- Behandlung
Optische Kohärenztomographie (OCT) wird Kassenleistung
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Mit einem positiven Beschluss des G-BA ist eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einer breiteren Verfügbarkeit eines Untersuchungsverfahrens für diabetische Augenschäden genommen. Darauf weist die gemeinnützige Organisation diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe hin.
Wer einen Typ-1 oder Typ-2-Diabetes hat, sollte sich regelmäßig den Augenhintergrund untersuchen lassen. Denn die Stoffwechselerkrankung geht mit einem erhöhten Risiko für eine diabetische Retinopathie sowie ein durch sie bedingtes Makulaödem einher.
Patienten, bei denen diese Komplikation bereits diagnostiziert wurde, haben demnächst Anspruch auf ein Untersuchungsverfahren, das die Dicke der Netzhaut äußerst präzise erfasst und es so ermöglicht, den Verlauf der Erkrankung genauer zu verfolgen: Der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen (G-BA) hat kürzlich beschlossen, die Optische Kohärenztomographie (OCT) für diese Indikation in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Kassen aufzunehmen.
Dreidimensionales Bild des Gewebes aus Reflexionsmuster
Bei der OCT handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren, das mithilfe von Licht unterschiedlicher Wellenlängen feinste Strukturen im Gewebe sichtbar macht. „Die Methode funktioniert im Wesentlichen wie eine Ultraschalluntersuchung – nur dass anstelle von Schallwellen Lichtstrahlen verwendet werden“, erläutert Dr. med. Jens Kröger, Vorstandsvorsitzender von diabetesDE und niedergelassener Diabetologe aus Hamburg-Bergedorf.
Das Licht, dessen Wellenlängen hauptsächlich im Infrarotbereich liegen, wird an unterschiedlichen Gewebeschichten unterschiedlich stark reflektiert. Aus diesem Reflexionsmuster lässt sich letztlich ein dreidimensionales Bild des Gewebes rekonstruieren, das auch dessen Mikrostruktur in hoher Auflösung widerspiegelt. Bei der Untersuchung des Augenhintergrundes wird die OCT bereits seit etlichen Jahren eingesetzt.
Hier erlaubt sie genaue Aussagen über die Dicke der Netzhaut und über das Ausmaß möglicher Flüssigkeitseinlagerungen – ein wichtiges diagnostisches Kriterium bei der feuchten diabetischen Makulopathie, die unbehandelt bis zur Erblindung voranschreiten kann.
Mithilfe der OCT soll die Therapie genauer gesteuert werden
„Bisher mussten die Patienten diese Untersuchung im Rahmen der IGEL-Leistungen selber tragen oder es wurden durch bestehende Sonderverträge mit einzelnen Krankenkassen die Kosten erstattet“, sagt Professor Dr. med. Hans-Peter Hammes, Leiter der Sektion Endokrinologie der Universitätsmedizin Mannheim und Beiratsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Diabetes und Auge der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG).
Diese für viele Patienten sehr unbefriedigende Situation werde sich ändern: „Die neue Kassenleistung können Menschen mit Diabetes in Anspruch nehmen, bei denen ein solches Makulaödem bereits festgestellt wurde und deren Therapie nun genauer gesteuert werden soll“, so Professor Hammes
Diana Droßel ist stellvertretende Vorsitzende von diabetesDE, Diabetesberaterin und selbst an Typ-1-Diabetes erkrankt sowie seit 1982 erblindet. Sie erklärt die Behandlung: „Bislang umfasst die Therapie Medikamenteninjektionen in den Glaskörper des Auges. Das regelmäßige Einbringen von Substanzen wie VEGF-Antagonisten oder Glucocorticosteroiden kann den Verlauf der Netzhautveränderung verlangsamen und im Idealfall stoppen.“
Beschluss muss noch von Bundesgesundheitsministerium geprüft werden
Mithilfe der nicht-invasiven und schmerzfreien OCT können Netzhautdicke und Ödembildung nun regelmäßig – zunächst im monatlichen Abstand – neu beurteilt werden. Auf dieser Grundlage kann dann entschieden werden, ob die Medikamenteninjektionen noch notwendig sind. Komme die Erkrankung zum Stillstand, könne der Abstand zwischen den Injektionen verlängert werden, sind sich die Experten einig.
Weil mit der Verringerung der Medikamentengabe jedoch auch das Risiko für eine Unterbehandlung steigt, darf die OCT laut G-BA-Beschluss nur von Fachärzten für Augenheilkunde angewandt werden. So soll die Qualität von Diagnose und Therapie sichergestellt werden.
Bevor die OCT tatsächlich abgerechnet werden kann, muss der G-BA-Beschluss noch durch das Bundesgesundheitsministerium geprüft werden. In einem abschließenden Schritt entscheidet dann der Bewertungsausschuss über die Höhe der Vergütung.
Quelle: Pressemitteilung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe
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uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen
@calvin240
Ich hätte eine Frage zum
Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute123novesia postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.
- lena-schmidt antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staatsexamen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena
jseiffert postete ein Update vor 2 Wochen, 5 Tagen
Hallo zusammen,
heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
Wir freuen uns auf Euch! 🙂Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im September – Diabetes-Anker
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