ein wenig und ich erzählte ihr, dass ich den Blutzucker sicher irgendwie bändigen kann und das nicht so schlimm sein könne. Also bekam ich alles verschrieben, was ging. Was dann mit dem Blutzucker passiert, wird ja schon gehen. Weit gefehlt…
Ich wusste, dass Kortison den Blutzucker ansteigen lässt, aber nicht, dass es solche Ausmaße hat. Ich habe in den letzten Tagen so viele Einheiten in mich reingepumpt. Teilweise hatte ich stundenlang Werte über 400 mg/dl (22,2 mmol/l) und runter gingen diese kaum. Zum Glück bin ich jemand, dem es bei solchen Werten nicht gleich unglaublich schlecht geht. Ich habe eben verdammt viel getrunken und immer gegen angepumpt. Dann musste ich zu meinem Arzt und traf zufällig meine Diabetes-Beraterin. Wir schnackten kurz auf dem Flur der Praxis und sie meinte, ich soll doch einfach mal die Basalrate ordentlich anziehen und schauen, ob es so geht. Gesagt, getan. Basalrate ab nachmittags erstmal vorsichtig angehoben so auf 130 %.
Reichte hinten und vorne nicht. Also weiter anheben. Irgendwann landete ich dann bei einer Basalrate von 170–180 %. Das hielt den Blutzucker dann etwas im Zaum. Teilweise habe ich vorher Low-Carb-Tage gemacht, um den Blutzucker nicht noch selbst weiter in die Höhe zu schießen, aber das ist ja auch keine Lösung. Nun heißt es noch: viel messen und ab und zu mal gegen anpumpen, ansonsten geht’s mit einer großen Ladung Basis ganz gut. Für das nächste Mal werde ich mir definitiv gut überlegen, ob ich nochmal Kortisontabletten nehme. Spaß ist das auf jeden Fall nicht und stressig ist es auch.
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thomas55 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 3 Wochen, 6 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]









Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße